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05.03.2017, 23:00

kicker-Serie "Der Riss zwischen Vereinen und Verbänden"

Schwieriges Ding - Die Hürden bei der Klubgründung

In der Fußball-Provinz läuft lange nicht alles rund. Die Entstehungsgeschichte des FC Gudesding Frankfurt steht exemplarisch für die Probleme bei der Gründung eines neuen Vereins.

Der FC Gudesding - ein schwieriges Ding
Der FC Gudesding - ein schwieriges Ding.
© Felix Schöppner/Felix EngelhardtZoomansicht

Der kicker zeigt in seiner mehrteiligen Serie auf, wie groß der Riss zwischen Vereinen und Verbänden ist, was genau die Gräben immer größer werden lässt. In der aktuellen Montag-Ausgabe beleuchtet der kicker im vierten Teil die Gründungs- und Entstehungsgeschichte des FC Gudesding - aktuell in der Kreisliga A Frankfurt, Gruppe Südost beheimatet. Seit nunmehr fünf Jahren existiert der Klub mit dem ungewöhnlichen Namen - angelehnt an den Satz "Das wird ein gutes Ding" aus der TV-Serie Stromberg.

Der Anfang aber war hart und beschwerlich. Denn einfach so einen Klub zu gründen - das geht nicht. Eine Satzung auszuarbeiten, einen Vereinsnamen zu finden und Kandidaten für den Vorstand zu bestimmen, gehörten da noch zu den einfacheren Aufgaben. Auch weil es an Unterstützung mangelte. "Große Hilfestellung bekamen wir dabei nicht. Die meisten Infos haben wir aus dem Internet rausgesucht", erinnert sich Luis Engelhard, 2. Vorsitzender.

Die größte Hürde: der Platz

Danach aber fingen die Probleme mit der Bürokratie erst an. Um nicht nur gegründet zu sein, sondern auch am Spielbetrieb teilnehmen zu dürfen, muss ein neuer Klub neben diversen Dokumenten auch das nötige Kleingeld mitbringen. Mindestens 50 Euro pro Mannschaft, dazu Gebühren für die Passausstellung. Doch damit nicht genug: Auch ein passendes Spielfeld muss natürlich vorgewiesen werden. Für den FC Gudesding die größte Hürde. Der Grund: In Frankfurt ist die Nachfrage nach Plätzen größer als das Angebot. Fündig wurde man schließlich im Ostpark Frankfurts.

1500 Euro Ablöse

Gründungsurkunde? Ausgestellt. Spielbetriebsgenehmigung? Erteilt. Was jetzt noch fehlte, waren Spieler. Amateurkicker, die länger nicht aktiv waren, konnten problemlos wechseln. Auch für fünf Basketballer, die mitkicken wollten, gab es keine Hindernisse. Für Ärger mit dem Hessischen Fußball-Verband (HFV) sorgten aber zwei Spieler, die noch für ihren Jugendverein aufliefen. Für sie wurden 1500 Euro an Ablöse fällig - gemäß festgeschriebener Ausbildungsentschädigung in den HFV-Regularien. "Damit war unser Vorhaben, nie Geld für Spieler zu zahlen, ad absurdum geführt worden", blickt Engelhard zurück. Der FC Gudesding - ein schwieriges Ding.


Der kicker schaut sich in den kommenden Wochen weiter bei den kleinen Vereinen um: Wie wird dort gearbeitet, womit haben sie zu kämpfen, wie könnten der DFB mit seinen Verbänden effizienter helfen?

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Welche Probleme haben Sie mit den Verbänden? Diskutieren Sie mit - kommentieren sie gleich hier oder schicken Sie uns eine Mail an vereine@kicker.de.

kon

 

3 Leserkommentare

Schatzmeister69
Beitrag melden
12.03.2017 | 14:12

Ausbildungsentschädigung ist logisch - Verbandsbeiträge oftmals nicht

Ich kann mich den beiden vorherigen Beitragsverfassern nur anschließen. Über Ablösesummen = Ausbildungsentschädigungen [...]
body-lotion
Beitrag melden
10.03.2017 | 14:27

nicht meckern des meckern wegens

Ich bin sicher kein Freund von Verbandsstrukturen und speziell nicht vom DFB bzw. HFV. Für was die teilweise [...]
schon_vergeben__ha_
Beitrag melden
06.03.2017 | 12:58

Nun ja

Der HFV und der DFB unterstützen die Gründung von Freizeitmannschaften, die sich Fußballverein nennen [...]

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