Wann fallen wieder Tore in FCC-Spielen?

Wiedersehen mit Wissensvorsprung: Kwasniok und der KSC

3. Liga - 08.02. 11:24

Nur das bessere Torverhältnis trennt Carl Zeiss Jena aktuell von einem Abstiegsplatz. Nach drei torlosen Unentschieden trifft der FCC am Samstag auf Aufstiegsanwärter Karlsruher SC - für drei Jenaer ein ganz besonderes Spiel.

Zurücklehnen nur in der PK: Carl Zeiss Jena und Trainer Lukas Kwasniok. © imago

Für ein FCC-Trio geht es am Samstag auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld gegen den Ex-Klub. Sowohl Trainer Lukas Kwasniok als auch die Spieler Jannis Kübler und Pierre Fassnacht haben eine KSC-Vergangenheit. Kübler (2008-2016 beim KSC) ist in Karlsruhe geboren und spielt seit Januar für Jena. "Meine Familie weiß noch nicht so recht, wem sie wohl die Daumen drücken soll. Aber dass ich mich über ein erfolgreiches Spiel gegen den KSC freuen würde, steht ja wohl außer Frage", sagte der 19-Jährige im Vorfeld der Partie.

Auch Fassnacht ist im Winter gekommen , auch er hat schon für den KSC gespielt (2005-2016). Im Gegensatz zu Kübler (zwei Einsätze) wartet er noch auf sein Pflichtspieldebüt für den neuen Arbeitgeber. Aber: Seine 90 Minuten beim Testspiel-Sieg unter der Woche gegen Dynamo Dresden (3:0) stellten den Coach zufrieden. "Er ist für Samstag eine mögliche Option", wird Kwasniok auf der Klubwebsite des FCC zitiert.

"Konter- und Fehlervermeidungsspiel"

Der Trainer selbst war mit seiner Familie 1988 aus Polen nach Karlsruhe gekommen und spielte bis zur U 18 für den KSC. Später war der 37-Jährige Fußballlehrer im NLZ der Badener. Er kennt den Ligazweiten in- und auswendig und sieht dies auch als Vorteil für Samstag: "Wir wissen, was uns mit dem KSC erwartet. Der KSC hingegen weiß es von uns nicht." Kwasniok weiß, dass Karlsruhe "eine hohe Qualität" hat und "aus wenig sehr viel machen kann", bezeichnete die Strategie der Elf von Trainer-Kollege Alois Schwartz als "Konter- und Fehlervermeidungsspiel".

Günther-Schmidt fällt weiter aus

Er selbst ließ sich am Donnerstag im Rahmen der Pressekonferenz nicht in die Karten schauen. Aus personeller Sicht ist immerhin klar: Julian Günther-Schmidt und Michael Schüler stehen nach Verletzungen ebenso nicht zur Verfügung wie der erkrankte Felix Brügmann; hinter Fabien Tchenkoua (Probleme mit dem Fußgelenk) steht ein Fragezeichen.

Dass ein womöglich schwer zu bespielender Rasen in Jena dem Außenseiter FCC in die Karten spielen könnte - der Karlsruher Manuel Stiefler skizzierte dies unter der Woche -, sieht Kwasniok gänzlich anders: "Ich kann den Karlsruhern versprechen, dass sie in Jena einen guten Platz vorfinden werden." Die Thüringer erwarten rund 6000 Zuschauer, davon bis zu 700 aus Karlsruhe. Die heimischen Fans würden gerne wieder ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln. Zuletzt trafen Wolfram und Günther-Schmidt (2) beim 3:1-Sieg bei 1860 München am 16. Dezember - seither gab es drei torlose Unentschieden in Drittliga-Partien mit dem FCC.

aho

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