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11.09.2018, 17:33

Karlsruhe: Finanzen bereiten dem Traditionsverein Sorgen

Wellenreuther: "Es gibt keine dramatischen Finanzprobleme"

Der Wind in Karlsruhe wird rauer. In der Liga will es beim badischen Traditionsverein in dieser Saison noch nicht wirklich laufen. Sieben Punkte aus sechs Partien, erst ein Sieg, Tabellenplatz 14 - so die ernüchternde Bilanz. Zu den sportlichen Problemen hatten sich in den letzten Tagen Stimmen aus dem Karlsruher Umfeld gesellt, die von immensen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Vereins berichten.

Ingo Wellenreuther
Hat mit viel Gegenwind zu kämpfen: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.
© imagoZoomansicht

"Unsere finanzielle Situation ist in der 3. Liga nicht einfach zu bewältigen, aber wir haben sie im Griff. Es gibt keine dramatischen Finanzprobleme", beruhigte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther die Gemüter gegenüber dem SWR. Seit Wochen herrscht bei den KSC-Fans Katerstimmung. Nach dem verpassten direkten Wiederaufstieg in der Relegation zur 2. Bundesliga war die Hoffnung rund um den Wildpark groß, die wirtschaftlich so wichtige Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus in dieser Spielzeit zu bewältigen. Doch der verpatzte Saisonstart war ein Stimmungskiller. In Karlsruhe begann etwas zu wabern - durch die Niederlage im letzten Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte brach es aus. "Wellenreuther raus"-Rufe hallten nach der ersten Saisonniederlage durch den Wildpark. Schön ist das natürlich nicht, aber der Präsident kann damit leben. Womit er allerdings ganz und gar nicht leben kann und möchte, sind die Gerüchte, die in den vergangenen Tagen durch die Presse geisterten. Diese Vermutungen veranlassten den KSC am Montagmittag gar zu der Veröffentlichung einer mehrseitigen Pressemitteilung.

Vize-Präsident Pilarsky unterstützt den KSC weiterhin

Vermutet worden war, dass Geldgeber Günter Pilarsky sein Engagement beim KSC überdenke. Der Vize-Präsident hatte in der Vergangenheit immer wieder Finanzlöcher gestopft. "Das ist an den Haaren herbeigezogen. Günther Pilarsky steht zu uns und hilft", entgegnete Wellenreuther den Gerüchten um einen Rückzug des Unternehmers gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten.

Klamme Kassen schmerzen den Klub

Die Kassen beim Karlsruher SC sind ziemlich klamm und das, obwohl der Verein in den letzten Jahren immer wieder Talente wie beispielsweise Hakan Calhanoglu und Philipp Max aus dem eigenen Nachwuchs verkaufen konnte. Wiederholt musste Geld in Abfindungen gesteckt werden. Seit dem Ende der Kauczinski-Ära im Juli 2016 ist Alois Schwartz bereits der siebte Trainer auf der KSC-Bank. Mit den verschiedenen Trainern kamen und gingen die unterschiedlichen Spielphilosophien, viel Geld wurde in Auflösungsverträge für nicht mehr in das Konzept passende Spieler gesteckt. Hinzu kommen die Verluste bei den TV-Geldern. Während in der 2. Bundesliga bis zu zehn Millionen Euro an den KSC flossen, sind es eine Liga darunter nur noch 800.000 Euro. Der verpasste Wiederaufstieg schmerzt also doppelt.

Neues Stadion für bessere Zukunft

Im Moment belaufen sich die Verbindlichkeiten nach Klubangaben auf knapp fünf Millionen Euro. Trotzdem sei der Vollumbau des Wildparks laut Wellenreuther keineswegs in Gefahr. Für die Zukunft des KSC nimmt der geplante 130-Millionen-Euro-Umbau eine entscheidende Rolle ein - ohne ein neues Stadion ist Profifußball in Karlsruhe nur schwer darstellbar. Die einfachste Lösung der derzeitigen Situation, so Wellenreuther, sei die sportliche: so schnell wie möglich zurück in die 2. Liga zu gehen. Je eher, desto besser. Mit einer ähnlichen Aufholjagd wie in der letzten Spielzeit könnte der Sprung eine Etage höher gelingen. Die erste Hürde, die es auf diesem Weg zu überspringen gilt, heißt am Samstag Osnabrück.

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Vereinsdaten

Vereinsname:Karlsruher SC
Gründungsdatum:06.06.1894
Mitglieder:7.351 (17.07.2017)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Adenauerring 17
76131 Karlsruhe
Telefon: (07 21) 9 64 34 50
Telefax: (07 21) 9 64 34 69
E-Mail: info@ksc.de
Internet:http://www.ksc.de

Wildparkstadion

Stadionkapazität: 28.754

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