Aachen: Stefan Emmerling und Falko Götz als Trainer im Gespräch
Scherr: "Es kracht überall im Gebälk"
Nach nur acht Spielen ist die Aufbruchstimmung endgültig verflogen. Und mit ihr das komplette Trainerteam. Manager Uwe Scherr hat Trainer Ralf Aussem, Co-Trainer Michael Burlet und Torwarttrainer Hans Spillmann entlassen. Seine Begründung: "Was am Anfang gut war, hat Schritt für Schritt in die falsche Richtung geführt."

Ein Mann konsequenter Entscheidungen: Alemannia-Manager Uwe Scherr.
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Von den zehn Punkten seien fünf nur sehr glücklich zustandegekommen. Außerdem sei weder eine sportliche Entwicklung noch ein Aufbäumen erkennbar gewesen, so Scherr. Von der Qualität des Kaders her gehöre Aachen ins obere Drittel der Tabelle. Auch deshalb habe er die Entscheidung so früh getroffen, um nicht noch weiter zurückzufallen.
Scherrs Argumentation klingt plausibel, weil sie die sportliche Situation treffend analysiert. Sie ist aber auch sehr hart, denn den Ausfall von Spielern wie Demai oder Rösler will er nicht als Erklärung gelten lassen. "Das sind Ausreden. Verletzungen gehören zum Sport dazu." Tatsache sei: Viele Neuzugänge hätten Rückschritte gemacht.
U-23-Coach Peter Schubert fungiert als Interimslösung
Diese Entwicklung umkehren soll nun "ein Trainer, der zu diesem Team passt", bemüht Scherr eine altbekannte Floskel. Nach der Interimslösung mit U-23-Coach Peter Schubert soll der neue Coach möglichst noch während der Länderspielpause installiert werden. Im Gespräch sind unter anderem Stefan Emmerling oder Falko Götz.
Doch egal, wer es werden sollte: Er übernimmt eine schwierige Aufgabe. "In diesem Verein kracht es überall im Gebälk", hat auch Scherr erkannt. Die Fan-Ausschreitungen und der Zank in den Gremien seien zwar nicht für die sportliche Situation verantwortlich. "Aber förderlich", versichert der Manager, "ist es auch nicht."
Holger Richter