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18.05.2013, 17:24

34. Spieltag: FCA gerettet - Drama um Hoffenheim

Schalke behauptet Platz 4, Fortuna stürzt in die 2. Liga

Nun sind alle Entscheidungen gefallen: Schalke holt sich durch einen Sieg in Freiburg Platz 4 und darf in die Qualifikation zur Champions League. Die Breisgauer spielen demnach in der Europa League, genauso wie Frankfurt: 2:2 gegen Wolfsburg, der HSV verlor zudem 0:1 gegen Leverkusen. Hoffenheim ist nach dem 2:1 beim BVB auf den Relegationsplatz gesprungen, Düsseldorf steigt nach der Pleite in Hannover sang- und klanglos ab. Augsburg krönt nach dem Sieg gegen Fürth seine Rückrunde mit Platz 15.

Europa: Schalke hilft sich selbst

Jubel über Platz 16: Die Hoffenheimer um Doppeltorschütze Salihovic.
Jubel über Platz 16: Die Hoffenheimer um Doppeltorschütze Salihovic.
© imagoZoomansicht

Das Endspiel um Platz 4 im Breisgau entschieden die Schalker mit 2:1 für sich und wischten alle Zweifel über die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation vom Tisch. Draxler brachte die Knappen mit einem strammen Schuss vom Strafraum ins lange Eck in Führung. Die Partie war zunächst ziemlich ruppig, die 22 Akteure wussten um die Bedeutung dieser Begegnung. War die Halbzeitführung für die Königsblauen gegen gehemmte Freiburger verdient, ließ sich die Keller-Elf zu Beginn des zweiten Abschnitts klassisch auskontern - Schmid machte das zwischenzeitliche 1:1. Direkt in die Freude der Streich-Elf hinein fabrizierte der SC dann aber ein kurioses Eigentor durch Schuster, das die Westdeutschen auf die Siegerstraße brachte. Mit dem knappen Auswärtssieg vermied S04 etwaige Rechenspiele, die Freiburger spielen in der kommenden Runde in der Europa League, für Trainer Streich "ein Ausreißer nach oben".

Eintracht Frankfurt war als Aufsteiger an 33. Spieltagen unter den ersten sechs und verteidigte diese Position auch zum Saisonfinish mit dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen gingen früh durch Polak und Diego in Front, doch mit der Roten Karte für Hasebe (Notbremse) und dem daraus resultierenden Strafstoßtor durch Meier fand die Veh-Elf zurück ins Spiel. In Überzahl drängten die Frankfurter auf den Ausgleichstreffer, doch der SGE blieb dieser bis in die Schlussphase hinein verwehrt, ehe Rodriguez ein Eigentor zum Remis unterlief.

Auch der Hamburger SV hoffte noch auf die Teilnahme an der Europa League, doch dafür hätten die Hanseaten gegen Bayer Leverkusen gewinnen müssen. Nach etwa einer Stunde erhöhten die Hamburger im Regen die Schlagzahl, doch die Leverkusener Abwehr hielt dicht. Dann trat Stefan Kießling in Erscheinung: Der Leverkusener Goalgetter markierte an der Alster den 1:0-Siegtreffer und holt sich die kicker-Torjäger-Kanone mit 25 Toren vor dem Dortmunder Lewandowski.

Scheibenschießen bei Heynckes' Abschied

Im Duell zwischen Gladbach und dem FC Bayern legten beide Teams los wie die Feuerwehr. Die Münchner leisteten sich in der Anfangsphase speziell in der Defensive zahllose Aussetzer, die die Borussen eiskalt ausnutzten. Stranzl, Hanke und Nordtveit brachten die Favre-Elf auf Kurs, doch immerhin klappte es in der Offensive des neuen deutschen Meisters: Martinez und Ribery verkürzten für die Bayern und versöhnten Trainer Jupp Heynckes in seinem letztem Bundesliga-Spiel ein wenig. Noch besser wurde die Laune des Münchner Erfolgstrainers, als Ribery per Traumtor das 3:3 markierte und kurz darauf Robben die Münchner erstmals mit 4:3 in Führung und dann auch zum Sieg brachte.

Abstieg: Fortuna stürzt ab, Hoffenheim auf Platz 16, FCA gerettet

Die TSG Hoffenheim springt mit dem sensationallen 2:1 bei Borussia Dortmund auf Platz 16 und darf in die Relegation. Die Kraichgauer waren bei der Klopp-Elf zunächst ohne echte Chance. Lewandowski staubte früh für die Borussen ab. Trotz mehrmaliger Versuche, Lewandowski das zweite Tor aufzulegen, wollte dem Polen sein 25. Liga-Treffer nicht gelingen. Nachdem TSG-Keeper Casteels mehrer Großchancen vereitelte, räumte Hummels Volland um und Salihovic verwandelte den fälligen Strafstoß. Kurz darauf machte es Weidenfeller genauso mit Schipplock und sah auch noch die Rote Karte. Da Klopp schon dreimal gewechselt hatt, musste Großkreutz ins Tor, doch den Elfmeter von Salihovic konnte er nicht parieren. In der Nachspielzeit traf Schmelzer noch zum 2:2, aber Lewandowski stand im Abseits, so dass das Drama zugunsten der TSG ausging.

In Ausgburg dagegen gab es nur noch breites Grinsen. Der FCA besiegte in seinem Endspiel die Fürther dank Werners Freistoß-Flanken-Tor und Callsen-Brackers Kofball mit 3:1 und rettet sich damit auf Platz 15. Für die Fürther, die durch Prib in der Anfangsphase einen fragwürdigen Elfmeter verschossen (Manninger parierte den wiederholten Strafstoß), traf Trinks zum Ehrentreffer, zumal Ji fast postwendend den 3:1-Endstand markierte. Die Fuggerstädter beendeten damit ihre bemerkenswerte Aufholjagd mit 24 Zählern in der Rückrunde auf einem Nichtabstiegsplatz und versetzten das Stadion und die Stadt in einen grenzenlosen Freudentaumel.

Das dritte vom Abstieg bedrohte Team, die Fortuna aus Düsseldorf, stürzt nach dem 0:3 in Hannover auf Platz 17 und muss wieder direkt runter in die 2. Liga. Für die Meier-Elf ein unglaubliches Fiasko, das aber aufgrund der katastropahlen Rückrunde fast folgerichtig ist.

Werder verliert im Spiel 1 nach Schaaf

Um nicht weniger als die berühmt-berüchtigte "goldende Ananas" ging es zwischen dem 1. FC Nürnberg und Werder Bremen. Ein leerer Platz auf der Werder-Bank war lange Zeit das Aufregendste bei gutem Fußball-Wetter in der Noris. Erstmals seit dem 15. Mai 1999 (3:1 bei 1860 München) saß dort nicht Thomas Schaaf. Die Werder-Ikone, seit 1972 im Verein, schied unter der Woche aus dem Amt, nach der Partie beim Club hätten sich die Wege ohnehin getrennt. Gespielt wurde dann auch noch, Bremen war zunächst das bessere Team gegen personell arg geschwächte Nürnberger. De Bruyne mit seinem Abschiedsgeschenk brachte die Hanseaten in Führung (37.). In Hälfte zwei steigerte sich Nürnberg, Nilsson (61.), Polter (81.) und Pekhart (88.) drehten die Partie für den 1. FCN, de Bruynes zweites Tor hatte nur noch statistischen Wert (89.). Der Schwede Nilsson ist mit sechs Treffern der Top-Torjäger der Franken. Und das als Innenverteidiger! In Bremen beginnt nun der Neu-Aufbau.

Der VfB Stuttgart kam im letzten Ligaspiel der Saison zu einem 2:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 und feierte so eine nur teilweise gelungene Generalprobe für das DFB-Pokal-Endspiel gegen den FC Bayern München am 1. Juni (20 Uhr) in Berlin. Die Partie hatte allerdings viel Unterhaltungswert, die Führung der Rheinhessen durch Ede (16.) hatte nicht lange Bestand, da FSV-Keeper Wetklo in der 22. Minute ein Eigentor unterlief. Boka für den VfB (33.) und Neu-Nationalspieler Müller für Mainz (42.) hießen die weiteren Torschützen. Zahlreiche Chancen sollten noch folgen, aber keine Tore mehr.

Bilder zum 34. Spieltag
Das packende Saisonfinale!
Jupp Heynckes
Tränenreicher Abschied

Auf seiner letzten Pressekonferenz als Bundesliga-Coach der Bayern konnte Jupp Heynckes in seiner Geburtsstadt Mönchengladbach die Tränen nicht mehr zurückhalten.
© imago

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