
Für VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz steht fest, dass der 3:1-Sieg gegen Heidenheim in erster Linie dem Teamgeist und der Geschlossenheit zu verdanken war. "Das ist die besondere Mentalität der Mannschaft. Sie gibt nach einem Rückschlag nicht auf und kann auch sofort zurückschlagen", sagte der Coach. Damit spielte er auf die Reaktion nach dem verdienten Ausgleich des FCH an, als der VfL sich nicht mit dem Remis abfinden wollte, sondern gleich wieder Witterung in Richtung Gastgeber-Tor aufnahm - durch das Elfmeter-Tor von Timo Staffeldt belohnt wurde. Er ist der neue Mann für die Strafstöße, nachdem die Lila-Weißen zuvor zweimal die Chancen vom Punkt nicht genutzt hatten. "Ich habe mich sicher gefühlt und trotz der brenzligen Situation kein Nervenflattern verspürt", meinte der 28-Jährige, der mit dem Selbstvertrauen aus diesem vorentscheidenden Treffer noch auf brillante Weise Adriano Grimaldis 3:1 vorbereitete.
"So kann es weitergehen", freute sich auch der zweite Timo im Osnabrücker Team. Innenverteidiger Timo Beermann nutzte einmal mehr die Chance, die ihm der Coach bot. Den 21-Jährigen hatte niemand auf der Rechnung, als er den VfL mit seinem wuchtigen Kopfball anfangs in die Erfolgsspur brachte. "Hinterher haben wir uns zwar ein wenig verbarrikadiert, fanden aber dann die richtigen Mittel, um Heidenheim letztlich doch noch in die Knie zu zwingen", äußerte der kompromisslose Abwehrmann, den sie nur "Eule" nennen.
Ein gelungenes Comeback nach fünfwöchiger Verletzungspause feierte indes Nils Fischer als Rechtsverteidiger.
Alfons Batke