| Vorname: | Ralf |
| Nachname: | Aussem |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Viktoria Köln |
kicker: Herr Streit, Alemannia hat in zwei Spielen vier Punkte geholt. Ist das ein erfolgreicher Start?
Albert Streit: Es wären auch sechs Punkte möglich gewesen. Aber wir haben ein neu zusammengestelltes Team, das sich erst finden muss. Insofern sind vier Punkte ein passabler Start.
kicker: In dieser neuen Alemannia sind Sie nicht nur Kapitän, sondern Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Wie bewerten Sie Ihre Rolle?
Streit: Unter Trainer Ralf Aussem spiele ich zentral. Sein Vorgänger Friedhelm Funkel hatte mich auf außen eingesetzt. Auf meiner neuen Position bekomme ich viel mehr Bälle, so kann ich viel mehr Einfluss nehmen. Das kommt mir sehr entgegen und ich fühle mich wohl dort. Und dass ich mich wohl fühle, sieht man auch an meinem Spiel, glaube ich.
kicker: Der Klub und Sie haben in der 3. Liga Neuland betreten. Jetzt spielen Sie erstmals gegen eine Zweitvertretung. Besteht die Gefahr, Dortmund II zu unterschätzen?
Streit: Dafür gibt es überhaupt keinen Grund. Wir haben noch genügend Arbeit vor uns. Das hat man gegen Burghausen gesehen, als wir selbst bei einem Zwei-Tore-Vorsprung nicht in der Lage waren, das Spiel souverän zu Ende zu spielen. So gut sind wir noch nicht. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, wir waren oft zu hektisch. Und da bin ich gefragt, meine Ruhe auf die Mannschaft zu übertragen.
kicker: Ihre Fans sind alles andere als ruhig. Gegen Burghausen haben Sie 15 500 Zuschauer lautstark unterstützt . . .
Streit: Damit habe ich gar nicht gerechnet. Schon zum ersten Training waren 1000 Zuschauer da, beim Testspiel gegen Köln sind mitten in der Woche 10 000 gekommen. Wie wir unterstützt werden, das sucht selbst in der 2. Liga seinesgleichen.
kicker: Sie bereuen also nicht, in die 3. Liga gegangen zu sein?
Streit: Ich habe nicht lange gebraucht, mich für Aachen zu entscheiden. Ich hoffe, dass das nach den letzten Jahren, die ich erlebt habe, ein gutes Ende nimmt.
kicker: Damit meinen Sie den Aufstieg?
Streit: Vom Aufstieg reden wir nicht. Wir wollen oben mitspielen.
Interview: H. Richter