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15.03.2013, 09:59

Rostock: Trainer äußert sich im Interview zur aktuellen Situation

Fascher: "Jeder weiß, worum es geht"

Nur vier Zähler aus den letzten elf Spielen - der FC Hansa Rostock sollte seine Negativserie schnellstmöglich beenden, um nicht noch weiter in der Tabelle der 3. Liga abzurutschen. Derzeit haben die Hanseaten fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem der SV Babelsberg rangiert. Grund genug, sich bei Rostocks Coach Marc Fascher umzuhören.

Marc Fascher
Sucht nach Wegen raus aus der Krise: Rostocks Trainer Marc Fascher.
© imagoZoomansicht

kicker: Völlig losgelöst von Ergebnissen will Sportvorstand Uwe Vester langfristig mit Ihnen arbeiten. Ist das hilfreich für Sie, Herr Fascher?

Marc Fascher (44): Wenn einem Vertrauen entgegengebracht wird, ist das immer gut. Gerade in einer derartig schwierigen Situation ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Wer die Nerven verliert, bekommt Probleme.

kicker: Inwieweit fühlen Sie sich für Hansas sportlichen Absturz verantwortlich?

Fascher: Ich bin selbstkritisch und muss mich für den negativen Trend auch verantwortlich fühlen. Aber ich ziehe mir den Schuh nicht alleine an. Wir sind alle gefordert, den Trend ins Positive zu kehren.

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kicker: Mit Ausnahme von Nico Zimmermann hat keiner der sechs Winterneuzugänge eingeschlagen. Haben Sie falsch eingekauft?

Fascher: Gemessen an Zimmermann hinken die anderen noch ein wenig hinterher. Aber es ist bei weitem nicht so, dass sie brutal enttäuscht hätten oder Fehleinkäufe wären.

kicker: Das 1:3 in Halle war ein herber Rückschlag. Fehlt es im Abstiegskampf an der Einstellung?

Fascher: Ich glaube, dass wirklich jeder verstanden hat, worum es geht. Was Halle betrifft: Ich will nicht den Stab über der gesamten Mannschaft brechen. Alle Tore resultierten aus individuellen Fehlern.

kicker: Die Einstellung Ihrer Spieler ist so, wie Sie sich das vorstellen?

Fascher: Es ist immer noch ein bisschen Luft nach oben.

kicker: Was entgegnen Sie Kritikern, die sagen, das Team habe sich seit Ihrem Amtsantritt nicht weiterentwickelt?

Fascher: Es ist ein Armutszeugnis, wenn ein Team gegen Ende der Hinrunde nicht mehr laufen kann, körperlich kein Drittliga-Niveau hat. Damit fing das Dilemma an ...

kicker: Sie sind seit September im Amt und haben bis heute keine wirkliche Stammformation gefunden. Vor dem Heimspiel gegen den VfB II drehen Sie nun alle Uhren wieder auf null und rufen den Neuanfang aus. Ein Offenbarungseid?

Fascher: Im Gegenteil. Ich kann auch das Schicksal einfach so laufen lassen, komme zum Training und mache Dienst nach Vorschrift. Aber das ist nicht der Fall. Es gibt ganz klare Ursachen und Erklärungen dafür, warum ich viel wechseln musste: Verletzungen, Sperren, die Neuverpflichtungen - da mussten erst mal Mechanismen greifen.

kicker: Sie haben Routiniers wie Holst oder Haas und Leemans ein Stückweit demontiert, indem Sie sie auf die Bank setzten - ein Fehler?

Fascher: Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Auch Spieler, die lange Zeit gute Leistungen gebracht haben, sind nicht unantastbar.

Interview: Sönke Fröbe

15.03.13
 

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