
"Die aktuelle Situation ist genau auf mich zugeschnitten. Ich weiß, wie ich der Mannschaft helfen kann", erklärt der älteste Feldspieler der Liga auf DFB.de. Gegen Aalen stand Civa, der seine Karriere im Sommer beenden wird, erstmals seit dem 24. Spieltag in der Startelf und zeigte eine solide Leistung (kicker-Note 3). Insgesamt absolvierte der Mittelfeldmann der in der aktuellen Saison 19 Partien (Notenschnitt 3,43).
Sein großes Plus im Abstiegskampf ist die Erfahrung. Nach mehr als 270 Partien in der 2., 3. und 4. Liga lässt sich Civa nicht mehr so leicht verunsichern: "Im Vergleich zu jüngeren Spielern, kann ich auch unter großem Druck etwas ruhiger bleiben."
Das reicht allerdings nicht allein aus, um mit fast 40 Jahren in Deutschlands dritthöchster Spielklasse zu bestehen. Hinzu kommt Civas körperliche Verfassung: "Ich habe seit Saisonbeginn noch keine Trainingseinheit verpasst und bin fit wie ein Turnschuh."
Diese Qualitäten will er voll in die Waagschale werfen, um den Abstieg seines "Herzensvereins" zu verhindern. Die Geburtstagsfeierlichkeiten müssen da zurückstehen: Nur einen Tag nach Civas Ehrentag empfängt Babelsberg (40 Punkte) den Tabellen-13. Arminia Bielefeld (44). "Das wird mein allerletztes Spiel im Karl-Liebknecht-Stadion und sicherlich ein sehr emotionaler Abschied. Es wäre ein Traum, wenn wir in dieser Partie den Klassenverbleib perfekt machen könnten."
Den Boden dafür haben die Babelsberger bereits bereitet - und zwar nicht nur sprichwörtlich: Damit die Frauen von Turbine Potsdam am Sonntag in der Champions League gegen Lyon antreten können, bekommt das Stadion einen neuen Rasen. Die UEFA hatte zuvor den schlechten Zustand des Platzes im "Karli" moniert. Die Nulldreier werden das rund 120.000-Euro-teure Grün als Stadionpächter bezahlen. Die Stadt Potsdam wird den jährlichen Betriebskostenzuschuss von 150.000 Euro zur Unterstzütung sofort an den Verein zahlen.