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08.02.2012, 22:22

Dortmund ohne Mühe in Kiel

Aus für Hertha, Fürth jubelt, Bayern souverän

Das erste Pokal-Halbfinalticket ging nach Dortmund: Der Meister beendete die Kieler Träume von der nächsten Sensation früh und extrem souverän. Am Mittwoch folgte zunächst Greuther Fürth nach dem Sieg gegen dezimierte Hoffenheimer, ehe Lucien Favre mit Gladbach bei seinem Ex-Klub Hertha nach Verlängerung nachzog - wenn auch glücklich. Ohne Mühe setzte sich der FC Bayern beim VfB Stuttgart durch und komplettiert die Runde der letzten Vier.

Khalid Boulahrouz (l.) kann Franck Ribery nicht stoppen.
Nur zugeschaut: Khalid Boulahrouz (l.) kann Franck Ribery nicht stoppen.
© picture allianceZoomansicht

FCB lässt nichts anbrennen

Der FC Bayern steht zum 23. Mal im Halbfinale des DFB-Pokals, das am kommenden Samstagabend im Aktuellen Sportstudio des ZDF ausgelost wird. Nationalspielerin Kim Kulig ist die Losfee. Die Sendung beginnt um 23.00 Uhr. Die Runde der letzten Vier findet am 20. und 21. März statt.

Der Rekordpokalsieger (15 Titel) nahm die Pokalhürde in Stuttgart souverän. "In einem einzigen Spiel hat man immer die Möglichkeit zu gewinnen, wenn man an seine Grenzen geht", meinte Bruno Labbadia vor der Partie, seiner Mannschaft wurden aber die Grenzen aufgezeigt. Nichts wurde es mit dem Geburtstagsgeschenk für den VfB-Trainer. Die schon im ersten Durchgang dominierende Heynckes-Elf setzte ihr klares Chancenplus gegen einen mut- und harmlosen VfB nach einer halben Stunde in die Pausenführung um - auch ohne Schweinsteiger, der verletzt raus musste. Nach Wiederanpfiff führte ein Blitzstart der Gäste alle guten Vorsätze der Schwaben schnell ad absurdum. Ohne große Mühe verwaltete der FCB danach den Vorsprung und ist in der nächsten Runde.

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Hertha: Aus nach umstrittender Roter Karte

Das Viertelfinale am Mittwoch bei seinem Ex-Klub Hertha BSC war für Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre nur eine Etappe auf dem Weg ins Endspiel an selber Stelle - allerdings eine ganz schwere. Die in der Bundesliga in der Rückrunde unter Michael Skibbe noch punktlosen Herthaner hatten vor allem in Durchgang eins gegen zu passive Borussen Vorteile und auch die besseren Chancen. Nachdem in Durchgang zwei keine Tore fielen, ging es in die Verlängerung. Dort gerieten Hubnik und de Camargo aneinander - im Berliner Strafraum. Dr. Brych zog zur Verwunderung der Herthaner Rot für Hubnik und zeigte auf den Punkt. Daems ließ sich die Chance nicht nehmen. Ramos bot sich zwar noch die Riesenchance für die Skibbe-Elf, doch Wendt sorgte für die Entscheidung. Die "Fohlen" springen in die nächste Runde, Berlin ist beim Finale im heimischen Stadion nur Zuschauer.

Fürth: Der nächste Coup!

Die SpVgg Greuther Fürth steht erstmals im Halbfinale des DFB-Pokals. Der Zweitligist setzte sich bei Bundesligist Hoffenheim mit 1:0 durch und feiert nach dem Coup beim großen fränkischen Nachbarn 1. FC Nürnberg (1:0) im Achtelfinale nun auch bei den Kraichgauern. Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts, blieben vor dem Tor aber ohne Erfolg. Kurz nachdem Schmidtgal den Ball von der Fürther Torlinie kratzte, wurde es turbulent: Rudelbildung mit anschließendem Platzverweis für 1899-Akteur Compper. Der Zweitligist nutzt noch vor der Pause die Überzahl und ging mit einem 1:0 in die Kabine. Die dezimierte TSG probierte im zweiten Durchgang alles, verabschiedet sich allerdings aus dem Wettbewerb und kann so die Diskussion um Trainer Holger Stanislawski nicht beenden.

Störche rausgeflogen: Dortmund steht im Halbfinale

Lewandowski, Kagawa, Schmelzer und Leitner (v.l.) jubeln in Kiel
Winterspaziergang an der Ostsee: Shinji Kagawa jubelt mit den Kollegen Lewandowski, Schmelzer und Leitner.
© imago

Was Cottbus, Duisburg und Mainz nicht gelang, hat Borussia Dortmund fast mühelos geschafft: Der Bundesliga-Spitzenreiter schoss am Dienstag im Holstein-Stadion nicht nur als erstes Gästeteam im Turnierverlauf ein Tor, sondern verabschiedete Viertligist Kiel auch locker aus dem DFB-Pokal. Schon nach 18 Minuten war das Ticket so gut wie gelöst: Lewandowski lenkte auf knochenhartem Geläuf Perisics verunglückten Seitfallzieher ins Tor (11.), Kagawa durfte dank Piszczeks Übersicht unbedrängt unter die Latte schießen (18.).

Danach ließen die laufstarken Dortmunder den Ball laufen, die Kieler mühten sich in ihrem ersten Pflichtspiel 2012 vergeblich. Mit Barrios' Joker-Abstaubertor zum 3:0 (80.) waren die letzten Zweifel beseitigt, Perisic machte den 4:0-Enstand mit einem indirekten Freistoß perfekt (87.) - Dortmund steht erstmals seit 2008 im Halbfinale! Damals verloren die Schwarz-Gelben anschließend im Finale gegen die Bayern (1:2 n.V.).

Fotostrecke zum Viertelfinale
Fürth feiert im Kraichgau - Bayern souverän weiter
Holger Stanislawski
Mir schwant nichts Gutes...

Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski steht derzeit im Kraichgau unter Kritik und hatte auch im Pokla-Viertelfinale gegen Fürth wenig Grund zur Freude. Seine Vorahnung trügt nicht...
© picture-alliance

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08.02.12
 
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