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24.01.2016, 17:42

Osnabrücker Tenor: Hauptsache gewonnen

Trotz 2:1-Erfolg: Enochs beklagt Lethargie

Ein Leckerbissen sei es nicht gewesen, gestand auch Marcos Alvarez nach dem 2:1-Heimsieg des VfL Osnabrück gegen den VfR Aalen ein. Doch nicht nur der Angreifer hob hervor: Wichtig waren am Samstag nur die drei Punkte, die die Niedersachsen einfuhren - etwas glücklich und dank der "linken Klebe" von Anthony Syhre.

Joe Enochs
War mit der Leistung seines Teams trotz Sieg nicht zufrieden: Trainer Joe Enochs.
© imagoZoomansicht

Unisono hoben die Osnabrücker nach der Partie die Bedeutung des Dreiers hervor, fanden dafür aber durchaus unterschiedliche Ansätze. Alexander Dercho und der eingewechselte Stephan Thee freuten sich über das gewonnene Selbstvertrauen zum Start ins neue Jahr. Alvarez stellte heraus, zur Winterzeit bei schwierigen Platzverhältnissen gehe es im besonderen Maße nur darum, irgendwie die Punkte einzufahren. Trainer Joe Enochs blickte bei seiner Einordnung noch etwas zurück: Nach drei Spielen ohne Sieg vor dem Gang in die Winterpause sei der Erfolg beim Neustart umso wichtiger.

Und dass der VfL diesen unbedingt einfahren wollte, machten die Lila-Weißen schon in der Anfangsphase deutlich. Nachdem eine Alvarez-Freistoßflanke zu kurz abgewehrt worden war, hatte Michael Hohnstedt schon in der 7. Spielminute die Führung auf dem Fuß, seinen Volley aus acht Metern konnte Aalens Schlussmann Daniel Bernhardt aber per Fußabwehr parieren. Drei Minuten später setzte Halil Savran den Ball aus sieben Metern an den Pfosten, als VfR-Innenverteidiger Sebastian Neumann eine Hohnstedt-Hereingabe unglücklich abgeblockt hatte.

Erst langsam kamen die Gäste ins Spiel, gingen dann aber durch Matthias Morys in Führung, der bei seinem Schuss aus 20 Metern ins kurze Eck von David Pisot nicht energisch genug gestört wurde (24.). Dass es bei der Gäste-Führung nicht lange blieb, ärgerte VfR-Trainer Peter Vollmann, der das Verhalten von Randy Edwini-Bonsu in der 29. Minute als "zu lässig, ohne Aktivität" kritisierte - Hohnstedt setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Alvarez, der sich noch gegen Markus Schwabl behauptete und die Kugel aus 18 Metern platziert ins lange Eck setzte.

Nach dem Spiel kaum thematisiert wurden ein vom ausrutschenden Pisot an die Latte gesetzter Handelfmeter (43., Morys hatte einen Alvarez-Freistoß mit dem Ellenbogen in Kopfhöhe abgeblockt) und die VfL-Forderungen nach einem weiteren Strafstoß, als Thorsten Schulz eine Pisot-Hereingabe an den Arm bekam und so zur Ecke abwehrte (45.). Das lag am Verlauf der zweiten Hälfte. Aalen hatte nun bessere Chancen - VfL-Keeper Schwäbe musste in der 54. Minute nacheinander gegen Michael Klauß und Dominick Drexler parieren -, doch der Lucky Punch gelang dem VfL: Der drei Minuten zuvor eingewechselte Francky Sembolo setzte im Strafraum seelenruhig den startenden Syhre in Szene, der mit seinem schwächeren linken Fuß zum 2:1-Sieg traf (80.). Bereits der dritte Saisontreffer des 20-Jährigen, seit ihn Enochs auf die Doppelsechs vorgezogen hat. Vorbereiter und Torschütze bekamen vom Coach dann auch entsprechendes Lob: "Super gehalten und weitergeleitet" habe Sembolo den Ball, Syhre sich dafür belohnt, dass er "immer wieder die Wege in die Spitze" suche.

Enochs beklagt fehlendes Tempo

Wobei es aufgrund der Torentstehung Seitenhiebe in Richtung Syhre gab. Von dessen "gefährlicher linker Klebe" sprach Alvarez am NDR-Mikrofon, im Training lasse man Syhre lieber mit rechts schießen. Tatsächlich war es kein fulminanter Schuss mit seinem schwächeren linken Fuß, eher zitterte Syhre den Ball mit Standproblemen auf rutschigem Untergrund ins Netz.

Auch wenn es dank Syhres Treffer - und dank Derchos Rettungstat vor dem heranstürmenden Steffen Kienle in der 84. Minute - zum Dreier gegen Aalen reichte: Enochs analysierte den Auftritt seines Teams nüchtern und fand klare Kritikpunkte: "Meine Kritik an der Mannschaft ist, dass wir sehr lethargisch gespielt haben, sehr lange gewartet haben, bis wir einen Freistoß ausgeführt oder einen Einwurf reingeworfen haben." Auch in der zweiten Halbzeit sei es nicht gelungen, das Spiel schneller zu machen. Enochs' kurzfristiges Fazit: "Wir müssen weiter an uns arbeiten, wenn wir in Rostock was holen wollen."

Willers muss pausieren - Krasniqi debütiert

Beim FC Hansa tritt der VfL am kommenden Samstag an. Dann ohne Kapitän Tobias Willers, der gegen Aalen seine 5. Gelbe Karte sah und ersetzt werden muss. Aber vielleicht wieder mit Kamer Krasniqi. Den gerade erst 20 Jahre alt gewordenen Nachwuchsspieler ließ Enochs in der Schlussphase gegen den VfR debütieren. Nach dem 17-jährigen Steffen Tigges das zweite Eigengewächs, das von Enochs ins kalte Drittliga-Wasser geworfen wurde.

bru

24.01.16
 

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