Wegen des Fehlverhaltens einzelner Fans
DFB bittet Gladbach und Erfurt zur Kasse
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sowohl Bundesligist Borussia Mönchengladbach als auch Drittligist Rot-Weiß Erfurt zu Geldstrafen verurteilt. Die Borussia muss nach Pyrotechnik-Einsatz ihrer Fans beim Ligaspiel in Köln (3:0) 8.000 Euro überweisen, die Thüringer müssen den selben Betrag entrichten.

17. Dezember, Jena: Erfurter Fans schleudern Bengalos in den Stadioninnenraum.
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Gladbach hat dem Richterspruch vom Mittwoch zugestimmt. Gleich mehrfach hatten Anhänger der Borussia in Köln gegen die Richtlinien verstoßen und Knallkörper, Rauchpulver und Bengalische Feuer gezündet.
Auch Erfurt wurde indes "wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger bei seinen Auswärtsspielen in Oberhausen und Jena" zu einer Geldstrafe von insgesamt 8000 Euro verurteilt. Ein Viertel der Summe rekrutiert sich aus dem Zünden von pyrotechnischen Gegenständen beim Spiel in Oberhausen (1:0) am 3. Dezember kurz nach der Halbzeitpause. Zudem sei eine bengalische Fackel auf das Feld geworfen worden.
Rot-Weiß drohen härtere Strafen
Am 17. Dezember kam es im thüringischen Derby in Jena (0:1)zu Zwischenfällen. Auch hier wurden im Erfurter Block Bengalische Feuer gezündet, Böller flogen in den Stadioninnenraum, ein Feuerwehrmann erlitt ein Knalltrauma. Hierfür wurde Rot-Weiß mit 6000 Euro Strafe belastet. Strafmildernd sei eingeflossen, dass Spieler und Präsident in Jena versuchten, mäßigend auf die eigenen "Anhänger" einzuwirken. Anschließend habe der Klub bei der Täterermittlung geholfen und sich persönlich bei dem Feuerwehrmann entschuldigt.
Weil Rot-Weiß wiederholt auffällig geworden ist, drohen dem Drittligisten jedoch künftig härtere Strafen wie Zuschauer-Ausschluss bei Heim- oder Auswärtsspielen.
Video zum Themakicker.tv Hintergrund- 17.01., 15:27 Uhr
Keine Kompromisse - keine Pyrotechnik
Mit dem Slogan "Bürotechnik ist kein Verbrechen" versuchten Fans zuletzt den Einsatz von Pyrotechnik in Stadien zu bagatellisieren. Doch die Verbände wollen keine Kompromisse. Sowohl der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach als auch DFL-Boss Reinhard Rauball sind sich einig: Feuerwerkskörper sind gefährlich und haben in Stadien nichts zu suchen.
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