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29.03.2016, 16:48

Kiels Abwehrspieler über die Lage bei Holstein

Schmidt: "Das war eine neue Situation"

Nach dem hauchdünn verpassten Aufstieg in der Vorsaison steht die aktuelle Spielzeit für Holstein Kiel ganz im Zeichen des Klassenverbleibs. Sechs Zähler Vorsprung auf den ersten der drei Abstiegsplätze bilden eine komfortable, aber bei noch sieben ausstehenden Partien keine gänzlich sichere Ausgangsposition. Warum Abwehrspieler Dominik Schmidt mit der bisherigen Spielzeit dennoch "nicht so unzufrieden" ist, wie er seinen persönlichen Saisonverlauf beurteilt und weshalb er sich nicht als Stinkstiefel sieht, verrät er im kicker-Interview.

Dominik Schmidt
Der Klassenverbleib als oberstes Ziel: Kiels Dominik Schmidt.
© picture allianceZoomansicht

Der bisherige Saisonverlauf Kiels gleicht dem einer wilden Achterbahnfahrt. Siege und Niederlagen wechseln sich beim Drittligisten beinahe im Gleichschritt munter ab. Kein Wunder also, dass die diesjährige Holstein-Mannschaft weiter wie eine Überraschungstüte daherkommt. Zuletzt ging es für die Störche wieder bergauf, wie die beiden Siege gegen die Aufstiegsaspiranten Aue (3:0) und Magdeburg (1:0) belegen. "Wenn man diese sechs Punkte abzieht, wären wir mitten im Abstiegskampf", weiß auch Schmidt um die Bedeutung der jüngsten Erfolge.

Einige unserer Spieler waren diese Härte nicht gewohnt.Dominik Schmidt, Holstein Kiel

Zuvor nämlich hatte Kiel gegen die Kellerkinder Hansa Rostock (0:1) und Energie Cottbus (1:2) verloren. Wie also ist diese Diskrepanz zwischen guten Auftritten gegen Spitzenteams und schlechten Leistungen gegen Abstiegskandidaten zu begründen? Für Schmidt liegt die Erklärung auf der Hand: "Wir sehen gegen Mannschaften, die versuchen, Fußball zu spielen, deutlich besser aus als gegen Teams, die tief stehen und über ihre Zweikampfhärte ins Spiel kommen." Zudem räumt der 28-Jährige kritisch ein: "Einige unserer Spieler waren diese Härte nicht gewohnt."

Auch was die aktuelle Tabellenplatzierung betrifft - derzeit belegt Kiel Rang zehn -, spricht der Abwehrspieler Klartext: "Man hat natürlich eine andere Erwartungshaltung gehabt." Zugleich aber relativiert er: "Aktuell stehen zehn Mannschaften hinter uns, von denen man einige dort nicht erwartet hätte. Deshalb darf man mit der bisherigen Saison nicht so unzufrieden sein."

Drei Toren in 23 Ligaspielen

Nicht nur für den Verein, sondern auch für Schmidt persönlich war es über weite Strecken keine leichte Spielzeit: "Es war nicht einfach", lässt der Ex-Münsteraner, der vor Saisonbeginn von den Preußen zu den Störchen wechselte, die Zeit Revue passieren. "Ich habe in Münster eine konstant gute Rolle gespielt, mich in Kiel aber oft auf der Bank wiedergefunden. Das war eine neue Situation." Eine, die Schmidt mit Bravour gemeistert hat. Schließlich kämpfte er sich zurück in die Mannschaft und kommt nach aktuell absolvierten 23 Ligaspielen auf drei Treffer und einen kicker-Notenschnitt von 3,33.

"Für mich war es wichtig, da zu sein, wenn der Trainer mich braucht. Das ist mein Job", erklärt der 28-Jährige. "Denn mir wurde in der Vergangenheit oft der Stempel aufgedrückt, ein Stinkstiefel zu sein, aber so sehe ich mich nicht."

Wie sich Schmidt stattdessen sieht, was ihm geholfen hat, die Ruhe zu bewahren und wie das Saisonziel der Kieler Störche für die abschließenden sieben Ligaspiele lautet, lesen Sie im kicker-Interview in der aktuellen Dienstag-Ausgabe.

fis/bk

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Vorname:Karsten
Nachname:Neitzel
Nation: Deutschland
Verein:Holstein Kiel