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06.11.2018, 12:39

Streit mit Teilen der Fanszene eskaliert

Fortuna-Investor Schwetje droht mit Rückzug

Fortuna Köln durchlebt momentan unruhige Zeiten: Erst mussten die Domstädter ihren Trainer Uwe Koschinat zum SV Sandhausen ziehen lassen, dann misslang der Einstand von Nachfolger Tomasz Kaczmarek gründlich: Der 34-Jährige kassierte im ersten Spiel mit seiner neuen Mannschaft eine 0:7-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden. Die Klatsche hat nun abseits des Sportlichen weitere Folgen: Investor Michael Schwetje droht mit Rücktritt. Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit Teilen der Fanszene.

Michael Schwetje
Richtete sich in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit: Fortuna-Investor Michael Schwetje.
© imagoZoomansicht

Am Rande des Fortuna-Heimspiels gegen den SVWW sah sich Schwetje Diffamierungen "von insbesondere zwei Fangruppierungen" ausgesetzt, wie er in einem offenen Brief auf der Vereinswebsite beklagt. "Dies ist für mich persönlich höchst verletzend und meiner Frau und meinen Kindern (7 und 9 Jahre) absolut nicht zuzumuten. Ich wünsche keinem von denjenigen, die gestern ihre Parolen geschrien haben, dass sie einmal auf der anderen Seite stehen und dies ihrer Familie erklären dürfen", schreibt der Investor darin. "Wenn es mir keinen Spaß mehr macht, zu einem Heimspiel der Fortuna zu gehen und ich Angst haben muss, dass meine Familie dabei unglücklich wird, dann ist es Zeit, über Konsequenzen nachzudenken", droht Schwetje, der seit zehn Jahren Geld in den Drittligisten investiert.

Spruchbanner im Cottbus-Heimspiel sorgt für Ärger

Hintergrund für den Konflikt mit Teilen der Fanszene ist der Streit um ein Banner, dass im Kölner Zuschauerbereich beim Heimspiel gegen Energie Cottbus gezeigt wurde. Das Spruchband ("Gib brauner Energie keine Chance! Im Hambi, in Cottbus, überall") sei beim Verein nicht angemeldet worden, weshalb die Fortuna bis Ende März befristete Hausverbote für zwei Kölner Fans verhängt hatte. "Ich bin auch weiterhin der Auffassung, dass die Verhängung von Hausverboten in diesem Zusammenhang richtig war, da wir ansonsten einen Präzedenzfall geschaffen hätten und künftig bei jeder politisch motivierten Aussage darüber diskutieren müssten, ob diese angemessen ist", so Schwetje, der allerdings Wert darauf legt, dass das Hausverbot "nicht für den konkreten Inhalt des Banners ausgesprochen" worden sei.

Schwetje sieht keine Gesprächsbasis mehr

Trotzdem entzündete sich ein tiefgehender Streit, der nun eskaliert ist. "Ich habe es in den letzten Jahren nie geschafft, in einen vernünftigen Dialog mit diesen beiden Fangruppierungen und ihren Wortführern zu kommen, zu gering ist das gegenseitige Verständnis für die Beweggründe des anderen. Nach dem gestrigen Tag gibt es nun aber auch keine Basis mehr für eine vernünftige Gesprächsatmosphäre", so Schwetje. "Es tut mir leid für alle, denen Fortuna am Herzen liegt, aber der gestrige Tag hat viel größere Narben hinterlassen als dies eine einzelne Niederlage jemals könnte."

pau

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Vereinsdaten

Vereinsname:Fortuna Köln
Gründungsdatum:21.02.1948
Mitglieder:1.200 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Am Vorgebirgstor 2
50969 Köln
Telefon: (02 21) 93 64 18 0
Telefax: (02 21) 17 06 70 36
Internet:http://www.fortuna-koeln.de


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