Aachen: Acht Gegentore nach fünf Spielen
Manager Scherr beklagt Konzentrationsmängel
Die erste Saisonniederlage gegen die bis dato Tabellenletzten Offenbacher Kickers nagt an den Aachenern. Während sich Alemannia-Kapitän Albert Streit vor allem an den ständigen 0:1-Rückständen stört, übt Manager Uwe Scherr Kritik an der Einstellung der Mannschaft. Man schöpfe die eigenen Möglichkeiten noch zu wenig aus, befindet Scherr.
Hadert mit der Vielzahl an Gegentoren: Alemannia-Manager Uew Scherr.
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Das war heute ein Schritt in die falsche Richtung", zeigte sich Manager Uwe Scherr nach dem 1:3 gegen Offenbach ernüchtert. Es war die erste Niederlage für die Alemannia, und die war für Scherr "ganz klar verdient".
Dieser Schritt hatte sich durchaus angekündigt. "Schon der Auswärtssieg in Saarbrücken war glücklich, anschließend haben wir es offenbar nicht hinbekommen, uns neu zu konzentrieren und wieder alles zu geben", so Scherr. Neben der Einstellung hat er noch ein weiteres Defizit ausgemacht: "Wir haben nach fünf Spielen acht Gegentore. Das sind viel zu viele." Sein Gegenmittel: "Wir müssen unsere eigenen Qualitäten durchsetzen. Das haben wir noch viel zu wenig getan."
Das findet auch Kapitän Albert Streit. Vor allem die ständigen Rückstände nerven den 32-Jährigen. "Das kotzt mich langsam an", sagte er, nachdem die Alemannia im fünften Spiel zum vierten Mal den ersten Treffer kassierte. "Wir lassen uns den Schneid abkaufen und verlieren zu schnell die Bälle." Aber Streit ist erfahren genug, um zu wissen, dass es solche Tage nun mal gibt: "Ich hoffe nur, dass das für lange Zeit der letzte dieser Tage war."
Holger Richter
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