"Wir haben uns durchgewurschtelt", sprach Trainer Wolfgang Wolf von einem "Arbeitssieg". Es war ein Sieg mit Willen, der sehr schwer gefallen ist. "Wir mussten in diesem Spiel beißen, das war richtig hart für alle. Es wird Zeit zum Durchschnaufen", sagte Wolf. Umso wichtiger war der Dreier. "Das sind Big Points", so Mehic. Ausschlaggebend war ein Handelfmeter, den Steffen Haas nach minutenlangen Protesten der Regensburger verwandelte. "Wir haben im Moment das Glück des Tüchtigen", sagte Sportmanager Andreas Möller auch im Hinblick auf das Pokallos in der zweiten Runde und unterstreicht das Offenbacher Selbstbewusstsein: "Das wird eine große Herausforderung - für Borussia Dortmund."
Aus Tobias Schlauderer sprach der pure Zorn. Eine unglaubliche und absolute Fehlentscheidung sei der Handelfmeter gewesen, der zum 1:0 der Offenbacher und einer unverdienten Niederlage geführt habe. Auch Kapitän Stefan Binder war gehörig angefressen: "In 100 Jahren hätten die Kickers doch kein Tor gegen uns geschossen. Dann bekommen sie aber einen Elfer, der nie und nimmer einer war." Mahmut Temür war angeblich der Ball an die Hand gesprungen. Referee Osmers gab Strafstoß. Markus Weinzierl protestierte so energisch, dass er auf die Tribüne verbannt wurde. Später sagte der Jahn-Trainer: "Der Schiri hat doch zuerst einen Freistoß angezeigt, und dann erst auf Elfmeter entschieden. Darüber habe ich mich so aufgeregt."
Bei allem Ärger war Binder einer der ersten, der auch Positives mitnahm: "Wir waren dem Spitzenreiter mehr als ebenbürtig." Weil sich Tobias Schweinsteiger tags zuvor mit Mumps-Symptomen krankgemeldet hatte, hatte man beim Jahn sogar erwogen, die Partie aus Schutz vor Ansteckungen verlegen zu lassen. Doch wurde dies vom DFB nicht genehmigt.
Jochen Koch/Heinz Reichenwallner