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30.11.2012, 16:30

Erstes Treffen der Behinderten-Fanbeauftragten der 3. Liga

Die 3. Liga macht mobil - für Fans mit Behinderung

"Der Stadionbesuch von Fußballfans mit einer Behinderung muss eine Selbstverständlichkeit sein. Dafür wollen wir gerade auch in den Stadien der 3. Liga die Voraussetzungen weiter optimieren." Das ist das von Gerald von Gorrissen, DFB-Zuständiger für Fanarbeit, formulierte Anliegen. Dieses zu erarbeiten, stand auf der Tagesordnung des ersten Zusammentreffens der Behinderten-Fanbeauftragten der 3. Liga.

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Thomas Tuchel (re.) begrüßt die eigene Anhängerschaft der Behinderten
Wie hier in Mainz sollen auch bei sämtlichen Drittligisten beste Bedingungen für behinderte Fans geschafft werden (rechts: Thomas Tuchel).
© imago Zoomansicht

"Pro Heimspiel haben wir zehn blinde und sehbehinderte Fans und 75 Rollstuhlfahrer im Stadion. Wir rechnen, dass über reguläre Tageskarten 400 weitere Behinderte dabei sind", wird Hansa Rostocks Behinderten-Fanbeauftragter Uwe Schröder auf der offiziellen DFB-Seite zitiert. Am Tivoli in Aachen, wo bei Bedarf sogar Heißgetränke und Decken verteilt werden, und im Chemnitzer Stadion sind es 74 beziehungsweise 40 Rollstuhlfahrer, die sich die Heimspiele ihres Klubs beständig anschauen.

So will und soll die 3. Liga in Zukunft für noch mehr Barrierefreiheiten sorgen - in jeglichen Formen, seien es mehr und leichter zugänglichere Toiletten oder Blindenradios. Beim 1. FC Saarbrücken soll ab der zweiten Saisonhälfte gar eine Reportage für blinde Fans eingeführt werden, bei Arminia Bielefeld reist schon jetzt ein entsprechender Reporter mit, der sich ausschließlich um Blinde oder Sehbehinderte kümmert.

Vitali Eckermann, langjähriger Unterstützer des SC Preußen Münster, sieht in den Stadien weniger Probleme, mehr dafür auf den Hin- und Heimwegen: "Oft sind die Aufzüge am Bahnhofsgleis defekt, dann hast Du die Arschkarte gezogen."

Die Pläne sind also gesteckt. Jetzt gilt es für den DFB, die Bundesbehindertenfanarbeitsgemeinschaft (BBAG) und die Behinderten-Fanbeauftragten der Drittligisten diese in die Tat umzusetzen - damit die Zugehörigkeit der Behinderten unter den Fußballfans weiterhin gesichert und verstärkt werden kann.

30.11.12
 
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