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24.01.2016, 15:54

22. Spieltag: Aue schlägt spät zu - Fortuna fertigt Hansa ab

FCM gewinnt Derby in Halle, SGS festigt Platz zwei

Am Sonntag unterlag Halle im Derby gegen Magdeburg, die SG Sonnenhof gewann klar beim VfB II und festigte Rang zwei. Das Liga-Debüt von Erfurts neuem Trainer Stefan Krämer ist derweil am Samstag geglückt - und wie! Die Thüringer brachten dem souveränen Spitzenreiter Dresden die zweite Saisonniederlage bei. Osnabrück kehrte gegen Aalen in die Erfolgsspur zurück, Mainz II und der SVWW trennten sich torlos. Am Freitag fertigte Fortuna Köln Rostock ab, Schlusslicht Stuttgarter Kickers vergab spät den Dreier gegen Aue. Zwei Partien fielen dem Winterwetter zum Opfer.

Ernst schießt Magdeburg zum Derby-Sieg

Sebastian Ernst
Zweifacher Torschütze für Magdeburg: Sebastian Ernst.
© imagoZoomansicht

Am Sonntag stand das Derby und Verfolgerduell zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg im Blickpunkt. Die Gäste aus Magdeburg gingen schon in der fünften Minute in Führung: Ernst vollendete eine Kopfball-Vorlage von Brandt aus zwölf Metern mit links. Unschön Szenen gab es in der 18. Minute: Ein Foul von Kleineheismann an Brandt führte zu einer Rudelbildung. Schiedsrichter Benjamin Brand beließ es bei einer Gelben Karte. In der 31. Minute fiel der Ausgleich: Lindenhahn traf ins linke Toreck. Doch am Ende ging der FCM dennoch als Sieger vom Platz: Ernst behielt in der 68. Minute vor Keeper Bredlow erneut die Nerven und erzielte das 2:1. Dabei sollte es bis zum Ende bleiben. Magdeburg rückt bis auf einen Punkt an den Tabellendritten Erzgebirge Aue heran. Halle rutscht dagegen auf den neunten Rang ab.

Bremen II entscheidet Kellerduell für sich

Im Norden sammelte Werder Bremen II mit einem 2:1 im Kellerduell gegen Holstein Kiel drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Kiels Neuzugang Fetsch (vorher Dresden) stand in der Startelf, blieb aber torlos. Kurz vor der Pause war es von Haacke (45.), der die Bremer in Führung brachte. Jacobsen legte nach Wiederanpfiff nach (56.). Lewerenz (69.) ließ mit seinem Anschlusstreffer die Kieler noch einmal hoffen, am Ende reichte es aber nicht mehr für einen Punktgewinn.

SGS bleibt auf der Überholspur

Die SG Sonnenhof Großaspach verteidigte mit einem klaren Sieg beim VfB Stuttgart II derweil den zweiten Tabellenplatz: Schon in der 16. Minute sahen die Zuschauer im Stuttgarter Gazi-Stadion die spielentscheidende Szene: Peric verursachte an Rühle einen Foulelfmeter und sah dafür auch noch die Rote Karte. Rizzi ließ sich die Chance nicht entgehen und traf vom Punkt zum 1:0. Langerak, der nach langer Verletzungspause sein Comeback in der zweiten Mannschaft des VfB gab, konnte im Tor der Schwaben den Rückstand nicht verhindern. In der Folge ließ die SGS in Überzahl nichts mehr anbrennen, Röttger traf sowohl vor (32.) als auch nach (62.) der Pause zum 3:0-Endstand. Großaspach spielt weiter mit im Aufstiegsrennen, der VfB bleibt dagegen im Tabellenkeller und ist nun Vorletzter.

Erfurt dreht Partie und bezwingt Dresden

Okan Aydin und Marcel Höcher
Die Erfurter Torschützen Aydin (ob.) und Höcher jubeln gegen Spitzenreiter Dresden.
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Am Samstag stieg Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden bei Rot-Weiß Erfurt in das Sportjahr ein. Den Fans der Thüringer sei Dank: Denn nach einer Stadionbegehung am frühen Samstagmorgen rief Rot-Weiß die eigenen Anhänger zum Schneeschippen auf. Etliche Helfer meldeten sich und befreiten Rasen und Ränge soweit von Eis und Schnee, dass Schiedsrichter Dr. Jochen Drees bei einer zweiten Besichtigung grünes Licht gab und damit das Ligadebüt von Erfurts neuem Coach Stefan Krämer ermöglichte. Den fleißigen Helfern winkt nun freier Eintritt im Heimspiel gegen SGS Großaspach.

Und der Einsatz sollte sich gelohnt haben, denn die Erfurter brachten Dresden mit dem 3:2 die zweite Saisonniederlage bei. Dabei sahen die Erfurt-Fans zunächst aber dominierende Dynamos. Besonders bei Standards strahlten die Sachsen - bei denen der zuletzt angeschlagene Toptorjäger Eilers begann - viel Gefahr aus. Nach einer Ecke in der 19. Minute köpfte Testroet wuchtig zur Führung ein. Die Schwarz-Gelben blieben am Drücker, mussten kurz vor der Pause aber den Ausgleich hinnehmen, als eine Flanke Höchers eher ungewollt im Netz landete (45.). Mit dem für Erfurt schmeichelhaften 1:1 ging es in die Pause.

Der Ausgleich gab den Rot-Weißen Selbstvertrauen, den zweiten Durchgang konnten sie deutlich offener gestalten. Die Zuschauer sahen nun eine packende Partie auf Augenhöhe, beide Teams suchten den Torabschluss. In der 69. Minute gab es Elfmeter für RWE, den Tyrala sicher verwandelte. Dresdens Coach Uwe Neuhaus reagierte mit der Hereinnahme des neuen Stürmers Kutschke (vom 1. FC Nürnberg). Doch es war Rot-Weiß Erfurt, das auf die Entscheidung drängte und diese durch Aydin (90.+1) auch erzwang. Zwar betrieb Hartmann wenig später nochmals Ergebniskosmetik (90.+3), doch am gelungenen Debüt des neuen RWE-Coachs Krämer, der damit auch drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg feiern konnte, änderte sich nichts mehr. Dresden musste erstmals seit dem 13. Spieltag (0:1 gegen Cottbus) den Platz wieder als Verlierer verlassen, bleibt aber dennoch souveräner Tabellenführer.

Osnabrück kehrt gegen Aalen in die Erfolgsspur zurück

Dem VfL Osnabrück, der in den letzten drei Partien vor der Winterpause ohne Sieg (0/2/1) geblieben war, tat die Winterpause anscheinend gut. Denn die Elf von Trainer Joe Enochs dominierte die Anfangsphase gegen den VfR Aalen klar, ließ aber zwei hochkarätige Möglichkeiten liegen. Dies sollte sich in der 24. Minute rächen, als Aalens Morys mit einer Einzelaktion die Führung erzielte. Allerdings hielt diese nicht lange, denn bereits in der 29. Minute antwortete der VfL durch Alvarez. Die ereignisreiche Partie wogte weiter hin und her, Osnabrück ließ dann erneut die Riesenchance zur Pausenführung aus, als Pisot mit einem Elfer an der Querlatte scheiterte (43.).

Intensiv ging es nach dem Seitenwechsel weiter, allerdings stand nun eher der Kampf im Vordergrund. Etliche Fouls und anschließende Diskussionen hinderten immer wieder den Spielfluss. Der VfL konnte dann aber wieder das Kommando an sich reißen, als Syhre eine Vorlage des eingewechselten Sembolo zum Siegtor verwertete (80.). Osnabrück bleibt damit an den Aufstiegsrängen dran, Aalen dagegen im Mittelfeld stecken.

Müdes Lokalderby zwischen Mainz II und Wehen Wiesbaden

Mit einer Serie von sieben Spielen ohne Niederlage (2/5/0) ging der SV Wehen Wiesbaden in die Winterpause. Zwar konnte die Elf von Trainer Sven Demandt diese Serie ausbauen, doch das torlose Remis im Lokalderby beim 1. FSV Mainz 05 II war alles andere als ein Leckerbissen. Der SVWW hatte im Endeffekt nur eine zwingende Chance, als Pezzoni am Aluminium scheiterte (14.). In der Folgezeit übernahmen die Mainzer mehr und mehr das Kommando, ohne daraus allerdings Kapital schlagen zu können. Auch nach dem Seitenwechsel blieben Torraumszenen Mangelware, lediglich Höhler scheiterte in der 56. Minute am Innenpfosten. Ansonsten hatten die Defensivreihen das Geschehen meistens im Griff. Letztendlich waren wohl alle Beteiligten froh über den Abpfiff der müden Partie.

Aues Breitkreuz trifft, Kickers-Negativserie hält

Erfolgloser Auer Begleitschutz: Berko (M.)sorgte für die Kickers-Führung.
Erfolgloser Auer Begleitschutz: Berko (M.)sorgte für die Kickers-Führung.
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Im Duell mit seinem Ex-Klub musste Kickers-Trainer Tomislav Stipic am Freitagabend mit seinem Team spät den erhofften Sieg noch aus der Hand geben. Bis in die Nachspielzeit führten die Stuttgarter mit 1:0, ehe Aue doch noch zuschlug. Die Schwaben, die einige Neuzugänge aufboten, bleiben mit dem 14. sieglosen Spiel hintereinander Tabellenletzter. Aue kam besser ins Spiel, doch Berko stand nach einem Standard richtig und vollstreckte (27.) für die Kickers. Beide Teams hatten in der Folge ihre Chancen, die größte auf den Ausgleich vergab Adler. Der scheiterte mit einem Foulelfmeter an Sattelmaier (84.). Aue, immerhin als Tabellendritter nach Stuttgart gekommen, ließ sich nicht entmutigen und Breitkreuz besorgte spät das 1:1 (92.).

Königs Doppelpack raubt Brands gutes Gefühl

Rostock hatte unter Christian Brand vor der Winterpause vier Zähler in zwei Spielen eingesammelt, entsprechend ging der neue Hansa-Coach "mit einem guten Gefühl" in die Partie in Köln. Das war spätestens nach 20 Minuten weg. Denn da hatte die Fortuna den Ostseestädtern schon drei Tore eingeschenkt. Torjäger Königs meldete sich dabei nach seinem Meniskuseinriss mit einem Doppelschlag zur Stelle. Die Brand-Elf konnte zwar noch vor der Pause verkürzen, mehr aber auch nicht. Zumal Kofler Gelb-Rot sah und die Gäste den zweiten Durchgang in Unterzahl bestreiten mussten. Joker Oliveira Souza machte mit zwei Toren dann auch alles klar für die Fortuna, die sich im Gegensatz zu Hansa in der oberen Tabellenhälfte festsetzt.

Kein Spiel in Chemnitz

Die Partie zwischen Chemnitz und Cottbus wurde abgesagt, Eis und Schnee hätten einen regulären Ablauf nicht ermöglicht. Die gleichen Probleme führten auch zur Absage des Münster-Gastspiels in Würzburg, Preußen-Trainer Horst Steffen muss auf sein Debüt also noch etwas länger warten.

kon

Anton, Zlatko & Co.: Die Goalgetter in Liga 3
Bestmarke: Fink erhöht auf 107
Carsten Kammlott
Platz 10: Carsten Kammlott (50 Tore)

Mit einer tollen Quote liegt Carsten Kammlott auf Platz zehn. 50 Drittliga-Treffer erzielte der Angreifer, der mit einer dreieinhalbjährigen Unterbrechung seit 2001 für Rot-Weiß Erfurt stürmt.
© imago

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