
De Angelis redet gar nicht lange um den heißen Brei herum, er lässt die Begriffe Geld und Reputation fallen. "Das Spiel wird live im Fernsehen übertragen, das Stadion ist ausverkauft, in unserer Etatplanung ist das nicht unbedeutend", äußert sich der Präsident gegenüber den Westfälischen Nachrichten.
Preußen hat sich heuer bereits zum vierten Mal seit dem Jahr 2008 für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Sollte den Münsteranern der Coup gelingen, die Bremer aus dem Wettbewerb zu kegeln, würde das "zusätzliche Einnahmen und Perspektiven" eröffnen. Davon geht de Angelis natürlich nicht aus. Das sei "vermessen", wie er sagt.
Doch ein bisschen Träumen ist erlaubt. Schließlich stehen die Preußen-Spieler - im Gegensatz zu den Werderanern - seit einigen Wochen im Ligabetrieb. Der Präsident übt sich in Bescheidenheit und wünscht sich zunächst einmal eine spannende Begegnung: "Es wäre toll, wenn wir die Partie so eng gestalten könnten, wie uns das gegen den VfL Bochum, Hertha BSC Berlin und den VfL Wolfsburg in den Jahren zuvor gelungen ist."
Das Preußenstadion ist mit 18.000 Zuschauern bereits seit längerem ausverkauft. Auf der vereinseigenen Homepage ist vom so genannten "Ausnahmespieltag" die Rede. Nicht nur aufgrund der sportlichen Brisanz, sondern in jeder Hinsicht: Der erwartete Temperaturanstieg zum Wochenende hat den Verein veranlasst, mit gesonderten Getränkeständen aufzuwarten und für zusätzliche Parkplätze zu sorgen.