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26.02.2017, 13:05

Fortsetzung der kicker-Serie "Reicher DFB. Arme Amateurklubs."

Echte Überlebenskünstler - Alltag in der Kreisliga

Der Verband ist reich wie nie zuvor, seine Vereine allerdings kommen kaum noch über die Runden. Auch in der Fußball-Provinz läuft lange nicht alles rund. Wie so viele unterklassige Vereine hat auch der Kreisligist VfB Peine aus Niedersachsen mit zahlreichen bürokratischen Hürden zu kämpfen. Von Seiten der Stadt oder des DFB gibt es nur wenig Unterstützung.

Auf die Beiträger der Mitglieder angewiesen: Der Kreisligist VfB Peine.
Auf die Beiträger der Mitglieder angewiesen: Der Kreisligist VfB Peine.
© kickerZoomansicht

Der kicker zeigt in seiner neuen mehrteiligen Serie auf, wie groß der Riss zwischen Vereinen und Verbänden wirklich ist, was genau die Gräben immer größer werden lässt. Dabei geht es nicht nur um Geld im globalen Verteilungskampf. Die Unterstützung der Klubs ist oftmals eher theoretischer denn praktischer Natur.

In der aktuellen Montag-Ausgabe des kicker beleuchten wir in Teil 3 unserer Serie den tristen Alltag des VfB Peine - beispielhaft für die Fußball-Provinz. In der Kreisliga beheimatet haben die Niedersachsen mit allerhand bürokratischen Hürden zu kämpfen. Etwa bei den Sportplätzen: Diese darf die Gemeinde bei schlechtem Wetter sperren - was spätestens bei bevorstehendem Wintereinbruch oft genug geschieht. Das Problem: Kunstrasen- oder Grandplätze gibt es im gesamten Stadtgebiet nicht, genauso wenig wie eine Halle für Indoor-Fußball. Die Folge: Teils durchgängige Spielausfälle von Oktober bis März. Mit der Sommerpause sind das nicht selten über sechs Monate ohne attraktives Angebot. Großer Zulauf an neuen Mitgliedern ist da natürlich ausgeschlossen.

Vom DFB kommen 1300 Euro

Dabei ist der VfB genau auf die und ihre Beiträge angewiesen. Schließlich hat der Klub jährlich rund 88000 Euro an Kosten zu stemmen. Knapp 65000 Euro generiert der Kreisligist jährlich durch Mitgliederbeiträge - fast genauso viel verschlingen jedoch allein die Spielbetriebskosten (62700 Euro) per anno. Die restlichen knapp 25000 Euro verursachen Verbands- (5900 Euro) und sonstige Kosten (20000 Euro) wie etwa Gehälter für Platzwart und Gebäudereinigungskraft. Geld von oben fließt jedoch kaum: Etwa 9000 Euro an Zuschüssen erhält der VfB pro Jahr von der Stadt - hauptsächlich für die Trainer und Jugendarbeit. Vom DFB kommen jährlich gerade einmal 1300 Euro für die Nutzung der Vereinsanlage als Stützpunkt. Über die Imagekampagne des Verbands "Unsere Amateure - echte Profis" kann Peter Konrad, einst Spieler und inzwischen Vereinsvorsitzender, deshalb nur schmunzeln. "Echte Überlebenskünstler", so der 53-Jährige, "träfe es besser."


Wie der VfB Peine weitgehend auf sich alleine gestellt seinen tristen Alltag in der Kreisliga bestreitet - die Reportage lesen Sie am Montag im kicker!

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kon

 

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