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26.01.2012, 10:05

Heidenheim: Jäger und Gejagte zugleich

Schmidt in einer Doppelrolle

Durch seine Wintereinkäufe hat sich der 1. FC Heidenheim zum Aufstiegs-Mitfavoriten gemausert - doch die neuen Ansprüche blieben beim bitteren 0:3 in Chemnitz sprichwörtlich im Schnee stecken. Nun steht der FCH zwischen Anspruch und Wirklichkeit - für Trainer Frank Schmidt kein Problem.

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Frank Schmidt (Heidenheim)
Will der hohen Erwartungshaltung gerecht werden: Heidenheims Trainer Frank Schmidt.
© imago Zoomansicht

Ein verunglückter Rückpass von Innenverteidiger Florian Tausendpfund, der einen Platzverweis für Torhüter Frank Lehmann und das frühe 0:1 zur Folge hatte, machte alle guten Vorsätze schneller zunichte als gedacht.

"Nach 40 Sekunden waren fünf Wochen Vorbereitung über den Haufen geworfen", ärgert sich Trainer Frank Schmidt, der ebenso "bedient" war wie die ganze Mannschaft. "Wir haben uns für dieses erste Spiel viel vorgenommen, aber das Gegenteil ist passiert. Das macht es umso frustriertender", meint stellvertretend Linksverteidiger Ingo Feistle.

Frustverarbeitung war diese Woche angesagt. Am Samstag gegen Oberhausen muss viel gutgemacht werden, sollen die Aufstiegsambitionen nicht schon vorzeitig erledigt sein. Die Erwartungshaltung ist in Heidenheim nach wie vor hoch. Während der Winterpause wurden über 500 zusätzliche Dauerkarten verkauft.

Coach Schmidt sieht sich und sein Team jetzt sowohl in der Rolle des Jägers als auch des Gejagten, weil nach den hochkarätigen Transfers und dem klaren Bekenntnis, vorne angreifen zu wollen, eine andere öffentliche Wahrnehmung entstanden sei: "Damit müssen wir klarkommen", sagt er, betrachtet die neue Situation aber auch als Herausforderung. Als positiv denkender Mensch beschäftige er sich nicht allzu sehr "mit der Frage, was alles schiefgehen könnte".

Thomas Grüninger

26.01.12
 
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