Wehen Wiesbaden: Nachholspiel erneut in Gefahr
Vollmann erwartet "viel Engagement"
Im Hinspiel sah das Bild auf den Trainerbänken von Arminia Bielefeld und dem SV Wehen Wiesbaden noch anders aus. Bei der 0:1- Niederlage der Arminia saß Coach Markus von Ahlen auf der Bank der Ostwestfalen und an der Seitenline des SV Wehen Wiesbaden dirigierte dagegen noch der entlassene Gino Lettieri das Geschick seiner Spieler.

Im Kampf um den Ball: Nico Herzig und Alexander Krük (re.).
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Heute, knapp sechs Monate später, wird Stefan Krämer für das Spiel seiner Bielefelder verantwortlich sein und der Kontrahent auf der anderen Seite wird Peter Vollmann heißen. Für die Arminia hat sich der Trainerwechsel in der Hinrunde ausgezahlt. Stefan Krämer hat es geschafft, den Zweitliga-Absteiger nach einem katastrophalen Saisonstart wieder in die Spur zu bringen. Ein Sieg im Nachholspiel heute Abend würde Bielefeld ein beruhigendes Polster auf die Abstiegsplätze verschaffen.
Ob sich der Trainerwechsel auf der Bank des SVWW gelohnt hat, wird der weitere Saisonverlauf erst noch zeigen müssen. Im ersten Spiel unter Neu-Coach Vollmann blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus, es gab eine deutliche Heimpleite gegen den SV Sandhausen (0:4).
Der Negativtrend soll nun im Nachholspiel gestoppt werden. Vollmann dazu auf der Vereinswebsite: "Wir müssen gegen Arminia Bielefeld deutlich disziplinierter als zuletzt zu Werke gehen. Das gilt für die gesamte Mannschaft, von der ich außerdem viel Engagement sehen will. Das Spiel ist wichtig, weil wir auf einen direkten Konkurrenten treffen."
Personell hat Vollmann dabei in der Defensive wieder mehr Optionen, da die beiden Gelb-Rot-Sünder Herzig und Hübner ihre Sperren abgesessen haben.
Wie ein angeschlagener Boxer
Zum Thema Trainerwechsel in Wehen äußerte sich DSC-Coach Krämer angriffslustig: "Wehen ist nach dem Trainerwechsel und der deftigen Niederlage gegen Sandhausen wie ein angeschlagener Boxer. Entweder sie berappeln sich, zeigen eine Trotzreaktion und sind richtig gefährlich, oder wir lassen es gar nicht so weit kommen, treiben sie in die Ecke und drücken ihnen unser Spiel auf."
Generell sieht Krämer sein Team in Wehen gefordert: "Wir wollen wieder offensiv und aggressiv auftreten, an die ersten 60 Minuten aus dem Regensburg-Spiel anknüpfen. Das 4-1-4-1-System ist dabei nicht unwahrscheinlich, am Samstag stand uns diese Grundordnung gut zu Gesicht." Personelle Unterstützung erhält Krämer dabei von Hornig und Krük, die nach Gelbsperre wieder spielberechtigt sind.
Flutlicht defekt
Ob das Spiel überhaupt stattfinden kann, ist dagegen nicht sicher, denn am Montag streikte in der BRITA-Arena die Flutlichtanlage. Grund war ein Kurzschluss, der bei einer Routine-Untersuchung festgestellt wurde. Seither arbeiten die Techniker an der Behebung. Der SV Wehen Wiesbaden hat den DFB vorsorglich in Kenntnis gesetzt. Eine Entscheidung, ob das Spiel stattfinden, wird für den Nachmittag erwartet.