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17.02.2009, 18:22

Erfurt: DFB spricht Geldstrafe aus

Erfurt verhängt Strafen

Drittligist Rot-Weiß Erfurt greift durch: Nach den Krawallen im Thüringer Derby bei Carl Zeiss Jena haben in einer Sitzung Präsidium, Trainer, Manager, Kapitän sowie der Erfurter Fanbeauftragte gemeinsam ein lebenslanges Stadionverbot gegen 21 Hooligans beantragt. Die Partie in Jena musste wegen des Anzündens von Rauchbomben und Feuerwerkskörpern für fünf Minuten unterbrochen werden. Auch der DFB ergriff nun Maßnahmen.

Die Aktion in Jena stieß auch bei den Erfurter Spielern auf keine Gegenliebe.
Die Aktion in Jena stieß auch bei den Erfurter Spielern auf keine Gegenliebe.
© imagoZoomansicht

Die Erfurter müssen ihr Ligaspiel am Samstag gegen den VfR Aalen unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen und zusätzlich 10.000 Euro Geldstrafe zahlen. RWE darf für das Spiel gegen Aalen nur 1500 Karten an einheimische Anhänger und 300 Karten an Gäste-Fans verkaufen.

Die Stehplatzbereiche bleiben geschlossen. Die Anhänger aus Erfurt müssen aus Sicherheitsgründen auf Sitzplatz-Tribünenplätze platziert werden, die Anhänger des Gastvereins in räumlich davon getrennten Sektoren. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

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Die Erfurter hatten angekündigt, dass im Falle einer Geldstrafe "alle überführten Straftäter" auf Schadensersatz verklagt werden würden. Die betroffenen Personen wurden über Videoaufnahmen identifiziert und gehören der Gruppierung "Erfordia Ultras" an. Der Verein verhängte gegen alle Mitglieder dieser Gruppierung ein Stadionverbot bis zum Saisonende. Diese Hausverbote sollen auch bei allen Auswärtsspielen der Erfurter gelten.

Zudem soll gegen diese über den DFB ein bundesweites Stadionverbot verhängt werden. Künftig soll das Mitbringen oder Verwenden von pyrotechnischen Erzeugnissen im eigenen Steigerwaldstadion mit einem sofortigen lebenslangen Hausverbot geahndet werden, das gleichfalls zu einem bundesweiten Stadionverbot führen soll.

Unterdessen hat sich ein Erfurter Fanbündnis aus mehreren Fanklubs von den Zwischenfällen in Jena distanziert. In einem offenen Brief heißt es: "Der Zwischenfall torpediert die leidenschaftliche Arbeit des aktuellen Präsidiums sowie den großen Kampfgeist, den die Mannschaft am Samstag in Jena gezeigt hat."

Für das kommende Heimspiel gegen den VfR Aalen haben sie alle Erfurter Fans dazu aufgerufen, sich deutlich von "den so genannten Ultras" zu distanzieren.

17.02.09
 
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kicker-Sportmagazin

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