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02.02.2012, 09:48

Wehen Wiesbaden: Auch unter Lettieri geht es nicht vorwärts

SVWW: Zwei Jahre Stillstand

Am 9. Februar 2010 hat Gino Lettieri (45) Wehen Wiesbaden von Hans Werner Moser übernommen. Nach der Niederlage gegen Aalen (1:3) steht der Klub wieder im Tabellenkeller.

SVWW-Trainer Gino Lettieri
Ungemütliche Zeiten: SVWW-Trainer Gino Lettieri.
© imagoZoomansicht

Gino Lettieri ist mit Wehen Wiesbaden wieder dort, wo er den Klub vor fast genau zwei Jahren übernommen hat: im Tabellenkeller der 3. Liga. Damals schaffte es der aus Weiden gekommene Fußballlehrer, die Mannschaft mit einer Mischung aus Emotionalität und Härte für den Abstiegskampf zu stählen und schließlich die Klasse zu halten.

Doch diese Register hat der Italo-Bayer in dieser Saison schon gezogen, dazu kommen disziplinarische Höchststrafen wie Suspendierungen. Gebracht hat das bis heute nicht den gewünschten Erfolg: Tut sich im Mittelfeld ein Lichtblick auf, schwächelt die Abwehr, steht die einigermaßen, bringen die Stürmer den Ball nicht im Tor unter. Das Resultat: 26 Punkte aus 22 Spielen und der erhoffte Leistungsschub nach der Winterpause blieb aus. Unter dem Strich: zwei Jahre Stillstand.

Immer wenn wir mal in Führung gehen, schalten wir sofort einen Gang zurück.Mittelfeldspieler Zlatko Janjic

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Lettieri und dem mit ihm als Verantwortlicher für die Kader-Zusammenstellung in der Kritik stehenden Geschäftsführer Wolfgang Gräf fällt nicht viel mehr ein, als um Geduld zu bitten. Die Saison hat der SVWW ohnehin als eine im Abstiegskampf abgehakt. Einziges Ziel: so schnell wie möglich das rettende Ufer zu erreichen. Doch warum schafft es die prominent besetzte Mannschaft nicht oder nur in Ansätzen, ihr Potenzial abzurufen?

"Immer wenn wir mal in Führung gehen, schalten wir sofort einen Gang zurück", meinte Mittelfeldspieler Zlatko Janjic nach der jüngsten Niederlage gegen Aalen. Klingt ein wenig, als wollten die Spieler sich mit geringem Aufwand den Ertrag sichern. Doch spätestens, wenn man mit einer solchen Einstellung die Klasse gehalten hat, sollte man diese Philosophie überdenken.

Fehlende Hierarchie

Doch sowenig wie der Trainer in der vom Verletzungspech durchzogenen Hinrunde eine erste Elf gefunden hat, so wenig hat sich eine gesunde Hierarchie im Team entwickelt. Die ist auch deshalb durcheinandergeraten, weil Führungsspieler der vergangenen Saison gegangen sind. Teils war das, wie bei Fabian Schönheim und Daniel Brosinski, nicht zu verhindern, teils aber auch vom Verein forciert.

Die ständigen, sportlich sicher oft nachvollziehbaren Wechsel in der Startformation verunsichern die Spieler, die ohnehin an sich zweifeln. Und geht dann eine eigentlich gar nicht so schlechte Partie wie die gegen Aalen in die Hose, schwindet auch der letzte Rest Zuversicht. Ein Teufelskreis, aus dem derzeit keiner einen Ausweg findet.

Carsten Dietel

02.02.12
 
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weitere Infos zu Lettieri

Vorname:Gino
Nachname:Lettieri
Nation: Italien
Verein:SV Wehen Wiesbaden

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