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10.07.2012, 09:35

Chemnitz: Acht Neue sollen Garbuschewskis Abgang kompensieren

Das verflixte zweite Jahr?

Lange Zeit träumte der Chemnitzer FC im Premierenjahr vom Durchmarsch. Coach Gerd Schädlich sieht das nicht als Hypothek an. Von seinen acht Neuzugängen erhofft sich der 59-Jährige einen spielerischen Fortschritt. Allerdings muss der CFC den Abgang von Topscorer Ronny Garbuschewski kompensieren. Vielleicht auch eine Chance? "Ich denke, dass wir jetzt schwe­rer ausrechenbar sind", meint Kapitän Carsten Sträßer.

Gerd Schädlich
Acht Neuzugänge: Gerd Schädlich geht optimistisch ins zweite Drittligajahr.
© imagoZoomansicht

Die Frage nach dem ver­flixten zweiten Jahr hört Trainer Gerd Schädlich gar nicht so gern. Auch wenn es mitunter passiert, dass ein Liga-Neuling unter­schätzt wird, er im Premieren­jahr am Ende besser als gedacht dasteht und im zweiten Jahr oft gegen den Abstieg kämpft, ant­wortet der Coach des CFC gleich unmissverständlich: "Das wäre doch wieder ein Alibi für die Spieler. Das liegt doch an jedem selbst. Mit dem FSV Zwickau", so Schädlich, "bin ich Mitte der 90er-Jahre im zweiten Jahr in der 2. Liga Fünfter geworden."

Deshalb sieht der Trainer sei­nen Klub im zweiten Drittligajahr weder in einer besonders guten, noch besonders schlechten Aus­gangslage. Mit insgesamt acht Neuzugängen hat die Mann­schaft ohnehin ein neues Gesicht bekommen. Kapitän Carsten Sträßer glaubt auch nicht, dass der CFC - der in der Vorsaison am Aufstieg schnupperte und als Neunter endete - von der Konkurrenz unterschätzt wurde: "Die 3. Liga ist sowieso eine Wundertüte. Wir sind selbst ver­antwortlich, wie es laufen wird. Fest steht, diese Liga ist kein Selbstläufer. Wir müssen Woche für Woche 100 Prozent abliefern."

Saison 2012/13: Wer steigt auf? Wer steigt ab?

Mit den Neuen erhofft sich Schädlich einen spielerischen Fortschritt. Und mit dem Abgang von Top-Scorer Ronny Garbuschewski (acht Tore/18 Vorlagen) nach Düsseldorf soll aus der Not eine Tugend gemacht werden: "Ich denke, wir sind in der Of­fensive qualitativ und quantitativ besser aufgestellt. In der letzten Saison lief vieles über Ronny. Wenn er einen schlechten Tag hatte, wurde es für uns schwer", meint Sträßer und prognostiziert: "Ich denke, dass wir jetzt schwe­rer ausrechenbar sind."

Vor allem dank Maik Kegel und Anton Makarenko, die allerdings wegen Krankheit und Verletzung nicht die komplette Vorbereitung absolvieren konn­ten, sowie Tino Semmer soll es fußballerisch einen Schritt nach vorn gehen. Auch Sascha Pfeffer bringt Offensivpotenzial mit. Jo­sip Landeka schickt sich an, für die Defensive eine Verstärkung zu werden.

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Saisonziel wird erst später ausgegeben

"Ich hoffe, dass Spie­ler wie Kegel einen Schritt nach vorn machen und nicht das ewi­ge Talent bleiben. Sie müssen es aber selbst wollen", sagt der Trai­ner, der schon so manch "schwie­rigem Spieler" auf die richtige Bahn verholfen hat. Taktisch will Schädlich mit zwei Systemen (ein oder zwei Stürmer), je nach Geg­ner, Heim- oder Auswärtspartie und dem zur Verfügung stehen­den Personal, spielen lassen. Ob seine Neuen gut einschla­gen und welches Ziel letztlich angepeilt werden soll, möchte der Trainer allerdings erst nach zehn Spieltagen oder vielleicht sogar erst in der Winterpause verkünden.

"Bisher waren die Spieler keinen nervlichen Belas­tungen ausgesetzt, die Gegner noch nicht so stark. Zudem ist die 3. Liga ziemlich unberechenbar", erklärte der 59-jährige Trainer­fuchs. Nur so viel steht fest: Ein verflixtes zweites Drittligajahr soll der Chemnitzer FC nicht erleben.

Jens Wohlgemuth

10.07.12
 

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