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11.01.2018, 13:04

Unterhachings Präsident über die Zukunft der SpVgg

Schwabl: "Wenn noch was anbrennt, sind wir selber schuld"

Die SpVgg Unterhaching steht als Aufsteiger vor dem Start der Restrunde der 3. Liga auf einem bemerkenswerten fünften Platz. Nur zwei Zähler beträgt der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz, den aktuell der SV Wehen Wiesbaden belegt. Präsident Manfred Schwabl ist zufrieden, will aber nicht über Aufstiegschancen sprechen: "Lasst es uns lieber nachhaltig anpacken."

Manfred Schwabl
Sieht keine Abstiegsgefahr: Unterhachings Präsident Manfred Schwabl.
© imagoZoomansicht

Dass die SpVgg Unterhaching nach dem Aufstieg aus der Regionalliga direkt einen so guten Start in der 3. Liga hinlegte, überrascht Schwabl nicht: "Man konnte schon vor der Relegation sehen, wie sich diese Mannschaft entwickelt", sagte der 51-Jährige vor kurzem in einem Interview mit dem "Münchner Merkur". "Die Burschen sind so fokussiert und leisten auch jetzt in der 3. Liga Außergewöhnliches. Es entsteht was, aber ich bleibe dabei: Wir sind erst am Anfang des Weges, wobei das Fundament gelegt ist."

34 Punkte nach 20 Spielen können sich für einen Liganeuling sehen lassen, auch wenn der Kader mit Spielern wie Ex-Bundesligastürmer Stephan Hain sehr gut bestückt ist.

Diesen Kader will Schwabl höchstens punktuell verstärken, denn man wolle nichts "auseinanderreißen". "Nach dem ersten Jahr muss man sich dann unter Umständen in die Augen schauen und sagen: 'Es langt nicht mehr.' Aber Stand heute haben sich wahnsinnig viele Spieler für die nächste Saison qualifiziert." Als Neuzugang käme nur ein Spieler in Frage, der "uns sofort weiterbringt und nicht nur in der Breite verstärkt".

Verkauf von Spielern? "Wir haben keinen Druck"

An den Verkauf von Spielern denkt er hingegen überhaupt nicht. "Wenn jemand umgekehrt einen unserer Leistungsträger haben will, braucht er gar nicht erst anzurufen. Das Telefonat kann man sich getrost sparen. Wir haben keinen Druck, zu verkaufen."

Trotz der aktuell guten Platzierung denkt Schwabl aber nicht über einen möglichen Durchmarsch in die 2. Liga nach: "Ich habe erst vor Weihnachten das erste Mal die Tabelle richtig studiert: 17 Punkte Abstand nach unten. Extrem groß. Extrem beruhigend. Wenn da noch was anbrennt, sind wir selber schuld", sagt der Ex-Bundesligaprofi. Alles andere sei ihm egal. Viel wichtiger sei, die Sache "nachhaltig" anzupacken. "Wenn wir nach oben gehen, müssen wir dafür auch gerüstet sein."

Ausgliederung als wichtiger Schritt

Als einen wichtigen Schritt auf dem weiteren Weg sieht Schwabl die Ausgliederung des Profibereichs. "Bezahlter Fußball als gemeinnütziger Verein? Da kannst du gleich zusperren! In Österreich darfst du sogar nur noch mit Kapitalgesellschaften im bezahlten Fußball spielen", betont er. Sollte die Ausgliederung an einem Veto scheitern, würde Schwabl zwar nicht hinwerfen, aber auf lange Sicht nicht weitermachen. "Ich bin kein Fahndel im Wind. Ohne Ausgliederung endet die SpVgg im Amateursport. Meine künftige Vorstellung ist, wie wir es jetzt planen: Bezahlter Fußball und dazu Breitensport. Das geht nur mit der Ausgliederung."

kid

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3. Liga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
11. FC Magdeburg34:1846
 
2SC Paderborn 0747:2444
 
3SV Wehen Wiesbaden40:1736
 
4Hansa Rostock27:1934
 
5SpVgg Unterhaching33:3134
 
6Fortuna Köln33:2533
 
7SG Sonnenhof Großaspach29:2831
 
8Karlsruher SC20:1730
 
9VfR Aalen26:2428
 
10Würzburger Kickers29:3128
 
11SV Meppen25:2728
 
12Carl Zeiss Jena23:2824
 
13Hallescher FC27:2922
 
14Sportfreunde Lotte24:2722
 
15VfL Osnabrück21:2921
 
16FSV Zwickau20:3221
 
17Preußen Münster18:2818
 
18Werder Bremen II18:3217
 
19Chemnitzer FC26:3716
 
20Rot-Weiß Erfurt10:2712

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