| Vorname: | Ralf |
| Nachname: | Aussem |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Viktoria Köln |
Kapitän Albert Streit spielte weniger auffällig als sonst. Doch am Ende war auch er mit dem 0:2 gegen Champions-League-Teilnehmer Gladbach zufrieden. "Wir waren Außenseiter", klärte der erfahrene Fuchs die Fronten. Und: "Wenn wir hier keinen Klassenunterschied mehr feststellen können, was soll das dann noch", wurde Streit beinahe schon philosophisch.
Der Zweitligaabsteiger kann sich nun voll auf die 3. Liga konzentrieren. Während die Alemannia dort in fünf Spielen bereits acht Gegentore kassierte, stand das Abwehrbollwerk gegen die Borussia lange Zeit sehr sicher. Trainer Ralf Aussem zeigt sich deshalb optimistisch für die anstehenden Wochen, da "bis zur 70. Minute die Null stand".
Erst Juan Arango war es, der nach einem Doppelpass mit de Jong ins Netz der Schwarzgelben traf. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Alemannia phasenweise sogar mehr Ballbesitz als der zwei Klassen höher spielende Gegner. Da für Aussem das Spiel bis zum 0:1 "mehr als offen" ablief, sieht der Coach gute Ansätze für die kommenden Ligaspiele. "Wenn es uns dann gelingt, den letzten Steckpass vor dem Tor zu spielen, sind wir endlich angekommen", meinte der Coach und strahlte Optimismus aus. Das Pokal-Derby macht auch Streit Mut für die Zukunft: "Wir haben so lange wie möglich dagegengehalten. Das klappte immerhin eine ziemlich lange Zeit - darauf können wir aufbauen."
Trotz der Niederlage gab es auch auf Aachener Seite Gewinner. Verteidiger Mario Erb zum Beispiel, der nach dem Trainerwechsel weg von Peter Hyballa außen vor war und nun eines seiner besten Spiele ablieferte. Auch Keeper Tim Krumpen strahlte, nachdem er diverse "Heldentaten" auf der Linie vollbracht und auch bei Standards wesentlich sicherer agiert hatte als in mancher Partie zuvor. Am Samstag steht nun das Tagesgeschäft an: Beim KSC soll die Mission Wiederaufstieg vorangetrieben werden.
W. Schuhmacher