
Fünf Spieltage vor Schluss nimmt die Spannung an der Tabellenspitze immer mehr zu. Hauptsächlich verantwortlich dafür ist Eric Agyemang. Der Auer Angreifer erzielte am Samstagnachmittag beim 3:0 (1:0)-Erfolg der Erzgebirger über Spitzenreiter VfL Osnabrück alle Tore zum Sieg und brachte das Erzgebirge-Stadion zum Beben.
In einer kampfbetonten Partie erwischte Osnabrück sogar den besseren Start, Aue wurde erst mit zunehmender Spieldauer aktiver. Agyemang war dann in der 24. Minute zur Stelle. Im zweiten Abschnitt verdienten sich die Sachsen dann den Sieg, auf den Agyemang mit einem Doppelpack (62., 88.) den Deckel drauf machte.
Trotz der Niederlage liegen die Niedersachsen mit 56 Punkten weiterhin an der Spitze, doch Aue liegt nach dem zweiten Sieg in Folge nur noch einen Punkt dahinter. Die Sachsen verdrängten durch den Dreier den FC Ingolstadt vom zweiten Tabellenrang. Die "Schanzer" unterlagen bei Dynamo Dresden mit 0:2 (0:1) und bezogen die zweite Niederlage am Stück. Bereits in der Frühphase der Begegnung geriet das Team von Trainer Michael Wiesinger auf die Verliererstraße, Röttger erzielte in der 4. Minute die Führung für den Traditionsverein. Nach einer Stunde markierte dann Wagefeld bereits den Endstand.
Punktgleich mit den Oberbayern ist nun Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen wandelten beim VfB Stuttgart II einen zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand um und gingen nach Treffern von Dogan (37.) und Kruppke (44.) mit 2:1 als Sieger vom Platz. Pala brachte die Schwaben in der 10. Minute in Führung. Mit dem vierten Sieg in Folge hat sich das Team von Trainer Torsten Lieberknecht bis auf Rang vier vorgearbeitet und hat gegenüber den punktgleichen Ingolstädtern sogar noch eine Partie in der Hinterhand!
Etwas abgerutscht ist dagegen der 1. FC Heidenheim. Der freche Aufsteiger unterlag den Offenbacher Kickers mit 0:2 (0:0) und wartet seit drei Partien auf einen Sieg. Die Hessen dagegen können sich nach dem zweiten Sieg in Folge mit nunmehr 50 Punkten wieder Hoffnungen im Endspurt um den Aufstieg machen.
Ebenfalls Hoffnungen kann sich auch noch Carl Zeiss Jena machen. Zwar kamen die Thüringer gegen die SpVgg Unterhaching nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus, doch die Elf von Trainer René van Eck hat erst 31 Partien ausgetragen. Unterhaching holte unter dem neuen Coach Klaus Augenthaler im fünften Spiel bereits den achten Zähler und hat sich auf die gefährdete Zone bereits ein kleines Polster erarbeitet.
Dagegen sind Wuppertal und Kiel wohl nicht mehr vor dem Absturz in die Regionalliga zu retten. Die Wuppertaler kamen gegen den direkten Konkurrenten Werder Bremen II nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und konnten den Rückstand auf das rettende Ufer nicht verkürzen.
Auch Kiel spielte in Sandhausen 1:1 (0:0). Allerdings verkam das Ergebnis zur Nebensache, im Mittelpunkt stand FIFA-Schiedsrichter Michael Kempter. 59 Tage nach Bekanntwerden der Affäre um Manfred Amerell hat der 27-Jährige ein souveränes Comeback gefeiert. Allerdings machten es ihm die Akteure und auch die Zuschauer einfach.
Wegen Kempter wurden die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Hardtwaldstadion erhöht. Neben einer größeren Anzahl an Polizisten wurde auch ein privater Sicherheitsmann für den Schiedsrichter abgestellt. Zwischenfälle gab es aber keine.
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