Die vorderen Ränge noch nicht aus den Augen verloren haben Osnabrück und Erfurt. Im direkten Duell hatten die Thüringer am Ende die Nase mit 3:2 vorne und das, obwohl die Osnabrücker im ersten Abschnitt schon scheinbar sicher mit 2:0 in Führung gegangen waren. Doch die Mannschaft des neuen und alten Trainers Claus-Dieter Wollitz fühlte sich offensichtlich zu sicher, Erfurt bestrafte dies in den zweiten 45 Minuten eiskalt: Morabit (57.), Caillas (68.) und zuguterletzt Pfingsten-Reddig (85.) per Elfmeter drehten den Spieß um. Die Rot-Weißen rücken damit wieder dem Tabellendritten Jahn Regensburg auf die Pelle.
Am Sonntag blieb Werder II auch im neunten Spiel in Folge sieglos (0/4/5), verzeichnete mit dem 2:2 gegen den aufstiegsambitionierten 1. FC Saarbrücken einen Teilerfolg. In Anbetracht des Spielverlaufs aber eigentlich zu wenig für das Schlusslicht, bei zehn Zählern Rückstand auf das rettende Ufer. Denn Bremen führte dank zweier Kroos-Treffer zur Pause bereits mit 2:0. Saarbrücken schaffte den Anschluss und wieder war es Sieger (wie beim 2:2 gegen Babelsberg), der den Ausgleich per Elfmeter markierte. Die Saarländer warten seit vier Spielen auf einen Dreier (0/3/1) und bleiben drei Zähler hinter dem Aufstiegsrelegationsplatz, auf den Regensburg abgerutscht ist.

Drei Punkte Vorsprung auf zwei, fünf auf drei - das Wochenende lief optimal für den SV Sandhausen, der mit 3:1 bei Arminia Bielfeld gewann. Bei den zuletzt so heimstarken Arminen (4/1/0) gingen die Badener wie von Coach Gerd Dais gefordert mit der nötigen Spannkraft ins Spiel. Blum und Schauerte sorgten für einen schnellen und komfortablen Vorsprung. Pischorn machte nach der Pause alles klar, für die abermals ohne die erfahrenen Glibo und Pinto angetretenen Gäste.
Die Mannschaften der Stunde heißen VfR Aalen und Chemnitzer FC. Der VfR baute seine Serie von Spielen ohne Niederlage im Verfolgerduell gegen Regensburg auf sieben Partien aus und landete durch das 2:1 den vierten Sieg in Reihe. Temür brachte die Oberpfälzer vor der Pause nach vorn, ehe Kister ausgleichen konnte. Die Entscheidung blieb dem für Cidimar in der 80. Minute eingewechselten Weiß vorbehalten. Der 19-Jährige schoss, nur wenige Sekunden auf dem Platz, sein zweites Saisontor. Ohne den verletzten Goalgetter Schweinsteiger (zwölf Treffer) brachte die Schwaben-Woche dem Jahn keine Punkte - unter der Woche hatte die Weinzierl-Elf beim VfB mit 0:1 verloren.
Auch Chemnitz ist seit sieben Spielen ungeschlagen und feierte den vierten Dreier in Folge. Unterhaching - mit dem 1:3 in Sandhausen ins neue Jahr gestartet - war am Ende nur ein Spielball. Vor allem der Ex-Hachinger Fink spielte sich in den Vordergrund: Im Winter aus Karlsruhe gekommen erzielte er beim 5:1-Kantersieg und seinem ersten Startelf-Einsatz gleich einen Dreierpack an der Gellertstraße. Drei Punkte Rückstand haben die Himmelblauen nur noch auf Rang drei (Regensburg).
Wehen Wiesbaden tritt seit zwei Jahren auf der Stelle - am Samstag gelang immerhin ein 1:0-Prestigesieg bei Tabellennachbar und Lokalrivale Darmstadt 98. Wohlfarth machte das einzige Tor, der SVWW überstand eine Unterzahlsituation ab der 38. Minute - Ledgerwood hatte Rot gesehen. Die Landeshauptstädter setzten sich von der gefährdeten Zone ab, Darmstadt kann weiter auf einen Sechs-Punkte-Vorsprung verweisen, da der Drittletzte Oberhausen zu Hause gegen Offenbach nur zu einem 1:1 kam.
Jena, neun Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, hat mit fünf Neuen im Kampf gegen die Viertklassigkeit mächtig aufgerüstet. Die Hoffnungen ruhen auf den Last-Minute-Transfers Ramaj und Huke. Doch die können ihre Torgefährlichkeit noch nicht unter Beweis stellen. Das Spiel gegen Heidenheim wurde aufgrund der Witterungsbedingungen abgesagt.

Dem Kälte-Hoch Dieter wurde am Freitagabend im Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg getrotzt. Preußen Münster, zuvor drei Plätze schlechter notiert als die Filmstädter, nutzte im Spiel der Premieren die Chance, am Konkurrenten im Tabellenmittelfeld vorbeizuziehen. Trainer Pavel Dotchev feierte bei den Preußen seinen Einstand und beorderte gleich seinen Last-Minute-Neuzugang Marco Königs (aus Düsseldorf) in den Angriff - mit Erfolg. Truckenbrod brachte die überlegen agierenden Gäste mit seinem ersten Treffer im SCP-Dress in Front, ehe Königs seine Verpflichtung gleich beim Debüt rechtfertigte und die in der Regionalliga gezeigte Torgefährlichkeit unter Beweis stellte. Die 2:0-Pausenführung brachte Münster gegen harmlose Babelsberger, die Torjäger Stroh-Engel (Gelb-Sperre) schmerzlich vermissten, ungefährdet ins Ziel.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | VfR Aalen | 32:22 | 43 |
| 2 | ![]() | SV Sandhausen | 35:26 | 43 |
| 3 | ![]() | Jahn Regensburg | 37:22 | 38 |
| 4 | ![]() | Rot-Weiß Erfurt | 31:26 | 36 |
| 5 | ![]() | 1. FC Saarbrücken | 42:32 | 35 |
| 6 | ![]() | Wacker Burghausen | 36:29 | 35 |
| 7 | ![]() | Chemnitzer FC | 31:29 | 35 |
| 8 | ![]() | 1. FC Heidenheim | 26:24 | 34 |
| 9 | ![]() | Kickers Offenbach | 28:25 | 33 |
| 10 | ![]() | VfB Stuttgart II | 27:29 | 33 |
| 11 | ![]() | Preußen Münster | 25:26 | 31 |
| 12 | ![]() | VfL Osnabrück | 24:20 | 29 |
| 13 | ![]() | SV Wehen Wiesbaden | 26:28 | 29 |
| 14 | ![]() | SV Babelsberg 03 | 33:36 | 29 |
| 15 | ![]() | Arminia Bielefeld | 32:38 | 29 |
| 16 | ![]() | SpVgg Unterhaching | 38:38 | 28 |
| 17 | ![]() | SV Darmstadt 98 | 31:34 | 27 |
| 18 | ![]() | Rot-Weiß Oberhausen | 21:31 | 21 |
| 19 | ![]() | Carl Zeiss Jena | 24:43 | 18 |
| 20 | ![]() | Werder Bremen II | 24:45 | 17 |