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28.02.2016, 15:56

27. Spieltag: SGD souverän - Werder überrascht

Nur ein Punkt für Aue - FCM stoppt den Trend

Am Sonntag musste sich Aufstiegsaspirant Aue gegen Erfurt mit einem Remis begnügen. Magdeburg beendete gegen Kellerkind Stuttgarter Kickers die Sieglos-Serie. Rostock hat am Samstag das brisante Duell in Cottbus mit 1:0 gewonnen und Energie in die Abstiegszone gedrückt. Ganz oben thront weiter Dresden nach dem klaren 4:0 über Fortuna Köln. Osnabrück festigt Rang drei, dahinter klafft schon eine kleine Lücke, weil Großaspach zu Hause gegen Bremen unterlag. Bereits am Freitag verpasste Schlusslicht VfB II gegen Halle den Dreier.

Torschützen unter sich: Aues Soukou gegen Erfurts Benamar (v.l.).
Torschützen unter sich: Aues Soukou gegen Erfurts Benamar (v.l.).
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Der Rückrundenbeste Erzgebirge Aue musste sich am Sonntag im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt mit einem 2:2 begnügen, bleibt aber vor Osnabrück auf Aufstiegsrang zwei. Die Sachsen setzten ihre Heimserie fort, sind im eigenen Stadion in dieser Spielzeit weiter ungeschlagen und nun auch 13 Partien hintereinander ohne Niederlage (7/6/0). Doch gegen Erfurt - das mit den Dreiern beim VfB II und gegen Würzburg im Rücken anreiste - sah es trotz Führung nicht gut aus, weil die Gäste die Partie drehten. Joker Köpke war es nach einem Pass in die Schnittstelle vorbehalten, den Ball im linken unteren Toreck zu versenken und so die Aue-Serien zu retten. "Wer Dresden bezwingt, kann auch in Aue bestehen", hatte RWE-Coach Stefan Krämer vor der Partie erklärt - sein Team hat bestanden.

Magdeburg trotzt der Beck-Flaute

Magdeburg kann doch noch gewinnen: Der beste Aufsteiger im Feld, zuletzt viermal in Folge sieglos (0/3/1), bleibt nach dem 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers zumindest in Tuchfühlung zu den Top 3. Die Durststrecke von Torjäger Beck (15 Tore) hielt zwar an - seit 543 Minuten ohne Treffer -, für den Mittelstürmer sprangen aber mit Ernst und Chahed andere in die Bresche. Für die Schwaben, die zuletzt nach sieben Punkten aus drei Spielen wieder Anschluss an das rettende Ufer hergestellt hatten, war es ein Rückschlag auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Andrist lässt die Kogge jubeln

Brisantes Duell im Abstiegskampf: Rostocks Kapitän Jänicke gegen Cottbus' Cretu (re.).
Brisantes Duell im Abstiegskampf: Rostocks Kapitän Jänicke gegen Cottbus' Cretu (re.).
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Der ominöse Strich trennte Energie Cottbus und Hansa Rostock, jede Menge Tradition verbindet die beiden Klubs. Am Samstag tauschte das Duo die Positionen, die Mecklenburger kletterten dank eines 1:0-Erfolgs auf einen Nichtabstiegsplatz, beim FCE setzt sich die Krise in verschärfter Form fort. Dennoch richtete FCE-Teammanager Ralf Lempke hinterher den Blick nach vorne: "Die Jungs haben gearbeitet, gekämpft, alles versucht. Deshalb können und werden wir jetzt nicht drauf hauen. Es geht schon am Mittwoch weiter. Mit der Leistung vom Samstag werden wir die nötigen Punkte zum Klassenerhalt holen", so Lempke auf der Cottbuser Homepage.

Andrist erzielte früh das einzige Tor der Partie, Cottbus lief dem Rückstand bis zum Ende erfolglos hinterher. Der neue Kapitän Sukuta-Pasu brachte den Lausitzern also kein Glück, die zudem auch aus einer Überzahlsituation in der Schlussviertelstunde (Wannenwetsch, Gelb-Rot, 79.) kein Kapital schlagen konnten.

SGS patzt erneut - Preußen drehen Spieß um

Der Trend zeigt nicht nur bei Cottbus nach unten, auch die SG Sonnenhof Großaspach kann ihr Punktekonto derzeit nicht so recht auffüllen. Die Schwaben verloren am Samstag überraschend zu Hause gegen Werder II und kassierten die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen. Bytyqi traf schon nach drei Minuten für den Aufsteiger, der sich ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen verschafft hat.

Preußen Münster konnte gegen den Chemnitzer FC einen Rückstand (Frahn) wettmachen und gewann noch mit 3:1. Die Hoffnung auf Rang drei lebt bei den Westfalen also noch. Nach zuvor drei sieglosen Spielen drehten Bischoff (Handelfmeter im Nachschuss), Grimaldi und Pischorn den Spieß um. Der CFC muss weiter bangen.

Der Höhenflug des VfL Osnabrück, der seit einem 1:3 am 4. Dezember bei Fortuna Köln ungeschlagen ist (4/4/0), ging auch am Samstag in Wiesbaden weiter. Beim zuvor zu Hause noch ungeschlagenen Remis-Spezialisten (13) SVWW trafen Savran und Alvarez für die Niedersachsen, die damit den Druck auf Erzgebirge Aue erhöhten. Die Wiesbadener waren in allen Bereich unterlegen, rutschten wegen dieser enttäuschenden Leistung auf Rang 14 ab und stecken nun im Abstiegskampf fest.

Dynamo stoppt Fortuna - Testroet jagt Eilers

Der Spitzenreiter wurde seiner Favoritenrolle gerecht: Dynamo Dresden fertigte Fortuna Köln mit 4:0 ab und hatte gleich mehrfach Grund zur Freude. Denn in der fortan als "DDV-Stadion" firmierenden Dresdner Spielstätte beendete Eilers mit seinem 16. Saisontor eine 542 Spielminuten währende Durststrecke - und das mit einem wahren Traumtor zum Endstand! Der zweimalige Torschütze Testroet (14) ist Eilers derweil in der Schützenliste auf den Fersen. Die bislang in der Rückrunde so furiosen Kölner hielten nur anfangs gut mit und hätten durch Rahn das frühe Führungstor der Dresdner (Aosman, 11.) egalisieren müssen (17.). Die Revanche für das 1:5 im Hinspiel gelang Fortuna somit nicht.

Im Tabellenmittelfeld feierte Holstein Kiel einen knappen 1:0-Erfolg über den VfR Aalen (Tor: Fetsch), Würzburg kam gegen Mainz durch Shapourzadehs umstrittenes Elfmetertor zum dritten Heimsieg und zog im Tabellenbild an den Rheinhessen vorbei.

Stuttgart nutzt seine Chancen nicht

Halles Osayamen Osawe (re.) gegen Stuttgarts Stefan Peric.
Offenes Spiel: Halles Osayamen Osawe (re.) gegen Stuttgarts Stefan Peric.
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Der VfB Stuttgart präsentierte sich am Freitag gegen den Halleschen FC äußerst motiviert und erspielte sich sehr früh gute Gelegenheiten. Doch immer wieder war es der Hallenser Keeper Bredlow, der ihnen das Leben schwer machte und das Tor quasi zunagelte. Gabriele hatte eine Doppelchance (10.) und auch Zimmermann und Grüttner (10./13.) prüften den Torhüter, auch Bertram und Heise scheiterten (31./33.). Fast aus dem Nichts fiel dann die Führung für die Gäste aus Halle durch Lindenhahn (35.). Diese konnte zwar im zweiten Durchgang durch ein unverhofftes Tor von Elva (63.) egalisiert werden, für einen Sieg reichte es bei den Schwaben aber am Ende trotz guter Gelegenheiten nicht. Die Zeiten für den VfB II werden somit keine einfachen - der erste Abstieg aus der 3. Liga rückt immer näher.

aho/kid

Tabellenrechner 3.Liga
28.02.16
 
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