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01.12.2018, 12:00

Kaiserslautern trennt sich von seinem Trainer

FCK reagiert: Frontzeck muss gehen

Michael Frontzeck ist nicht mehr Trainer des Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer haben auf das 0:5-Debakel in Unterhaching reagiert und den 54-Jährigen mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Der Fritz-Walter-Klub wartet seit vier Spielen auf einen Sieg und hat den Anschluss nach oben längst verpasst.

Michael Frontzeck
Nicht mehr Trainer des 1. FC Kaiserslautern: Michael Frontzeck.
© imagoZoomansicht

Nach 33 Pflichtspielen ist für Frontzeck, der am 1. Februar 2018 vom erkrankten Jeff Strasser übernommen hatte, auf der sportlichen Kommandobrücke des FCK Schluss. Die heftige 0:5-Pleite in Unterhaching am Freitagabend brachte das Fass für die Verantwortlichen des Traditionsklubs zum Überlaufen. Nach dem Absturz im Sommer in die Drittklassigkeit, den Frontzeck mit sieben Siegen und zwei Unentschieden in 15 Spielen nicht verhindern konnte, hatten die Roten Teufel das Saisonziel Wiederaufstieg ausgegeben, hinken den eigenen Ansprüchen aber gewaltig hinterher.

"Wir haben nach dem gestrigen Spiel viele Gespräche zwischen der sportlichen Leitung und dem Aufsichtsrat geführt und die aktuelle Situation und die Möglichkeiten ausgiebig analysiert. Die jüngsten Entwicklungen, nicht zuletzt die Leistung beim 0:5 in Unterhaching, haben uns dazu bewogen, neue Impulse zu setzen. Diese Entscheidung ist uns schwergefallen, zumal wir nach den Siegen gegen Uerdingen und in Aalen eine positive Entwicklung beobachten konnten. Der Eindruck der vergangenen vier Spiele hat in Summe jedoch dazu geführt, dass wir uns für einen Wechsel auf der Trainerposition entschieden haben", begründete Martin Bader, Geschäftsführer Sport, die Entscheidung, nimmt aber auch die Mannschaft in die Pflicht. "Nach den Auftritten gegen Cottbus, in Rostock und gegen Wehen Wiesbaden war allen die Bedeutung des Spiels in Unterhaching bewusst. Leider hat sich jedoch die Mannschaft in keiner Weise so präsentiert, wie wir es von Spielern im FCK-Trikot erwarten."

"Michael Frontzeck hat das Traineramt auf dem Betzenberg in einer sehr schwierigen Situation übernommen, mit der Mannschaft 23 Punkte in der Rückrunde geholt und mit dafür gesorgt, dass der FCK mit einer positiven Grundstimmung und viel Optimismus in die Dritte Liga gestartet ist. Obwohl Kontinuität für uns eine sehr wichtige Rolle spielt, haben die intensive Analyse der aktuellen Situation und der Eindruck der vergangenen Spiele einen negativen Trend aufgezeigt, den es unbedingt zu stoppen gilt. Daher haben wir uns für die Trennung von Michael Frontzeck entschieden", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf.

Das 0:5 in Unterhaching war nicht nur die höchste Saisonniederlage, sondern auch das vierte sieglose Spiel in Folge (0/1/3). "Ich bin fast 35 Jahre im Geschäft und es gewohnt, im Wind zu stehen", hatte Frontzeck vor dem Gang nach Unterhaching die Kritik an seiner Person abprallen lassen, nach der deftigen Abfuhr im Sportpark übernahm er "die Verantwortung - und Feierabend".

Frontzeck hat sich bereits am Samstagvormittag von der Mannschaft verabschiedet. Über einen Nachfolger wollen die Roten Teufel "zeitnah informieren".

nik/jer

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