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14.03.2015, 16:30

Heider nährt Kiels Hoffnung - Cottbus unterliegt Halle

Osnabrück holt die Kickers auf den Teppich - Bielefelder Riesenschritt

Der Gewinner des 29. Spieltags heißt Holstein Kiel, das am Freitag per 1:0 in Wiesbaden eröffnet hatte. Denn am Samstag ließen die Mitstreiter Münster (1:1 in Großaspach), Cottbus (1:3 in Halle), Erfurt (0:1 in Regensburg) und die Stuttgarter Kickers (1:4 in Osnabrück) allesamt Federn. Einzig Duisburg (1:0 über Unterhaching) hielt Schritt. Primus Bielefeld beendete die Rostocker Serie mit einem spät erzielten 3:2. Im Keller machte Mainz II durch einen Dreier gegen Dresden Boden gut.

Eröffnete den Torreigen in Osnabrück: Tobias Willers.
Eröffnete den Torreigen in Osnabrück: Tobias Willers.
© imagoZoomansicht

Das war ein Riesenschritt für die Bielefelder Arminia: Gegen die formstarken und 2015 zuvor noch ungeschlagenen Rostocker gelang der Elf von Trainer Norbert Meier am Samstag dank dreier Kopfballtreffer ein hart umkämpfter 3:2-Heimsieg! Die Ostwestfalen stockten ihr Konto damit auf 59 Zähler auf und haben neun Punkte Vorsprung auf Platz drei. Beim überraschenden Comeback von Torwart Schwolow musste der DSC jedoch mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Goalgetter Klos einen Wermutstropfen schlucken. Junglas machte mit seinem ersten Saisontor in der Schlussphase den Dreier perfekt, Rostock hatte ab der 55. Minute (Gelb-Rot gegen Sumusalo) in Unterzahl agieren müssen.

Premiere für Osnabrück

Seit einem 2:0 über Chemnitz am 13. Dezember war der VfL Osnabrück sieglos geblieben und ins Mittelfeld der Tabelle abgeglitten. Dass die Negativserie ausgerechnet gegen die formstarken Stuttgarter Kickers (nur eine Niederlage aus den letzten neun Spielen) reißen würde, musste somit stark bezweifelt werden. Doch der VfL riss sich am Riemen und spielte die "Blauen" nach dem frühen Führungstor durch Willers (6.) und Iljutcenkos elftem Saisontor (11.) förmlich an die Wand - 4:0 zur Pause! Die Kickers kamen zwar noch zum Ehrentor, rutschten aber am Ende verdient von Platz drei auf fünf ab.

Preußen reicht Führung in Aspach nicht

Und so genügte Preußen Münster ein 1:1 bei Sonnenhof Großaspach, um den Relegationsrang zu erklimmen. Die Gäste waren durch Dominik Schmidt nach einer halben Stunde Spielzeit in Führung gegangen, Skarlatidis hielt mit seinem Ausgleichstor in der Schlussviertelstunde die Rehm-Serie (2/2/0) der Schwaben am Leben, die weiter über dem ominösen Strich stehen.

Mainz II schöpft dank Franzin neuen Mut

Dennis Franzin
Sein Schuss zum 1:0-Sieg über Dresden macht es im Drittliga-Keller wieder enger: Dennis Franzin.
© imago

Allerdings spüren die Aspacher den Atem der Verfolger aus Mainz im Nacken. Die Rheinhessen bezwangen die taumelnden Dresdner dank eines Franzin-Treffers mit 1:0 und rückten bis auf zwei Punkte an die SGS heran. Für Schmidt-Nachrücker Sandro Schwarz auf der Mainzer Trainerbank war es nach dem 2:1 in Unterhaching somit der zweite Erfolg am Stück.

Keine Tore und Trauer in Köln

Gedämpfte Stadionatmosphäre herrschte in Köln - die Fortuna empfing die Dortmunder Borussen nur kurz nach dem überraschenden Tod ihres Präsidenten Klaus Ulonska. Die Fans sahen zwar vier Alutreffer - zwei auf beiden Seiten -, aber keine Tore. Der BVB II bleibt somit auch im achten Versuch in diesem Jahr ohne Dreier und rutschte auf den vorletzten Platz ab.

Tabellenrechner 3.Liga

Der Jahn darf weiter hoffen

Zurück in der Spur ist Schlusslicht Jahn Regensburg, wenngleich die Oberpfälzer im Heimspiel gegen Erfurt bis zur 90. Minute bangen mussten, ehe Torjäger Aosman noch das wichtige Siegtor gelang. Durch den sechsten Saisonerfolg verringerte der Jahn den Abstand zum rettenden Ufer auf immer noch beträchtliche acht Zähler. Rot-Weiß rutscht indes weiter ins Stimmungstief, der Auftritt an der Donau war gleichbedeutend mit der dritten Niederlage der Kogler-Elf in Folge. Inzwischen klafft schon eine Vier-Punkte-Lücke zum dritten Rang.

Den "Zebras" reicht der Janjic-Elfmeter

Ein rauer Ton hilft manchmal: Gino Lettieri war ob des Leistungsknicks seiner Duisburger etwas ungehalten und wollte nicht mehr allzu nett sein. Im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching mündete dies zumindest wieder einmal in einen Dreier: Die "Zebras" siegten dank eines Elfmetertreffers von Janjic (14. Saisontor) mit 1:0 und kletterten von sechs auf vier. Christian Zieges Unterhachinger weisen mittlerweile nur noch drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone auf.

Halle dreht den Spieß um

Im Ost-Vergleich ließ Energie Cottbus trotz der Rückkehr von Torjäger Kleindienst Federn. Und trotz einer frühen Führung durch Kaufmann (14.). Nach zehn Zählern in den vorangegangenen vier Auftritten riss die Serie ausgerechnet beim chronisch heimschwachen HFC in Halle (vorher: 3/2/9). Furuholm, Kruse und Osawe schossen die Köhler-Elf nach Minute 66 noch zum Dreier.

Chemnitzer Serie gegen den VfB II hält

Acht Spiele, vier Siege, vier Unentschieden - der Chemnitzer FC weist auch nach dem Samstagsduell gegen die Reserve des VfB Stuttgart weiter eine niederlagenfreie Bilanz auf. Ofosu (53.) traf an der Gellertstraße zum Sieg. Die Schwaben, angetreten mit den Profis Rausch und Sararer, müssen nach drei Partien ohne Sieg wieder nach unten blicken.

Kiel bleibt die Mannschaft der Stunde

Marc Heider (li.)
In Wiesbaden am Boden? Nein! Kiels Marc Heider (li.) traf zum 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Freitagabend konnte auch Wehen Wiesbaden die Mannschaft der Stunde nicht stoppen: Holstein Kiel setzte seinen Lauf ungebremst fort. Heiders neunter Saisontreffer nach einer guten halben Stunde reichte den "Störchen", die damit nur eines der letzten 20 Spiele verloren haben und seit Mitte Dezember, dem Ausrutscher gegen Dortmund II (0:2), unbesiegt sind. Als Spitzenteam wollte sich Holstein zwar nicht sehen und eigentlich nur die Marschroute von Trainer Karsten Neitzel befolgen: "Immer weiter kämpfen, immer weiter." Doch nach dem sechsten Dreier am Stück muss sich Kiel langsam auch Gedanken über die 2. Bundesliga machen.

aho

 
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