Tag der Fußball-Arbeit im Olympiastadion. Klare Aufgabenstellungen, Einteilung Mann gegen Mann, viele Zweikämpfe, kaum Glanzpunkte. Die "Künstler" Nowak (1860, nach Rückstand durch langwierige Muskelverletzung noch weit von Bestform entfernt) und Häßler (KSC) lagen bei Reich und Jeremies an der Kette. Spielerische Früchte waren folglich dünn gesät.
"Löwen"-Trainer Lorant hatte Greilich für Kutschera als Manndecker gegen Dundee ins Team genommen. Bei Standardsituationen, wie dem Freistoß vor dem 0:1, sollte sich jedoch Dowe um Dundee kümmern, und Greilich den kopfballstarken Reich beschatten.
Beim KSC war Bilic zurückgekehrt. Für ihn rückte Metz auf die rechte Außenbahn, Carl saß nur auf der Bank. Im Angriff durfte Dundee erstmals von Beginn an ran und stürmte neben Schmitt. Anfällig waren die Badener über ihre rechte Seite (Metz!), da Nowak Reich häufig in die Mitte zog und somit ein Mann auf rechts fehlte. Während Dowes Vorlagen noch ungenutzt blieben, war es kein Zufall, daß dessen Nachfolger auf der linken Angriffseite, Heldt, den Ausgleichstreffer Borimirovs auflegte.
Winnie Schäfer wollte zu früh die Führung über die Zeit retten. Nach Schmitts Auswechslung (für ihn kam Wittwer) wurde der Druck der "Löwen" immer stärker, der Ausgleich eine logische Folge.
Es berichten Harald Kaiser, Martin Messerer und Axel Heiber
