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01.09.2018, 13:25

Energie Cottbus verliert beim TSV 1860 München

Wollitz: "Es fehlt an Gier, Verrücktheit und Besessenheit"

Der FC Energie Cottbus hat im Flutlichtduell am Freitagabend beim TSV 1860 München gut mitgespielt, stand letztlich aber dennoch ohne Zähler da (0:2). Seit nunmehr vier Partien sind die Lausitzer nun sieglos. FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz, der durchaus "positive Ansätze" aus der bayerischen Landeshauptstadt mitnahm, übte sich anschließend jedoch in Durchhalteparolen.

Claus-Dieter Wollitz
Unzufrieden: Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der Pleite in München.
© imagoZoomansicht

"Wir haben bis zum 0:1 eigentlich vieles richtig gemacht", erklärte Wollitz nach Abpfiff am Mikrofon von "Telekom Sport". "Wir waren sehr präsent, hatten viele Abschlüsse, gute Standardsituationen und ein gutes Umschaltverhalten." In der Tat standen die Lausitzer den Gastgebern aus München quasi in Nichts nach - nicht einmal in puncto Aluminiumtreffern: Scheiterte Herbert Paul in der 15. Minute noch am Querbalken, tat es ihm Cottbus' Marcelo Freitas mit einem schön getretenem Freistoß gleich und setzte diesen ebenfalls an die Latte (32.).

Standard München, Eigentor Cottbus

Dass es im Fußball durchaus einmal vorkommen kann, ein Eigentor zu kassieren, das wusste auch Wollitz ("Das kann immer passieren"). Doch, trotz des Wissens, dass die Münchner brandgefährliche Standards auf Lager haben, konnten sie ein ebensolches Gegentor nicht verhindern - sehr zum Ärger des Trainers: "Wir haben uns gut vorbereitet. Bei der Aktion, als Alessandro Abruscia vor der Ausführung über den Ball läuft, dürfen wir nicht zurückgehen. Das war der Fehler", so Wollitz. Und tatsächlich fruchtete diese schon so häufig gesehene Finte der Hausherren, Fabian Graudenz verlängerte unglücklich und bugsierte das Leder in die eigenen Maschen 1:0 (33.).

Wir müssen verinnerlichen, dass wir diese Fehler auf dem Niveau, erst Recht nicht Freitagabend vor 15.000 Zuschauern, zulassen dürfen.Claus-Dieter Wollitz

"In der Halbzeit waren wir total überzeugt, dass wir das Spiel drehen", berichtete Wollitz über die Stimmung in der Kabine, die kurz nach Wiederanpfiff einen weiteren, im Nachhinein betrachtet, spielentscheidenden Dämpfer, bekam: "Gerade, als wir offensiv wechseln wollen, kriegen wir ein so dummes Tor. Das darf natürlich nicht passieren. Das sage ich der Mannschaft schon die ganze Zeit." Das sei, so Wollitz, auch der Unterschied zur vergangenen Spielzeit, als der FC Energie in der Regionalliga Nordost noch souverän Meister geworden war: "Wir müssen verinnerlichen, dass wir diese Fehler auf dem Niveau, erst Recht nicht Freitagabend vor 15.000 Zuschauern, zulassen dürfen."

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Allerdings, so schilderte es der Coach, sei er vom Ansatz positiver gestimmt, als das noch letzte Woche der Fall gewesen sei. "Ich weiß, dass wir etwas verbessern müssen, aber wir haben heute einen kleinen Anfang gemacht. Es war nicht gut, denn, wenn es richtig gut gewesen wäre, dann hätten wir was mitgenommen." So machte der gebürtige Brakeler "die letzte Gier im Strafraum, die letzte Verrücktheit und Besessenheit" als Attribute aus, die seiner Elf gefehlt hätten, um an diesem Abend im Aufsteiger-Duell Zählbares mitzunehmen.

Erst Landespokal, dann kommt die SGS

Nun heißt es für Energie jedoch erst einmal durchschnaufen: "Ich habe der Mannschaft gesagt, sie soll das Wochenende genießen, einfach mal abschalten, die Seele baumeln lassen." Und dann geht es am kommenden Wochenende im Landespokal gegen den Angermünder FC, ehe am 15. September die SG Sonnenhof Großaspach in Cottbus gastiert. Dort will der Trainer dann wieder voll angreifen, denn: "Glauben Sie mir, wir in der Lausitz sind stark. Wir sind bereit. Wir bleiben nicht liegen - wir fallen hin, stehen aber wieder auf."

kög

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