Im schwächsten Saison-Heimspiel ging der Kelch noch einmal an Dortmund vorüber. Der Unterschied zwischen beiden Teams trug einen Namen - Andreas Möller.
Drei neue Spieler standen im Team von 1860 München: Brajkovic, Greilich und Lesniak kamen für Schwabl, Stevic und Bodden. Bei Dortmund meldeten sich Herrlich und Freund zurück, Sosa und Franck machten für sie Platz. Kohler, der mit Schmidt (rechts) und Kree (links) auf einer Linie verteidigte, organisierte die Abwehr.
Borussia enthielt sich fast jeder Kreativität, produzierte Krampf und ungewöhnlich viele Fehler, hatte sowohl in kämpferischer wie auch in spielerischer (!) Hinsicht das Nachsehen. Grundlegende Besserung trat auch nach Hitzfelds "Ringtausch" in der zweiten Hälfte nicht ein: Reuter übernahm die Libero-Rolle, Kohler verteidigte wieder am Mann, Wolters sollte die rechte Seite beleben (was ihm nicht gelang), Kree die linke stabilisieren (was er auftragsgemäß erledigte).
1860 war klug gestaffelt, spielte zu keinem Zeitpunkt destruktiv, schaltete bemerkenswert schnell von Abwehr auf Angriff um. Gefahr war besonders dann im Verzug, wenn Jeremies, Nowak oder Rydlewicz (vor der Pause) vorpreschten. Enscheidendes Manko der Löwen: Der entscheidende Paß kam oft einen Tick zu spät.
Es berichten Thomas Hennecke und Dirk Westerheide
| Borussia Dortmund |
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| 1860 München |
