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16.05.2015, 15:49

Mainz und Haching siegen, BVB steigt ab

Partylaune in Bielefeld und Duisburg - Rostock bangt

Arminia Bielefeld und der MSV Duisburg kehren ins Bundesliga-Unterhaus zurück, eine Entscheidung über die Meisterschaft fällt erst am letzten Spieltag. Der DSC kämpfte sich gegen Absteiger Regensburg zu einem 2:2, die Zebras schlugen Verfolger Kiel nach frühem Rückstand noch mit 3:1. Spannend bleibt es im Keller, wo Rostock durch das 0:1 gegen Cottbus weiter bangen muss. Mainz schaffte in Halle einen lebenswichtigen Dreier, Unterhaching darf durch den Erfolg gegen Münster noch hoffen. Dortmund patzte zu Hause gegen Dresden und ist abgestiegen.

Duisburg gegen Kiel: Drei Tore in sieben Minuten

Enis Hajri
Duisburgs Enis Hajri (Mi.) jubelt nach seinem 1:1-Ausgleich gegen Kiel.
© imagoZoomansicht

Showdown in der bestens gefüllten Duisburger Schauinslandreisen-Arena: MSV gegen Holstein Kiel, Zweiter gegen Dritter - und beide Teams bärenstark drauf. Die "Störche" aus Kiel legten früh vor, Kegels wuchtigen Freistoß konnte Ratajczak nur in die eigenen Maschen ablenken (10.). Duisburg schüttelte sich und überrollte die Gäste dann binnen sieben Minuten!

Zunächst setzte Dausch Hajri mit einem blitzgescheiten Pass in die Tiefe ein, der 32-Jährige mit der Zebra-Frisur bedankte sich mit dem 1:1 (20.). Keine Minutenzeigerumdrehung später tankte sich Onuegbu auf links durch, seine Flanke wurde noch abgefälscht, doch Gardawski stand goldrichtig und köpfte ein (21.). Und in der 27. traf abermals Gardawski mit seinem fünften Saisontor zum 3:1 - die Weichen Richtung Bundesliga-Unterhaus waren gestellt. Kiel drohte die erste Niederlage nach 15 ungeschlagenen Partien (11/4/0). Trainer Karsten Neitzel brachte zum zweiten Abschnitt Toptorjäger Heider (zwölf Treffer), doch die Norddeutschen kamen nicht mehr zurück in dieses Spiel. Der Traum von der 2. Liga muss nun über die Relegation realisiert werden.

Der MSV Duisburg hingegen konnte um 15.21 Uhr die Feierlichkeiten starten, Tausende strömten auf den Rasen der Arena. Mit sechs Siegen in Folge sicherte sich die Elf von Trainer Gino Lettieri die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus zwei Jahre nach dem Zwangsabstieg 2013. "Sensationell, wir sind wieder da, wo wir hingehören", sagte Klublegende "Enatz" Dietz freudestrahlend im WDR.

Doppelschock auf der Alm, Erleichterung dank Testroet

Duell der Gegensätze auf der Alm: Tabellenführer Arminia Bielefeld begrüßte Schlusslicht Jahn Regensburg in der Schüco-Arena. Eigentlich nur eine Formsache für die Ostwestfalen. Erst recht schien alles nach Plan, als Goalgetter Klos in der 28. Minute seinen 23. Saisontreffer erzielen konnte.

Doch die wackligen Leistungen bei den jüngsten Auftritten fanden in Halbzeit zwei ihre Fortsetzung. Und in der 79. Minute führte Regensburg plötzlich: Erst Königs und Sekunden später Güntner mit einem abgefälschten Fernschuss trafen für die auswärtsschwachen Oberpfälzer! Die Schlussphase wurde turbulent, in der 83. Minute gab Schiedsrichter Harm Osmers zunächst Elfmeter für den DSC, nahm die Entscheidung wegen eines absichtlichen Handspiel Testroets nach Rücksprache mit dem Assistenten berechtigterweise zurück.

Doch eben jener Testroet, der im Sommer nach Dresden wechselt, krönte den finalen Kraftakt der Meier-Elf in der 86. Minute mit seinem Kopfballtor nach einer Ecke zum 2:2-Endstand. Angesichts der Kieler Niederlage in Duisburg stand die Rückkehr der Arminen nach nur einem Jahr Zweitliga-Absenz fest und auch am Teutoburger Wald durfte gefeiert werden.

Tabellenrechner 3.Liga

Dortmund muss runter

Am Ende der Tabelle kämpfen nach Spieltag 33 noch drei Mannschaften gegen den Abstieg - die Zweite von Borussia Dortmund ist aus dem Rennen und folgt Regensburg in die Viertklassigkeit. Die Westfalen kassierten gegen Dresden eine 2:3-Heimschlappe, die Hefele (4.) früh einleitete. Zwar glich Amini nur kurz darauf aus, Jannik Müller brachte mit dem Pausenpfiff Dynamo wieder nach vorn. Nach einem Dürholtz-Tor (63.) gelang Harder zwar noch der Anschlusstreffer, in den verbleibenden zehn Minuten brachten dann aber selbst die Vorstöße von BVB-Schlussmann Alomerovic nichts mehr ein. Mit weiter 36 Punkten ist Dortmund sportlich nicht mehr zu retten.

Haching hält Druck stand

Bei 39 Punkten steht die SpVgg Unterhaching durch einen verdienten 1:0-Erfolg über Preußen Münster. Widemann hieß der Schütze des Goldenen Tores, Abelski hatte den Schützen sehenswert eingesetzt. Die Oberbayern zeigten nach dem 1:5 in Dresden eine klare Leistungssteigerung und dürfen vor dem letzten Saisonauftritt in Erfurt weiter hoffen. Münster wird nach einer sportlichen Talfahrt (1/2/6) im vorderen Tabellen-Mittelfeld einlaufen, die jüngst laut gewordene Fankritik an Trainer Ralf Loose wird nicht abebben.

Hachinger Jubel - doch reicht's noch für den Klassenerhalt?
Hachinger Jubel - doch reicht's noch für den Klassenerhalt?
© imago

Mainz II bestätigt Formanstieg

Die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 verbesserte ihre Ausgangsposition durch einen 2:1-Sieg beim Halleschen FC und bestätigte ihre starke Form der letzten Wochen. Fünf Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage lassen die Rheinhessen vor dem 38. Spieltag zu Hause gegen Chemnitz hoffen. Matchwinner für die Elf von Sandro Schwarz war Lucas Höler mit einem Doppelpack - der Stürmer hatte zuvor fünf Spiele lang nicht getroffen.

Rostock geht der Sprit aus

Hoppla: Mit der dritten Niederlage in Serie bleibt Hansa Rostock bis zum Schluss unter den Abstiegskandidaten! Die Mecklenburger fahren nun mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung zum abschließenden Match am kommenden Samstag in Dresden. Makarenko traf für Energie Cottbus per Strafstoß im zweiten Abschnitt zum 1:0-Erfolg.

Kickers sichern sich Platz vier

Den Stuttgarter Kickers ist Position vier und damit ein Startplatz im DFB-Pokal nach dem 0:0 zu Hause gegen Erfurt nicht mehr zu nehmen. Der eine Punkt reichte, um Verfolger Chemnitz (2:0 gegen Großaspach) auf Distanz zu halten. Erfurt wartet seit Ende Februar auf einen Sieg (0/2/9), kann am 38. Spieltag Unterhaching schon bei einem Remis in die Regionalliga schicken.

aho

Bielefeld steigt auf
Arminia - Der Weg zurück ins Unterhaus
Arminia - Der Weg zurück ins Unterhaus

Vom Absteiger zum Wieder-Aufsteiger: Vor einem Jahr zog Bielefeld in der Relegation den Kürzeren, nun ist Arminia wieder zurück im Unterhaus.

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