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18.11.2012, 15:50

18. Spieltag: KSC der große Gewinner - VfL vergibt Elfer

Erfurt siegt im Kellerduell, Darmstadt Letzter

Darmstadt kassierte gegen Erfurt am Sonntag eine bittere Heimpleite und ist nun Letzter. Am Samstag tobte der Kampf um die Aufstiegsplätze, als großer Gewinner ging daraus der KSC hervor, der 3:0 in Rostock siegte und als einziges Team aus dem oberen Tabellendrittel drei Punkte einfuhr. Die Topspiele in Osnabrück und Münster endeten torlos. Heidenheim gewann am Freitag zum Auftakt des 18. Drittliga-Spieltags gegen Saarbrücken mal wieder - mit 3:0 in Unterzahl.

Dominick Drexler
Bescherte seinem Team drei ganz wichtige Punkte in Darmstadt: Erfurts Dominick Drexler (l.).
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Die Euphorie des Derbysiegs gegen Offenbach (1:0) ist am Böllenfalltor endgültig verflogen. Darmstadt kassierte im Kellerduell gegen Erfurt am Sonntag eine 0:1-Pleite und schaut sich die Tabelle nun von ganz unten an. Nach schwacher erster Hälfte mit leichten Vorteilen für die Gäste schlug Rot-Weiß nach dem Wechsel durch Drexler zu. Die "Lilien" vergaben in der Schlussphase gleich drei Chancen zum Ausgleich. So jubelte am Ende Erfurt, bei dem Neuverpflichtung Marko Kopilas gegen seinen Ex-Klub zu einem Kurzeinsatz kam. Die Thüringer verlassen durch den Sieg die Abstiegsplätze.

Torloses in Osnabrück und Münster

Manuel Hornig (li.) und Daniel Nagy
Enge Duelle im Derby: Manuel Hornig (li.), später des Feldes verwiesen, hat es hier mit Daniel Nagy zu tun.
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Ausverkauft! Erstmals in dieser Saison konnte dies Spitzenreiter VfL Osnabrück am Samstag vermelden. Zum Derby war Arminia Bielefeld zu Gast und bot den Lilaweissen einen heißen Kampf. Möglichkeiten ergaben sich auf beiden Seiten, zweimal forderten die Osnabrücker schon in der ersten Hälfte einen Strafstoß nachdem jeweils Zoller zu Fall gekommen war. FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer entschied sich jeweils dagegen, doch in der zweiten Hälfte waren die Niedersachsen einem Sieg dennoch sehr nah. Zunächst stellte Zwayer Hornig nach einer Notbremse vom Platz, wenig später ließ Zoller die große Chance zur Führung liegen. Doch die Möglichkeit zum Big Point sollte noch einmal zurückkehren, als Zwayer dem VfL kurz vor Schluss doch noch einen Elfmeter zusprach. Staffeldt trat in der 90. Minute an - und setzte die Kugel über den Querbalken. Es blieb beim 0:0.

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Dennoch bleiben die Osnabrücker auf Platz eins, denn auch das zweite Topspiel zwischen Münster und Unterhaching blieb torlos. Vor 8710 Zuschauern trafen eigentlich zwei torgefährliche Mannschaften aufeinander. 31 bzw. 29 Tore stehen schon für die beiden Teams zu Buche. Münster fehlte Regisseur Amaury Bischoff verletzt, für die Oberbayern setzt sich eine schwächere Phase fort: In den vergangenen sieben Spielen konnte die junge Truppe aus Unterhaching nur einen Dreier verbuchen.

Zum Duell zweier aufstrebender Absteiger kam es derweil an der Ostsee: Hansa Rostock empfing den Karlsruher SC und sah im Laufe der zweiten Hälfte seine Felle davonschwimmen. Ohne ihren besten Torschützen Ondrey Smetana (sieben Treffer), der aufgrund einer Gelb-Sperre zuschauen musste, blieb das Team von Trainer Marc Fascher torlos. Ein Treffer von Karlsruhes Mauersberger stellte neun Minuten nach Wiederbeginn die Weichen. Als Leemans in der 65. Minute auch noch mit Gelb-Rot vom Platz musste, war der Weg für den KSC frei, der in der Schlussphase noch einen 3:0-Erfolg herausschoss. Aufgrund der Patzer der Konkurrenten sind die Badener damit die Gewinner des Spieltags und verkürzen den Rückstand auf die Aufstiegsränge um zwei Zähler.

BVB II klettert aus der Gefahrenzone

Für Alemannia Aachen kommt es derzeit knüppeldick. Sportlich läuft es für den Abstieger eh schlecht, zudem fehlen aufgrund vieler Verletzungen die personellen Alternativen. Und nun kam auch noch die Meldung von der nicht zu vermeidenden Insolvenz inklusive Rückzug in Liga vier dazu. Trainer René van Eck war nicht um die Aufgabe zu beneiden, sein Team auf den Auftritt bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart vorzubereiten. Doch die Alemannen hielten in Schwaben gut dagegen, belohnt wurden sie freilich nicht. Schwertfeger konnte die VfB-Führung zunächst zwar noch ausgleichen, doch nach der Pause schlug Benyamina für die VfB-Youngster ein zweites Mal zu und sorgte damit für den 2:1-Sieg. Bereits das zehnte Saisontor des formstarken Angreifers, der nun in den letzten fünf Partien jeweils traf.

Tabellenrechner 3.Liga

Borussia Dortmund II nutzte die Chance beim Halleschen FC, sich an den Gegner heranzuarbeiten und sich etwas aus dem Tabellenkeller zu befreien. Im Duell der beiden Aufsteiger behielten die Schwarz-Gelben mit 1:0 die Oberhand. Benatellis Tor sorgte für den zweiten Sieg des BVB-Nachwuchses innerhalb von einer Woche.

Milan Ivana
Schlug gleich doppelt im hessischen Duell zu: Wehen Wiesbadens Milan Ivana.
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Zwölf Remis in 17 Spielen - der SV Wehen Wiesbaden hat den Stillstand förmlich perfektioniert. Im Heimspiel gegen den hessischen Konkurrenten von Kickers Offenbach gelang es nun aber doch, eine Führung über die Zeit zu bringen. Milan Ivana war in Wiesbaden der Spieler des Spiels, seine beiden Tore verschafften dem SVWW eine 2:0-Pausenführung. Dafür, dass die Vollmann-Elf dennoch um den dritten Saisonsieg zittern musste, sorgte der zur Halbzeit eingewechselte Rathgeber mit einem verwandelten Elfer. Zu mehr reichte es für den OFC jedoch nicht mehr, der nach dem 0:1 in Darmstadt auch das zweite Auswärtsspiel auf hessischem Boden in Folge verlor.

Mit zuletzt acht Punkten aus vier Spielen hatte sich Babelsberg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft, in Burghausen folgte der Rückschlag. Schon nach 22 Minuten führte Wacker mit 3:0. Unter anderem für das Team von Coach Georgi Donkov erfolgreich: Kapitän Youssef Mokhtari, der beim 1:1 gegen Osnabrück zuletzt noch aufgrund einer Achillessehnenreizung aussetzen musste. Die Partie war damit früh entschieden, der Treffer zum 3:1 durch Christian Groß war lediglich Ergebniskosmetik.

Für die Stuttgarter Kickers geht es immer weiter bergab. Beim Chemnitzer FC blieben die Schwaben schon im sechsten Spiel in Folge sieglos. Ein Doppelschlag von Förster und Fink sorgte Mitte des zweiten Durchgangs für die Entscheidung. Nur aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Aachen bleibt den Kickers ein Abrutschen auf die Abstiegsplätze erspart.

Marc Schnatterer jubelt gegen Saarbrücken
Trendwende! Kapitän und Torschütze Marc Schnatterer durfte gegen Saarbrücken mit Heidenheim mal wieder jubeln.
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Heidenheim bleibt dran

Der 1. FC Heidenheim hält Kontakt zur Spitzengruppe: Nach nur einem Punkt aus den vorangegangenen vier Spielen beendeten die Schwaben am Freitag gegen Saarbrücken ihr Tief. Alles Entscheidende tat sich in den ersten 25 Minuten: Thurk und Endres trafen in der furiosen Anfangsphase jeweils per Kopf für die Hausherren, die wenig später aber auf einmal nur noch zu zehnt waren. Göhlert flog für sein Foul an Ziemer im Strafraum vom Platz, Sökler scheiterte jedoch aus elf Metern an FCH-Keeper Sabanov. Auch die folgende gut einstündige Überzahl wusste der FCS nicht zu nutzen, stattdessen erhöhte Schnatterer nach der Pause sogar noch zum 3:0-Endstand. Der Blick der Heidenheimer geht damit wieder vorsichtig nach oben, der der Saarbrücker in die entgegengesetzte Richtung.

18.11.12
 
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