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21.09.2018, 14:25

Maßnahme greift schon in der laufenden Saison

DFB führt Financial Fairplay in der 3. Liga ein

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat auf seiner Sitzung am Freitag die Einführung von Financial Fairplay in der 3. Liga beschlossen. Es wird auch einen neuen Nachwuchsfördertopf geben.

3. Liga
Financial Fairplay und Nachwuchsförderung: Die Drittligisten erhalten Geld vom DFB.
© imagoZoomansicht

Der DFB will zu einer verbesserten wirtschaftlichen Situation in der 3. Liga beitragen und auch die Talentförderung optimieren. Aus diesem Grund führt der Verband noch in dieser Saison einen neuen Nachwuchsfördertopf sowie das Financial Fairplay ein.

Beide Maßnahmen haben ein finanzielles Volumen von insgesamt 3,5 Millionen Euro brutto, das an die 20 Vereine der 3. Liga ausgeschüttet wird. Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagte am Freitag: "Der Nachwuchsfördertopf und das Financial Fairplay sind weitere wichtige Schritte auf dem Weg, die 3. Liga fortzuentwickeln und ihre Strukturen zu festigen. In beiden Fällen handelt es sich bewusst um Belohnungssysteme, die in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen entwickelt wurden. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von nachhaltigem Arbeiten und Wirtschaften."

Nachwuchsfördertopf: Plus von 2,0 Millionen Euro

Der neue Nachwuchsfördertopf enthält 2,95 Millionen Euro brutto und damit 2,0 Millionen Euro mehr als zuvor. Über eine allgemeine Nachwuchsförderung werden pauschal 50.000 Euro pro Jahr an jeden Verein der 3. Liga zum Aufbau oder zur Weiterentwicklung eines Leistungszentrums ausgeschüttet.

Das neue Modell berücksichtigt auch die Einsatzzeiten von U-21-Spielern mit deutscher Staatsangehörigkeit. Erstes Kriterium bei der Förderung ist das Leistungszentrum. Nach Abzug dieser Zuschüsse wird der verbliebene Restbetrag im Nachwuchsfördertopf komplett für Einsatzzeiten der U-21-Spieler in der 3. Liga ausbezahlt.

Die Ausschüttung erfolgt laut DFB-Mitteilung vom Freitag nach Ablauf einer Saison bis zum 30. September und fließt in den gemeinnützigen Bereich der jeweiligen Vereine ein.

Financial Fairplay: Geld aus zwei Töpfen

Das Financial Fairplay in der 3. Liga orientiert sich zum einen daran, ob ein Verein ein positives wirtschaftliches Saisonergebnis erzielt hat, zum anderen, wie hoch seine Planungsqualität war. Insgesamt werden über das Financial Fairplay bis zu 550.000 Euro ausgeschüttet, wobei sich die Summe zu jeweils 50 Prozent auf die beiden genannten Kriterien verteilt. 275.000 Euro werden an die Klubs mit positivem Saisonergebnis ausgezahlt und 275.000 Euro an die Vereine, die ihr angepeiltes Saisonergebnis eingehalten oder sogar übertroffen haben. Ein Klub, der in beiden Kategorien die Anforderungen erfüllt, partizipiert entsprechend aus beiden Töpfen. Der getroffene Beschluss des DFB-Präsidiums zum Financial Fairplay in der 3. Liga gilt ebenso wie der veränderte Nachwuchsfördertopf bereits für die aktuelle Saison.

aho/dfb

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