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10.11.2017, 15:30

Zerwürfnis mit dem Aufsichtsrat

Erfurt: Präsident Rombach tritt zurück

Das Führungschaos beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt hat am Freitag seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden: Auf einer Pressekonferenz gab Präsident Rolf Rombach seinen Rücktritt bekannt. Diesen Schritt begründete er mit internen Konflikten zwischen dem Präsidium und dem Aufsichtsrat.

Rolf Rombach
Nicht mehr Präsident von Rot-Weiß Erfurt: Rolf Rombach.
© imagoZoomansicht

In den vergangenen Wochen war der Druck auf Rombach stark gewachsen. Neben Erfurts sportlicher Krise - aktuell rangiert der Verein nach 15 Spieltagen mit zehn Punkten auf dem letzten Platz der 3. Liga - befinden sich die Thüringer auch in wirtschaftlichen Turbulenzen. Der Schuldenstand soll sich auf rund 6,5 Millionen Euro belaufen. Unter anderem deshalb wurde Rombach am 1. November vom Aufsichtsrat - allerdings ohne Nennung von Gründen - abgesetzt. Einen Tag später übernahm Frank Nowag, Mitglied jenes Aufsichtsrats, den Präsidenten-Posten. Allerdings kehrte Rombach nach zwei Tagen und einer Aussprache wieder zurück.

Mitgliederversammlung am 1. Dezember

Nun allerdings machte er eine erneute Kehrtwende und legte sein Amt aus eigener Motivation nieder. "In diesem Moment geht meine Rücktrittserklärung an Herrn Kästner als Aufsichtsratsvorsitzenden", betonte Rombach auf der Pressekonferenz. Zugleich hob er hervor, dass der Konflikt zwischen dem Präsidium und dem Kontrollgremium zu seinem Entschluss geführt habe.

"Ich habe als Präsident immer das Wohl des Vereins in den Mittelpunkt meiner Arbeit gestellt. Nach den öffentlichen Auseinandersetzungen der vergangenen Woche habe ich einer überraschenden Übereinkunft am letzten Wochenende zugestimmt", erklärte Rombach in einer Mitteilung. "Unsere einvernehmliche Absicht war es, sachlich und zielorientiert die Neuausrichtung des RWE zu gestalten und gemeinsam Lösungen für die bestehenden Probleme zu finden. Die Berichterstattungen der vergangenen Tage haben mich entsetzt. Ich habe den Eindruck, auch in der gemeinsamen Besprechung am 04.11.2017 von Teilen der Führungsgremien aus Aufsichtsrat und Präsidium getäuscht und benutzt worden zu sein. Die falschen Darstellungen hinsichtlich der Überschuldung des Vereins sowie die 'mögliche Rückholaktion des ehemaligen Trainers Krämer', haben nur einen Zweck, eine Person zu diffamieren, mögliche Stimmungen aufzunehmen, um ein gutes Image für sich persönlich zu gewinnen."

Das Chaos bei RWE geht damit weiter. Bereits im Oktober war Vizepräsident Thomas Kalt zurückgetreten und hatte auf Probleme mit dem Aufsichtsrat verwiesen. Nun steht dem Klub am 1. Dezember eine turbulente Mitgliederversammlung bevor.

pau/dpa

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Pl. VereinTorePkte.
1SC Paderborn 0740:1737
 
2Fortuna Köln26:1331
 
31. FC Magdeburg22:1431
 
4SV Wehen Wiesbaden31:1030
 
5SpVgg Unterhaching28:2128
 
6SG Sonnenhof Großaspach22:2024
 
7SV Meppen20:2024
 
8Hansa Rostock16:1222
 
9Karlsruher SC17:1722
 
10VfR Aalen20:1820
 
11Hallescher FC22:2417
 
12Sportfreunde Lotte18:2117
 
13Chemnitzer FC21:2416
 
14Carl Zeiss Jena15:2116
 
15FSV Zwickau15:2516
 
16Preußen Münster16:2114
 
17Werder Bremen II13:2514
 
18Würzburger Kickers15:2813
 
19VfL Osnabrück13:2613
 
20Rot-Weiß Erfurt9:2210

Vereinsdaten

Vereinsname:Rot-Weiß Erfurt
Gründungsdatum:26.01.1966
Mitglieder:2.292 (01.07.2017)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Arnstädter Straße 28
99096 Erfurt
Telefon: (03 61) 34 76 60
Telefax: (03 61) 34 76 628
Internet:http://www.rot-weiss-erfurt.de/


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