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Derbyheld Schad: "Kann man sich nicht besser vorstellen"

3. Liga - 16.02. 17:50

Kaum eine Redewendung hätte für diese Situation besser gepasst: Profis und Verantwortliche des 1. FC Kaiserslautern empfanden den 1:0-Erfolg im Südwestderby beim Karlsruher SC als "Balsam für die Seele". Gar nicht mehr das Grinsen aus dem Gesicht bekam Derbyheld Dominik Schad.

Überglücklicher Matchwinner: Mit seinem ersten Profitor entschied Dominik Schad das Südwestderby. © Getty Images

Kurz standen die FCK-Profis in einem Kreis zusammen, ehe sie in einen kleinen Jubeltanz übergingen. Anschließend suchten sie, wohl so gerne wie nicht oft in dieser Saison, den Weg in die Fankurve. Im Auswärtsblock hatte natürlich kaum ein Anhänger bereits den Heimweg angetreten. Alle wollten diesen Derbysieg in vollen Zügen auskosten. Ermöglicht hatte das Schad, der das Leder nach 76 Minuten zum entscheidenden 1:0 trocken ins kurze Eck nagelte.

Für den 21-Jährigen war es das erste Profitor seiner noch jungen Karriere. Einen äußerst besonderen Anlass hatte er sich dafür ausgesucht. Nach dem gemeinsamen Feiern mit den Fans sprach Schad am "Telekom Sport"-Mikrofon von einem "Wahnsinns-Erlebnis" und einer "richtig guten mannschaftlichen Leistung". Der Derbysieg sei einfach "Balsam für die Seele". Dass es gerade sein allererster Treffer im Profibereich war, runde die Sache ab. "Das kann man sich nicht besser vorstellen", erklärte Schad mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Auf die Frage, ob er sich nun das Spielgerät sichere, antwortete der bei der SpVgg Greuther Fürth ausgebildete Verteidiger schnell: "Die drei Punkte sind wichtiger als der Ball." Nun sei es aber daran, am nächsten Sonntag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Zwickau nachzulegen.

Ebenfalls bereits an die kommenden Aufgaben dachte Sascha Hildmann, dem die Zufriedenheit über den Sieg ins Gesicht geschrieben war. "Das tut wahnsinnig gut - und war auch völlig verdient", stellte der FCK-Coach klar. Speziell nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft "mutig nach vorne gespielt" und sich durch Schads Tor "belohnt".

Hildmann: "Der Sieg ist aber nicht viel wert, wenn..."

Ausgelassene Feier: Die FCK-Profis jubeln mit den Fans. © Getty Images

"Wir genießen die Zeit jetzt mal", erklärte Hildmann, um direkt anzufügen: "Der Sieg ist aber nicht viel wert, wenn wir gegen Zwickau nicht nachlegen." Besonders angetan zeigte sich der gebürtige Lautrer von der Defensive der Pfälzer. "Ich fand unsere Abwehr heute bockstark. Sie hat fast nichts zugelassen", lobte der 46-Jährige. Auch bei ruhenden Bällen habe sich die gesamte Mannschaft "reingefetzt".

Eines störte Hildmann an diesem sonnigen Nachmittag aber doch. Der FCK habe nämlich mal wieder vergessen, rechtzeitig den Deckel draufzumachen. Hildmann dachte da allen voran an die Doppelchance von Christian Kühlwetter und Janek Sternberg in der 85. Minute. "Da dürfen sie gerne ein Tor erzielen", so Lauterns Coach. Es sei einfach schade, dass sich die Pfälzer "immer quälen" müssten, um den Ball mal über die Linie zu drücken.

msc

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