Überblick: Braunschweig klettert
Bayern gewinnt den "kleinen Klassiker"
Mit zuletzt 17 von 24 möglichen Zählern befand sich Werder Bremen mit seiner Zweiten klar im Aufwind. Im einzigen Sonntagsspiel gegen den FC Bayern München war davon aber wenig zu spüren. Der FCB, wieder mit Kapitän Danny Schwarz an Bord, siegte im "kleinen Nord-Süd-Klassiker" klar mit 3:0. Ekici (14.,19.) brachte die Scholl-Elf früh auf die Siegerstraße.
Dorn kennt die Antwort
Der OFC ist unter Steffen Menze so richtig durchgestartet. Seit 50 Tagen ist der Boysen-Nachfolger im Amt, in fünf Spielen ohne Niederlage schlugen die Hessen seither den Weg an die Tabellenspitze ein. "Kein Grund, sich zurückzulehnen", sagte der 40-Jährige vor dem Heimspiel am Samstag gegen Sandhausen gegenüber dem kicker. "Wir sind nicht viel besser als andere", so Menze weiter, der Gegner Sandhausen trotz aktueller Durststrecke (ein Sieg aus acht Spielen) als "ein Spitzenteam mit großen Ambitionen" einstuft.
Sandhausen unterstrich denn auch am Bieberer Berg seine Absichten, dem Liga-Primus ein Bein zu stellen und ging durch Dorns zwölften Saisontreffer in Front. Doch bis zum Halbzeitpfiff hatten die Kickers die Verhältnisse zurechtgerückt und das Spiel gedreht.
Ein ehemaliger Münchner Löwe brachte die Gäste in einer unterhaltsamen Partie wieder ran. Eberlein traf schnell nach Wiederanpfiff zum Ausgleich. Es blieb aufregend! Der OFC legte noch einmal durch Zinnow vor, doch nur Minuten vor dem Abpfiff wusste erneut Dorn eine Antwort und besiegelte die Punkteteilung.
Wacker und VfL lassen Federn
Der 18. Spieltag
Der VfL Osnabrück belegte vor dem Spieltag Rang drei, mit drei Zählern Rückstand auf den OFC. Der Zweitliga-Absteiger musste in den hohen Norden nach Kiel reisen, wo die "Störche" allmählich in die Spur finden. Nur fünf Heim-Gegentore sind Ligabestwert.
Auch der Tabellenzweite aus Burghausen erlitt einen Rückschlag. Tief im Süden der Republik hielten sich die in dieser Spielzeit so wankelmütingen Erfurter mit einem 3:1-Auswärtserfolg diesmal schadlos und dämpften die Hoffnungen der Gastgeber, die nur nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Kokocinski kurze Zeit auf einen Punktgewinn hoffen durften.
Onuegbu ist nicht aufzuhalten
Neuer Tabellendritter ist nach den Punktverlusten der Konkurrenz die nunmehr seit neun Partien ungeschlagene Eintracht. Durch den deutlichen Heimerfolg gegen Aue, das noch in Durchgang eins Abwehrmann Paulus durch eine Ampelkarte verlor, zogen die Braunschweiger an den Erzgebirgern im Klassement vorbei. Der Sieggarant der Niedersachsen: Kingsley Onuegbu! Der Angreifer ist nun seit Wochen in Topform, traf auch diesmal wieder zweifach. Seine stolze Bilanz seit Spieltag zwölf - sieben Spiele und neun Tore!
Ingolstadt überrollt den SVWW
Verfolger Ingolstadt feierte im Heimduell gegen Wehen Wiesbaden einen deutlichen 5:1-Sieg, bleibt damit unter dem neuen Trainer Michael Wiesinger auf klarem Kurs, und schiebt sich auf Platz zwei nach vorne.
Zwei weitere bayerische Teams bestritten ebenfalls Heimspiele. Unterhaching tat sich gegen die schwäbische Vertretung vom VfB II lange Zeit schwer, ehe Schweinsteiger die Zuschauer im Sportpark in der zweiten Hälfte erlöste, und der SpVgg den fünften Heimsieg bescherte.
Derweil erkämpfte der Jahn aus Regensburg nach dem Sieg gegen Dresden gleich den nächsten Dreier. Das Spiel gegen den BVB II entschied ein spätes Tor von Haller. Nach einer Durststrecke scheinen die Oberpfälzer wieder Tritt zu fassen, während die Westfalen die Rote Laterne von Dynamo Dresden übernahmen.
Dynamo wie im Rausch
Stichwort Dresden. "Die Existenz des Vereins steht auf dem Spiel", stellte Trainer Matthias Mauksch unumwunden fest - und traf zudem ein paar unpopuläre Maßnahmen. Trainingszeiten werden erst kurzfristig bekannt gegeben, die Winterpause wurde verkürzt. Anscheinend kam die Nachricht bei seinem Team auch an. Denn nach zwischenzeitlichem Rückstand - Heidenheim führte bereits 2:1 - lief Dynamo heiß. Savran avancierte beim 4:3-Sieg zum umjubelten Matchwinner.
Um drei eminent wichtige Punkte ging es auch im Spiel Jena gegen Wuppertal. Der FC Carl Zeiss trainierte nach vier Partien ohne Sieg zweimal täglich zwei Stunden, um den Absturz auf einen Abstiegsrang zu verhindern. Von dort kommt der WSV gerade. Das Langzeit-Schlusslicht hatte sich mit elf Punkten aus fünf Spielen in ungeahnte Tabellengefilde aufgemacht. Teamgeist, Ruhe im Umfeld und drei erfolgreiche Herbst-Nachverpflichtungen hatten es möglich gemacht.
Doch nach einer schnellen Roten Karte für Keeper Maly war der WSV rasch entscheidend im Nachteil. Jena nutzte die numerische Überlegenheit zu einem knappen Heimerfolg und hielt so einen Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz.





