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28.03.2013, 15:34

Karlsruhe: Trainer Kauczinski im kicker-Interview

Kauczinski: "Wir glauben an uns"

Markus Kauczinski (43) will den Karlsruher SC zurück in die 2. Liga führen. Im kicker-Interview schätzt der Coach die Aufstiegschancen ein, zieht ein Fazit über seine bisherige Arbeit und erklärt das Zusammenspiel von Zuckerbrot und Peitsche.

Markus Kauczinski
Ist vom Aufstieg überzeugt: KSC-Coach Markus Kauczinski.
© imagoZoomansicht

kicker: Herr Kauczinski, wie stehen die Chan­cen im Endspurt um den Aufstieg?

Markus Kauczinski: Gut. Wir haben alles selbst in der Hand. Und wir glauben an uns! Wir wissen aber auch: Es ist eng. Der Vorsprung ist gering. Wir wissen, was wir können und dass wir den Erfolgsweg weitergehen können.

kicker: Was sind die Trümpfe des KSC?

Kauczinski: Wir haben gezeigt, dass wir das Spiel bestimmen können, torgefährlich sind und dass wir auswärts wie zu Hause gewin­nen können. Wir haben die beste Abwehr der Liga und haben auch Spiele gewonnen, in denen wir nicht so stark auftrumpften.

kicker: Wenn der KSC nicht aufsteigt, was wären die Folgen?

Kauczinski: Damit beschäftige ich mich nicht.

kicker: Aber mit der 3. Liga haben Sie sich beschäftigt. Wie ist Ihre Ein­schätzung?

Kauczinski: Unser Zuschauerschnitt beweist, dass die Liga bei uns an­genommen wird. Aber man muss auch festhalten, dass andere Vereine, die nicht über eine solche Fankultur verfügen, deutlich mehr um Zuspruch kämpfen. Es gibt einige gute Mannschaften, viele gute Spiele in guter At­mosphäre.

Ich höre mir andere Meinungen an.Kauczinski schätzt insbesondere die Meinung von KSC-Manager Oliver Kreuzer

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kicker: Könnte ein Traditionsverein wie der KSC in der 3. Liga auf Dauer überleben?

Kauczinski: Da müsste man abspecken, dann ginge das wohl auch.

kicker: Sportdirektor Oliver Kreuzer kritisierte das Team zuletzt: "Da haben einige aufgehört Fußball zu spielen." Ist das hilfreich?

Kauczinski: Natürlich ist das hilfreich. Wir tau­schen uns immer aus. Ich höre mir andere Meinungen an, insbesondere die von Oliver. Meine Aufgabe ist es, so eine Kritik zu diffe­renzieren.

kicker: Wie sehen die Zweitligaplanungen aus?

Kauczinski: Wir haben eine Liste mit Spielern - für die 2. und 3. Liga. Wir wollen den Kader in allen Mannschaftsteilen verstärken.

kicker: Liegen dem Erfolgscoach Anfragen anderer Vereine vor?

Kauczinski: Nein.

kicker: Die Standardantwort auf diese Frage lautet doch: "Fragen Sie meinen Berater."

Kauczinski: Ich habe keinen Berater.

kicker: Warum?

Kauczinski: Weil ich meine Dinge bisher alle selbst regeln konnte. Im Moment ist das kein Thema.

kicker: Vielleicht wenn Sie in der 1. Bun­desliga trainieren?

Kauczinski: Ich habe keine Karriereplanung in dem Sinne, habe als junger Trainer nie gedacht: Dann und dann willst du Bundes­liga trainieren. Ich will das nächste Spiel gewinnen.

Wenn man keinen Namen hat, muss man sich den erarbeiten.Kauczinski über seinen Werdegang

kicker: Sie sind vom Jugendtrainer zum Pro­ficoach aufgestiegen. Ein guter Weg?

Kauczinski: Für mich war das der optimale Weg. Viele Trainer sind Ex-Profis, - das war bei mir nicht der Fall. Wenn man keinen Namen hat, muss man sich den erarbeiten.

kicker: Wäre es ein Vorteil gewesen, wenn Sie Profi gewesen wären?

Kauczinski: Das weiß ich nicht. Ich hatte die Möglichkeit, habe sie aber nicht genutzt. Dann habe ich auf das Sportstudium und den Trainerberuf gesetzt.

kicker: Sie sind rund ein Jahr Trainer der KSC-Profis. Wie lautet das Fazit?

Kauczinski: Insgesamt kann man zu­frieden sein. Auch wenn der Abstieg noch sehr wehtut. Wir haben ein gu­tes Team mit Charakter, mit dem man sich identifizieren kann. Ich habe von über 40 Spielen nur fünf verloren.

kicker: Kapitän Orlishausen beschreibt Sie so: "Der Trainer lässt uns viel Raum. Das Team kann etli­ches selbst regeln. Klappt das nicht, ist er da."

Kauczinski: Ich muss hier nicht den Boss spie­len. Wenn ich eingreifen muss, mache ich das. Wenn ich hart sein muss, bin ich das. Wenn die Mannschaft einen Tritt braucht, bekommt sie diesen. Muss man sie streicheln - dann mache ich das auch.

kicker: Wie bauen Sie Stress ab? Durch joggen oder essen?

Kauczinski (lacht): Fiese Frage! Joggen kann ich wegen des Achillessehnenrisses nicht, also bleibt mir gar nichts als zu essen. Ich mag Süßes. Im Ernst: Ich kann abschalten, nehme mir Zeit für Freiräume und Entspannung.

Interview: Peter Putzing

28.03.13
 

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weitere Infos zu Kauczinski

Vorname:Markus
Nachname:Kauczinski
Nation: Deutschland
Verein:Karlsruher SC

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