Am Dienstag wartet Burghausen

Spitzenreiter Unterhaching: "Die Brust wird breiter"

3. Liga - 03.09. 12:41

Nicht die Absteiger aus Kaiserslautern und Braunschweig, nicht die Favoritenteams aus Karlsruhe und Wehen und auch nicht die ambitionierten Aufsteiger aus München und Krefeld grüßen nach dem 6. Spieltag von der Spitze der 3. Liga. Ohne große Namen und laute Ansagen hat sich die SpVgg Unterhaching am Wochenende die Tabellenführung gesichert. Für die Verantwortlichen der Bayern ist die ungewohnte Rolle als Gejagter Bestätigung und Herausforderung zugleich.

Schulterschluss: Unterhachings Spieler feiern nach dem Sieg gegen Braunschweig die Tabellenführung mit den eigenen Fans. © imago

"Der Punktestand und die Entwicklung der Mannschaft sind gut", befand Präsident Manfred Schwabl nach dem souveränen 3:0 über Absteiger Braunschweig, durch das Unterhaching erstmals seit September 2012 wieder auf dem ersten Platz der 3. Liga steht. "Wir wollen den Tabellenstand aber nicht überbewerten", übt sich Schwabl in Understatement. Die Mannschaft indes genoss den Moment, ließ sich nach Abpfiff von den Fans mit "Spitzenreiter"-Sprechchören feiern. "Das ist ein schönes Gefühl", so Kapitän Josef Welzmüller.

Nach sechs Partien sind die Oberbayern noch immer ungeschlagen, nehmen die Spitzenposition somit mit in die Länderspielpause. "Die Brust wird breiter", erklärt Trainer Claus Schromm nach den jüngsten Erfolgserlebnissen. Dennoch sieht er auch mögliche Schwierigkeiten, die sich aus der neuen Rolle für sein Team ergeben könnte. "Der Respekt der Gegner wird jetzt größer. Damit müssen wir klarkommen", benennt Schromm die Herausforderung, die nun auf ihn und seine Spieler zukommt.

Neuauflage im Dauerduell mit Burghausen

Das Zurechtfinden in der Favoritenrolle kann Unterhaching bereits am Dienstag trainieren. In der 3. Runde des bayerischen Verbandspokal tritt die SpVgg bei Wacker Burghausen an. Keine leichte Aufgabe, denn auch das Team von der österreichischen Grenze legte einen starken Saisonstart hin, liegt in der Regionalliga Bayern auf Tabellenplatz zwei. "Die Herausforderung am Dienstag wird sein, dass wir den guten Lauf aus dem Ligabetrieb zur Seite legen. Der volle Fokus gilt jetzt dem Pokalwettbewerb, was immer eine K.O.-Situation mit sich bringt", wird Schromm auf der Vereinswebsite zitiert.

Sein Team sieht er dennoch gut vorbereitet. "Wir wissen, was auf uns zukommt, denn wir waren in den letzten Jahren öfter in Burghausen", so Schromm. In den vergangenen 15 Jahren ist es erst die dritte Saison, in der Unterhaching und Burghausen nicht in der gleichen Spielklasse antreten. Zuletzt begegneten sich die beiden Teams im Frühjahr 2017 in der Regionalliga Bayern, damals siegte Unterhaching mit 1:0, stieg am Ende der Saison auf. Wenige Wochen zuvor hatte Burghausen im Verbandspokal jedoch die Oberhand behalten.

mib/rmf

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