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23.04.2017, 15:55

34. Spieltag: Wahnsinn in Duisburg - Jahn vergibt zwei Elfmeter

Erfurt muss sich mit Punkt begnügen - Zwickau in der Spur

Erfurt hat am Sonntag zum Abschluss des 34. Spieltags einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst, gegen Münster blieb es torlos. Zwickau konnte gegen Fortuna Köln wieder auf Torjäger König vertrauen. Dramen gab es am Samstag: Spitzenreiter Duisburg drehte einen 0:2-Rückstand binnen acht Minuten in einen Sieg, Regensburg verschoss zwei Elfmeter und musste die siegreichen Kieler und Magdeburger vorbeiziehen lassen. Im Keller jubelte Steffen Baumgart bei seinem Paderborn-Einstand.

Erfurt fehlen weiter die Tore - König bringt Zwickau auf Kurs

Münsters Sebastian Mai gegen Erfurts Carsten Kammlott
Münsters Sebastian Mai gegen Erfurts Carsten Kammlott.
© imago

Die Sicherung der Drittliga-Zugehörigkeit stand beim Duell Erfurt gegen Münster am Sonntag im Mittelpunkt. Insbesondere die Thüringer müssen noch ein paar Punkte sammeln - im Heimspiel gegen die Preußen gab es aber nur einen. Die Rot-Weißen konnten auf Tyrala zurückgreifen, dessen Einsatz nach einem Sehneneinriss im Fuß fraglich gewesen war. Doch auch er konnte die RWE-Offensive nicht entscheidend mit Leben füllen. Erfurt zeigte den Willen, kam aber nur schwer zu Abschlüssen. Die beste Chance hatte der eingewechselte Uzan in der 90. Minute - sein Kopfball wurde kurz vor der Linie geklärt. Die Erfurter gehen nun mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge in die letzten vier Spieltage, Münster konnte einen Kontrahenten auf Distanz halten und hat ein beruhigenderes Neun-Punkte-Polster.

Nach zwei 1:2 Niederlagen in Liga und Landespokal ist der FSV Zwickau in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen Fortuna Köln begannen die Sachsen gut und kamen durch einen König-Doppelschlag zu einer 2:0-Pausenführung. Nach Wiederbeginn wendete sich aber das Blatt: Fortuna Köln stemmte sich gegen die Niederlage und machte die Begegnung durch Dahmanis Anschlusstreffer noch einmal spannend. Zwickau konnte das 2:1 aber halten und mischt damit im Kampf um den für den DFB-Pokal berechtigenden vierten Platz weiter mit.

MSV: Erst schlecht, dann furios

Hajri nach seinem Tor zum 3:2 für Duisburg
Spiel gedreht! Hajri macht das Duisburger Acht-Minuten-Comeback gegen den FSV Frankfurt perfekt.
© imagoZoomansicht

"Oh, wie ist das schön!", sangen die Fans des MSV Duisburg am Samstag, als der Halbzeitpfiff ertönte - und es war bittere Ironie: Ihre Zebras, der Tabellenführer, lag gegen den Vorletzten FSV Frankfurt, der 2017 erst einen Sieg eingefahren und zuletzt einen Insolvenzantrag gestellt hatte, völlig verdient mit 0:2 zurück. Kader (12.) und Bahn (20.) trafen, dem MSV fiel nichts ein, die Fans pfiffen. Der nächste Rückschlag im Aufstiegsrennen? Mitnichten: Nach der Pause fanden die Gastgeber, beflügelt durch einen Doppelwechsel und immer mehr Gäste-Fehlern, doch noch ins Spiel. Onuegbu nutzte einen Torwartpatzer (54.), Streker unterlief ein Eigentor (58.), und Hajri, der den rotgesperrten Wolze ersetzte, profitierte nach einer Ecke von einem Stellungsfehler (62.): drei Tore binnen acht Minuten, Spiel gedreht, Platz eins gefestigt! Zum Schluss sah Stark dann noch Gelb-Rot (90.).

Ducksch traumhaft: Kiel jetzt Zweiter

Neuer Zweiter ist jetzt Holstein Kiel: Die Störche, beste Defensive der Liga, blieben gegen Chemnitz nicht nur zum neunten Mal in Folge ungeschlagen, sondern fuhren einen verdienten 2:0-Sieg ein. Ducksch, der schon vor dem Seitenwechsel den Pfosten getroffen hatte, nagelte den Ball per Dropkick traumhaft zur Führung unter die Latte (56.), Drexler machte den entscheidenden Doppelschlag perfekt (59.). Die Gäste, die ohne Kapitän Conrad (Zerrung) und Dabanli (Knieprobleme) auskommen mussten, verpassten wohl die letzte Chance, noch einmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

Beck entscheidet Verfolgerduell - und zieht an Rotsünder Röser vorbei

FCM-Kapitän Christian Beck (l.) lässt sich für sein 1:0 feiern
Der Kapitän macht's: Christian Beck (l.) brachte Magdeburg gegen Großaspach zweimal in Führung.
© imagoZoomansicht

Punktgleich mit den Kielern bleibt der 1. FC Magdeburg, der im Verfolgerduell gegen Großaspach drei "Big Points" landete. Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg war diesmal Kapitän Beck beim knappen 2:1-Erfolg zweimal aus kurzer Distanz zur Stelle (6./68.) und übernahm mit nun 15 Treffern die Führung in der Torjägerliste. Der bisherige Primus, Großaspachs Röser, nahm sich selbst aus dem Rennen: Für ein grobes Foulspiel sah er kurz vor der Pause Rot - und leitete damit die Niederlage seiner Mannschaft ein. Schicks Tor war am Ende zu wenig (34.).

Regensburger Nervenflattern: Zwei Elfmeter verschossen!

Locker hätte auch Regensburg, die nach Zwickau zweitbeste Rückrundenmannschaft, neuer Tabellenzweiter werden können - doch die Nerven spielten nicht mit! Beim 1:1 bei Wehen Wiesbaden verschossen die Schützlinge von Trainer Heiko Herrlich gleich zwei Elfmeter: Sowohl Thommy (84.) als auch Lais (90.+5) scheiterten an Keeper und Kapitän Kolke! Zuvor hatte Dams nach einer Ecke (56.) die Jahn-Führung (Thommy per Freistoß-Nachschuss, 32.) ausgeglichen. Kiel und Magdeburg haben jetzt je einen Punkt mehr als Regensburg.

Osnabrück blickt nach oben

Auf Rang fünf rutschte der VfR Aalen ab, der ohnehin weiter von einem Neun-Punkte-Abzug bedroht ist. In Osnabrück setzte es eine leistungsgerechte 0:1-Niederlage, der Goldene Treffer fiel kurz vor dem Pausenpfiff nach einem Engel-Kopfball, den Heider noch ins Netz stocherte. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen darf damit auch der VfL wieder nach oben blicken.

Traumeinstand für Baumgart in Paderborn

Im Keller war der SC Paderborn der große Gewinner, Steffen Baumgart erlebte gegen Lotte einen Traumeinstand als neuer SCP-Coach. Vor den Augen von Andre Schubert, einem von Baumgarts Vorgängern, gab Zolinski nach einem Freistoß früh die Richtung vor (8.), nach der Ampelkarte für Neidhart schienen die Hausherren endgültig auf Kurs zu sein (65.). Stattdessen glich Lotte drei Minuten später durch Nauber aus! Aber ein umstrittener, von Sebastian sicher verwandelter Handelfmeter (Dej) brachte den SCP zurück auf Kurs (72.), Soyak erzielte den 3:1-Endstand (82.). Aufatmen nach zuvor nur einem Sieg aus zwölf Spielen also - das rettende Ufer ist nur noch einen Punkt entfernt.

3000 Hansa-Fans feiern nächsten Dreier

Auf jenem Platz 17 bleibt Werder Bremen II kleben, das im großen Weserstadion eine 0:2-Niederlage gegen Rostock schlucken musste. Der FC Hansa, lautstark unterstützt von rund 3000 Fans, setzte seinen Aufwärtstrend fort; Andrist, der schon in der ersten Hälfte am Aluminium gescheitert war, traf gleich zu Beginn der zweiten Hälfte, Quiring an deren Ende. Bei nun zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge können die Rostocker für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen.

Mainz II wehrt sich: Sliskovic ärgert "Stammklub"

So gut wie abgestiegen ist Mainz II, dennoch versprach Trainer Sandro Schwarz vor dem Heimspiel gegen Halle "keine Tingel-Tour mit Freundschaftsspielcharakter". Und seine Spieler hielten sich dran: HFC-Leihgabe Sliskovic schnürte einen Doppelpack, Mainz gewann am Ende mit 3:2. Abstieg vertagt!

jpe/pau

Tabellenrechner 3.Liga
 
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3. Liga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1MSV Duisburg42:2861
 
2Holstein Kiel50:2455
 
31. FC Magdeburg47:3255
 
4Jahn Regensburg54:4454
 
5VfR Aalen48:3053
 
6VfL Osnabrück45:4052
 
7FSV Zwickau43:4352
 
8SG Sonnenhof Großaspach47:4349
 
9Chemnitzer FC49:4448
 
10Hansa Rostock41:3746
 
11Hallescher FC32:3146
 
12Sportfreunde Lotte42:4145
 
13Preußen Münster41:4045
 
14SV Wehen Wiesbaden35:4043
 
15Fortuna Köln35:5043
 
16Rot-Weiß Erfurt26:4040
 
17Werder Bremen II26:4737
 
18SC Paderborn 0735:5636
 
19FSV Frankfurt35:3933
 
201. FSV Mainz 05 II30:5430

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