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24.03.2016, 13:50

War der Dreierpack für Aue sein Befreiungsschlag?

Köpke: "Ich war schon als Kind schlecht im Tor"

Der Name Köpke ist im deutschen Fußball tief verwurzelt. Bei Deutschlands drittem Weltmeister-Titel 1990 war Andreas Köpke bereits dabei, sechs Jahre später wurde er auch Europameister. Unabhängig von seinem Vater hat Pascal Köpke einen eigenen Weg eingeschlagen, will aber gerne ähnlich hoch hinaus. Einen neuen Anlauf dafür startet der 20-Jährige aktuell in Aue - wenn auch auf der "falschen" Position.

Will sich in Aues Angriff festbeißen: Stürmer Pascal Köpke (r., mit Simon Skarlatidis).
Will sich in Aues Angriff festbeißen: Stürmer Pascal Köpke (r., mit Simon Skarlatidis).
© picture allianceZoomansicht

Die Saison 2015/16 ist für Pascal Köpke bislang keine persönliche Erfolgsgeschichte, in der Vorrunde kam der Angreifer beim Karlsruher SC, wohin er erst vergangenen Sommer aus Unterhaching gewechselt war, sehr spärlich zum Einsatz. Warum? "Das ist schwer zu sagen. Ich bekam beim KSC nicht viele Chancen, mich zu beweisen, obwohl ich im Training immer 100 Prozent gegeben hatte", erklärt Köpke in einem Interview auf dfb.de. Um sich die nötige Wettkampfpraxis zurückzuholen, sann der Offensivmann im Winter auf eine Luftveränderung.

Doch auch nach seiner Ausleihe ins Erzgebirge lief nicht alles auf Anhieb rund. In seinen ersten sechs Einsätzen kam Köpke stets von der Bank, netzte nur beim 2:2 gegen Erfurt ein. Am vergangenen Wochenende beorderte ihn Aues Coach Pavel Dotchev dann erstmals in die Startelf - mit durchschlagendem Erfolg. Köpke traf beim 4:0 über Halle gleich dreimal ins Schwarze, verdiente sich damit die kicker-Note 1. "Ich fühle mich gut, bin topfit. Das war in meinen ersten Wochen in Aue noch nicht der Fall. Weil ich in Karlsruhe nicht viel Einsatzzeit bekommen hatte, war mein Fitnesszustand unmittelbar nach meinem Wechsel nicht optimal", konnte Köpke Dotchevs "späte" Startelf-Nominierung durchaus nachvollziehen.

"Wenn wir spielen wie gegen Halle, sind wir schwer zu schlagen"

Sein vorläufiges Zwischenziel: das Sachsenpokal-Finale. Dieser Weg geht aber nur über Spitzenreiter Dynamo Dresden, wo Aue am Sonntag (13.15 Uhr) gastiert. "Ich bin davon überzeugt, dass wir das Finale erreichen können. Wenn wir so spielen wie gegen Halle, sind wir ganz schwer zu schlagen", weiß Köpke. Anschließend gilt der Fokus dem Rennen um die ersten drei Plätze, da sieht es aktuell für Aue gut aus. Drei Zähler Vorsprung sind es auf den Dritten Osnabrück, gar derer sieben auf die Würzburger Kickers. "Wir wollen den Aufstiegsplatz im Endspurt mit aller Macht verteidigen", gibt Köpke die Marschroute vor.

Wachsen ihm im Endspurt Flügel? Pascal Köpke drängt auf einen Stammplatz.
Wachsen ihm im Endspurt Flügel? Pascal Köpke drängt auf einen Stammplatz.
© picture alliance

Oft genug wird Köpke auch im Erzgebirge noch auf seinen bekannten Vater Andreas angesprochen, beeinflusst wurde er aber bei seinem Berufswunsch nicht. "Ich wurde nie von meinen Eltern unter Druck gesetzt. Der von mir eingeschlagene Weg war komplett meine eigene Entscheidung", so Köpke, der nach Höherem strebt: "Es ist mein Traum, irgendwann einmal in der Bundesliga zu spielen. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich aber noch Zeit." Lediglich mit einem "direkten" Erbe wird es nichts mehr, schließlich stand sein Vater zwischen den Pfosten. Keine Option für den 20-Jährigen? "Ich war schon als Kind schlecht im Tor", kämpft Köpke lieber am anderen Ende des Platzes für sein großes Ziel.

msc

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weitere Infos zu Köpke

Vorname:Pascal
Nachname:Köpke
Nation: Deutschland
Verein:Erzgebirge Aue
Geboren am:03.09.1995