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25.09.2012, 12:51

Bielefeld: Debatte in Facebook

Thema Rauchbomben: Uhlig redet Klartext

Der erwägte Zuschauerausschluss von Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig nach den Rauchbomben von Münster schlägt heftige Wellen. In einem Statement auf der Facebook-Seite des Vereins stellt Uhlig seine Meinung zu Pyrotechnik und Co. detailiert dar. In dem sozialen Netzwerk ist nun eine kontroverse Diskussion zwischen Bielefelder Anhängern entbrannt.

Marcus Uhlig
Warner: Marcus Uhlig weiß, dass die Arminia ein "Wiederholungstäter" in Sachen Pyrotechnik ist.
© imagoZoomansicht

Es ist nicht mehr wegzudiskutieren: Pyrotechnik ist im deutschen Profifußball zu einer alltäglichen, wenn auch verbotenen Erscheinung geworden. Die Frankfurter "Fans" stellten das zuletzt im Rahmen des Bundesligaspiels beim 1. FC Nürnberg wieder einmal unter Beweis. Kurz vor Beginn der Partie wurden im Gästeblock unzählige Rauchbomben und Böller gezündet.

Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auch beim Derby zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld (4:0) in der 3. Liga am vergangenen Samstag. DSC-Geschäftsführer Uhlig hatte daraufhin in mehreren Medien angedeutet, auch mal ohne Fans zu einem Auswärtsspiel zu reisen. Glühende Drähte und ein Proteststurm waren die Folge. Weil er sich nicht richtig verstanden fühlt, spricht Uhlig nun via Facebook Klartext: "Das will ich ganz bestimmt nicht und es kann auch nicht sein, dass wir jetzt auf solch ein Szenario hinarbeiten." Er wolle beim von ihm selbst angestoßenen Thema Zuschauerausschluss allerdings "nicht zurückrudern".

Es kostet uns Geld - viel Geld, welches wir bekanntermaßen nicht haben.DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig

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Der Geschäftsführer ist verärgert - und das aus gutem Grund. Im Vorfeld des Derbys in Münster habe man alles dafür getan, dass die Choreographie und eine große Zaunfahne der Fans von den Behörden und von den Preußen genehmigt wird. Der Einsatz für den eigenen Anhang wurde von einigen Chaoten missbraucht. Die Fahne diente als Tarnung, um vier Rauchtöpfe entzünden zu können, "sodass keine Polizeikamera der Welt das Aktivieren filmen konnte", schreibt Uhlig in seinem Statement, in dem er außerdem darauf hinweist, dass die Arminia ein "Wiederholungstäter" sei. "Es kostet uns Geld - viel Geld, welches wir bekanntermaßen nicht haben", betont der 41-Jährige.

Wenn man die Geschichte nicht in den Griff bekomme, müsse man darüber nachdenken, "jegliche Fanutensilien bei Auswärtsspielen zu verbieten, damit die Zündelmeister keinen Sichtschutz mehr haben. Wenn alles nichts hilft, dann muss man sicherlich auch erwägen, zu Problemspielen zur Not auch mal ohne Fans zu fahren", erklärt Uhlig.

Zuschauerausschluss nur als absolute Notlösung

Gerade letztere Aussagen Uhligs sind es, die auf Facebook eine emotionale Debatte ausgelöst haben. "Wer überhaupt über ein Derby ohne Fans nachdenkt, ist nicht mehr tragbar. Dort, wo Fans im Kollektiv ausgesperrt werden, stirbt der Fußball!", schreibt ein User. Andere sehen in Uhligs Äußerungen Ablenkungsmanöver vom schlechten Spiel in Münster, manche loben ihn höhnisch, weil er damit Druck von der Mannschaft nehme. Der Großteil der Anhänger stimmt dem Geschäftsführer in zahlreichen Kommentaren aber zu.

Heute Abend (19 Uhr, LIVE! bei kicker.de) tritt die Arminia zuhause gegen den Chemnitzer FC an. Ob danach wieder sportliche Themen in Bielefeld im Vordergrund stehen, wird sich zeigen.

25.09.12
 

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Vereinsdaten

Vereinsname:Arminia Bielefeld
Gründungsdatum:03.05.1905
Mitglieder:8.358 (01.07.2013)
Vereinsfarben:Schwarz-Weiß-Blau
Anschrift:Melanchthonstraße 31 a
33615 Bielefeld
Telefon: (05 21) 96 61 10
Telefax: (05 21) 96 61 11 1
E-Mail: info@arminia-bielefeld.de
Internet:http://www.arminia-bielefeld.de

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