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20.11.2009, 11:08

Aue: Trainer Rico Schmitt vor dem Spitzenspiel gegen Burghausen

"Wir wollen neue Höhen erreichen"

Nach drei sieglosen Spielen verpasste der FC Erzgebirge Aue zuletzt den Sprung auf den Relegationsplatz. Am Samstag empfangen die Veilchen im Spitzenspiel den Tabellenzweiten Wacker Burghausen. Mit einem Sieg würde sich Aue an die Spitzengruppe herantasten. Im kicker-Interview spricht Rico Schmitt (41), Trainer des FC Erzgebirge, über die Bedeutung des Spitzenspiels.

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Aues Trainer Rico Schmitt
"Man tut gut daran, sich nach unten abzusichern": Aues Trainer Rico Schmitt stapelt vor dem Spitzenspiel tief.
© imago Zoomansicht

kicker: Herr Schmitt, mit der Favoritenrolle kam Aue zuletzt nicht klar. Sind Sie froh, dass Sie nun wieder der Außenseiter sein dürfen?

Rico Schmitt: Die letzten Spiele haben gezeigt, wie eng es in dieser Liga zugeht. Mit Burghausen kommt eine Spitzenmannschaft. Wir wollen an die Tugenden anknüpfen, die uns in den erfolgreichen Wochen ausgezeichnet haben, und möglichst als Sieger vom Platz gehen.

kicker: Nach sechs Siegen aus sieben Spielen blieb Ihre Mannschaft zuletzt dreimal ohne Dreier. Beunruhigt Sie diese Serie?

Schmitt: Wir haben am vergangenen Wochenende mit dem Sieg im Landespokal einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht, auch wenn wir gegen Oberligist Lok Leipzig nur denkbar knapp gewonnen haben. Aber wie die Mannschaft aufgetreten ist, gekämpft und sich nach dem Tor gemeinsam gefreut hat, stimmt mich optimistisch.

kicker: Bis zum 13. Spieltag kassierte Ihr Team lediglich zwölf Gegentore, in den letzten drei Partien waren es sieben - warum schwächelt die einst so starke Defensive plötzlich?

Schmitt: Wir haben zu viele einfache Gegentore kassiert. Da nützt es nichts, wenn man, wie wir in den vergangenen sieben Spielen, immer zumindest ein Tor erzielt. Wir müssen uns Strategien neu erarbeiten, was die Verteidigung betrifft, und wieder konzentrierter zu Werke gehen.

kicker: Sie richten immer wieder den Blick Richtung Tabellenende. Ist das bewusste Tiefstapelei?

Schmitt: Burghausen sagt auch, dass man möglichst schnell erst einmal die Punkte für den Klassenerhalt einfahren will. Man tut gut daran, sich nach unten abzusichern, auch wenn der Blick immer nach oben gerichtet sein sollte. Auch wir wollen neue Höhen erreichen.

kicker: Beim 1:2 in Kiel saß Torjäger Najeh Braham erstmals auf der Bank. Hat er nach dieser Denkpause die richtige Reaktion gezeigt?

Schmitt: Das war keine Denkpause, sondern eine taktische Entscheidung. Jeder Spieler muss begreifen, dass er nichts Besonderes, sondern ein Teil dieser Mannschaft ist. Najeh ist mit sieben Treffern unser bester Torjäger. Er hat wie die anderen Stürmer auch ordentlich trainiert. Ich werde mich aber erst am Spieltag entscheiden.

Olaf Morgenstern

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20.11.2009, 11:08
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