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19.12.2012, 22:19

Schalke scheitert - Wolfsburg besiegt Leverkusen

Der BVB überfährt 96 - VfB schleppt sich weiter

Am Mittwoch blieb Titelverteidiger Dortmund gegen Hannover keine Antwort schuldig und besiegte die 96er mit 5:1. Der VfB zitterte sich gegen Köln mit letzter Kraft ins Viertelfinale. Wolfsburg drehte das Spiel gegen Leverkusen in der Schlussminute. Im Zweitliga-Duell zwischen Bochum und 1860 setzte sich der VfL gegen dezimierte Löwen klar durch. Als einziger Drittligist steht der OFC im Viertelfinale, der KSC unterlag im badischen Derby. Die Bayern schalteten Augsburg in Unterzahl aus. Das Debüt von Jens Keller auf der Schalker Bank misslang: Mainz warf den fünfmaligen Pokal-Champion auf dem Wettbewerb.

Wolfsburger Freudentanz: Trainer Lorenz-Günther Köstner auf dem Weg zu Bas Dost.
Wolfsburger Freudentanz: Trainer Lorenz-Günther Köstner auf dem Weg zu Bas Dost.
© Getty ImagesZoomansicht

Vor dem Spiel am Mittwochabend stand in Wolfsburg einmal mehr die Trainerfrage im Mittelpunkt - Bernd Schuster gilt als heißer Kandidat in der VW-Stadt.Nach dem Spiel durfte sich der Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner von den VfL-Fans feiern lassen. Seine Mannschaft hatte Bayer Leverkusen zum Ende einer ganz starken Hinrunde eine Enttäuschung zugefügt. Gegen den Tabellenzweiten der Liga gewann der VfL vor lediglich 10.781 Zuschauern mit 2:1 und zog erstmals seit 2008/2009 wieder in die Runde der letzten Acht ein. Fagner (31.) hatte mit einem Eigentor die Gastgeber in Rückstand gebracht, ehe Träsch (77.) und Dost (90.) dicke Fehler von Carvajal und Toprak ausnutzten und den Erfolg noch sicherstellten.

Frühes Rot für Vallori hilft Bochum

Der VfL Bochum entschied das Zweitliga-Duell gegen den TSV 1860 München klar für sich und erreichte erstmals seit neun Jahren wieder das Pokal-Viertelfinale. Der Tabellen-15. leitete den Sieg nach einer Roten Karte wegen einer Notbremse gegen Vallori in der 27. Minute ein. 180 Sekunden später erzielte Dedic die Führung. Mit einem Doppelschlag sorgte Maltritz (75./77.) für die Entscheidung.

BVB spielt mit 96 Katz' und Maus

Nicht zu bremsen: Dortmunds Techniker Mario Götze.
Nicht zu bremsen: Dortmunds Techniker Mario Götze.
© Getty ImagesZoomansicht

Borussia Dortmund ließ im Achtelfinale gegen Hannover 96 nichts anbrennen und bezwang die 96er mit 5:1. Die ersten drei Treffer für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp fielen bereits im ersten Abschnitt. Götze schnürte einen Dreierpack zur 1:0-Führung, dem 3:0-Halbzeitstand und zum 4:1. Bei seinem zweiten Tor schob er einen direkten Freistoß unter der hochspringenden Mauer der Niedersachsen hindurch und ließ einen verdutzten 96-Keeper Zieler zurück. Nachdem die Dortmunder in den ersten 45 Minuten über weite Strecken Katz' und Maus mit dem Gegner spielten, war die Elf von Trainer Mirko Slomka nach dem Seitenwechsel etwas präsenter, doch die Spielkontrolle blieb eindeutig beim BVB. Obwohl die Borussen zahlreiche Gelegenheiten hatten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, fiel in Halbzeit zwei doch noch der Ehrentreffer für die 96er: Diouf traf per Kopf nach einem Patzer von Hummels. Den 5:1-Endstand besorgte Lewandowski.

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VfB schleppt sich ins Viertelfinale

Der VfB Stuttgart wurde im Vergleich mit dem Zweitligisten 1. FC Köln seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang den Geißbock-Klub knapp mit 2:1. In der Schwaben-Metropole fielen die VfB-Treffer in den ersten 45 Minuten: Gentner machte es zunächst akrobatisch zum 1:0, kurz danach vollstreckte Ibisevic einen Handelfmeter zum beruhigenden 2:0. Diesen Vorsprung brauchte die ausgelaugte Labbadia-Elf, denn in der zweiten Hälfte bemühten sich die Kölner merklich um den Anschlusstreffer, doch mit etwas Glück hielten die Stuttgarter lange Zeit das zu-Null. Als Clemens in der 80. Minute für die Kölner verkürzte, wurde es nochmal spannend, doch die Schwaben schleppten sich mit dem letzten Tropfen Sprit über die Ziellinie und damit ins Viertelfinale.

OFC schlägt Fortuna

Offenbachs Stefan Vogler jubelt mit Nicolas Feldhahn nach seiner Vorentscheidung zum 2:0.
Offenbachs Stefan Vogler jubelt mit Nicolas Feldhahn nach seiner Vorentscheidung zum 2:0.
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Arie van Lent stand bei Drittligist Kickers Offenbach gehörig unter Druck, nach dem 2:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf steht sogar eine Vertragsverlängerung im Raum. Vor der Pause hatte der Bundesligist mehr vom Spiel, ohne sich jedoch entscheidend durchsetzen zu können. Die Hessen hielten beherzt dagegen, doch Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Auch nach der Pause waren Höhepunkte zunächst selten. In der 64. Minute gab es Aufregung im Augsburger Strafraum, als die Offenbacher nach einer Berührung von Levels gegen Fetsch (vergeblich) Elfmeter forderten. In der 77. Minute traf dann Fetsch, der nach einer Rettungstat von Giefer gegen Hahn goldrichtig stand und abstaubte. Als Vogler einen Konter zur 2:0-Vorentscheidung abschloss (85.), stand das Stadion Kopf: Mit Offenbach steht ein Drittligist im Pokal-Viertelfinale.

Ribery fliegt, Bayern siegt

Keine zwei Wochen nach dem 2:0-Arbeitssieg in Augsburg in der Bundesliga setzten sich die Bayern auch im Pokal bei den Fuggerstädtern durch und gewannen erneut mit 2:0. Gomez erzielte in der 26. Minute nach Querpass von Ribery aus kurzer Distanz die Führung. Kurz vor der Pause hätte es eigentlich sogar 2:0 stehen müssen, doch Schiedsrichter Kinhöfer verweigerte einem Treffer von Tymoshchuk in Wembley-Manier die Anerkennung. Unmittelbar nach der Pause gerieten Koo und Ribery aneinander, beide fassten sich ins Gesicht. Kinhöfer schickte den Franzosen mit Rot vom Feld, beim Südkoreaner beließ er es bei Gelb. Doch auch in Überzahl war die nun defensiver eingestellte Bayern-Mannschaft für den FCA nicht zu bezwingen. In der 85. Minute machte Shaqiri frei vor Torwart Manninger, der die verletzten Jentzsch und Amsif im Tor vertrat, alles klar.

KSC-Serie endet - Keller-Debüt misslingt

Zehn Pflichtspiele in Folge war der KSC erfolgreich, doch der badische Lokalrivale SC Freiburg war am Dienstag dann doch eine Nummer zu groß. Erst rund eine Minute war gespielt, da rappelte es im Kasten von Keeper Orlishausen: Der Schlussmann der Karlsruher ließ sich von Schmid aus spitzem Winkel tunneln. Die Hausherren reagierten trotzig, eine kurzzeitige Sturm- und Drangphase blieb jedoch ohne Erfolg. Bis zur Pause übernahm dann der Bundesligist das Kommando, konnte jedoch seinerseits seine Chancen nicht nutzen. Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst Hennings in der 53. Minute die große Ausgleichschance, verfehlte jedoch das Ziel. Der KSC war nun öfter im Ballbesitz und drängte auf das 1:1, ließ Chancen wie die von Hennings per Kopf (76.) und Klingmann mit einem Gewaltschuss (78.) aber ungenutzt. Die Schlussphase musste Freiburgs Trainer Christian Streich nach heftigem Reklamieren auf der Tribüne unter den KSC-Fans verbringen. Bei einigen Chancen der Nord-Badener musste er noch zittern, doch am Ende ging das erste Derby seit 2007 an die Freiburger.

Mainz gewinnt dank Treffer von Caligiuri und Müller bei Königsblau.
Mainz gewinnt dank Treffer von Caligiuri und Müller bei Königsblau.
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Jens Keller, Nachfolger des am Sonntag beurlaubten Huub Stevens, hätte sich sein ersten Spiel als Trainer bei den Königsblauen sicher anders vorgestellt: Schalke unterlag gegen Mainz 05 mit 1:2, der fünfmalige Pokalsieger ist damit im Achtelfinale ausgeschieden. Die Schalker hatten es zunächst mit einer massiven Mainzer Defensive zu tun und fanden kaum ein Durchkommen, Torchancen waren daher Mangelware. Die etwas überraschende Führung der Tuchel-Elf in der 30. Minute resultierte aus einem blitzschnellen Zuspiel von Szalai auf den allein gelassenen Caligiuri, der aus 18 Metern Hildebrand zum 0:1 überwand. Nach der Pause bekamen die Schalker mehr und mehr Oberwasser: Nachdem Obasi in der 74. Minute eine Hundertprozentige nicht nutzen konnte, machte es Huntelaar eine Zeigerumdrehung besser und traf nach Zuspiel von Marica zum Ausgleich. Doch die Freude währte nicht lange: Nach einem langen Ball von Kirchhoff brachte Müller die Rheinhessen erneut in Führung. Auf Schalker Seite war noch ein Lattentreffer von Fuchs aus 30 Metern zu verzeichnen, die Niederlage konnten sie jedoch nicht mehr verhindern. Mainz-Trainer Thomas Tuchel, der nach einem rüden Foul von Jones an Caligiuri an einer Rudelbildung um den Schalker beteiligt war und ab der 66. Minute auf der Tribüne Platz nehmen musste, zog mit dem Sieg in der Schalker Arena erstmals in ein Pokal-Viertelfinale ein.

Bilder zum Achtelfinale des DFB-Pokals
Bayer enttäuscht, Dortmund zaubert
Marco Reus und Mario Götze (re.)
Sunnyboys

Kumpel Marco Reus ließ es sich nicht nehmen, mit Mario Götze, der am Ende erstmals in seiner Profi-Karriere dreimal traf, zu feiern.
© Getty Images

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19.12.12
 
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