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SV Darmstadt 98

SV Darmstadt 98

1
:
1

Halbzeitstand
1:1
Chemnitzer FC

Chemnitzer FC


SV DARMSTADT 98
CHEMNITZER FC
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Alles drin am Böllenfalltor: Abseitstore, korrekte Treffer und Rot

Doppeltes Abseits für 98: Da Costa und Steegmann im Pech

Das oberste Gebot im Team der Darmstädter war es an diesem Tag, die elendige Torflaute schnellstmöglich zu beenden. Der Gegner aus Chemnitz erwies sich am Böllenfalltor als prächtiger Gast und öffnete schon früh seine Pforte. In der Folge entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, den erst wieder ein Platzverweis der Himmelblauen zu Gunsten der Heimelf drehte. Doch mit langen Bällen konnte die Schuster-Elf das 1:1 nicht mehr in einen wichtigen Sieg umwandeln.

Darmstadts Trainer Dirk Schuster veränderte seine Startelf im Gegensatz zur 0:1-Niederlage bei der zweiten Garde des BVB auf zwei Positionen. So rückten Hesse und da Costa für Zielinsky und Behrens hinein. Verzichten galt es nur auf Martini, der sich im Aufbautraining befindet. Schusters Gegenüber und CFC-Coach Gerd Schädlich spielte dagegen gezwungenermaßen Baumeister. So veränderte er seine ersten elf Mann im Vergleich zur 0:2-Pleite in Saarbrücken auf sechs Stellen. Für Hazaimeh (Kapselverletzung), Bankert (Gelb-Rot-Sperre), Birk (5. Gelbe), Hörnig, Landeka und Semmer bekamen so le Beau, Wachsmuth, Wilke, Kegel, Makarenko und Förster neue Bewährungschancen.

Was für ein Blitzstart der Hausherren! Nach einer Ecke für den CFC schalteten die 98er schnellstmöglich um und erzielten durch Latza, der von Hesse bedient wurde, eiskalt das 1:0 (3.). Die Himmelblauen waren erst einmal geschockt. Als sie sich davon etwas erholt hatten, erhielten sie prompt die nächste Hiobsbotschaft: Torhüter Pentke musste verletzt den Platz verlassen und wurde von S. Schmidt ersetzt (13.). Doch auch davon erholte sich die Schädlich-Elf und erspielte sich fortan höhere Feldvorteile, ohne dabei aber vorerst gefährlich zu werden. FC-Top-Torjäger Fink setzte mit einem stramm gesetzten und zentralen Schuss ein erstes Warnzeichen (23.). Die Darmstädter lauerten indes auf Konter. Ein solcher endete erst, als der über die linke Seite eilende Zimmerman an dem eingewechselten Ersatztorwart Schmidt scheiterte (29.). Im Gegenzug konnte CFC-Schlussmann Zimmermann einen gutplatzierten Förster-Kopfball entschärfen (30.).

Das gleiche Duell offenbarte kurze Zeit später einen anderen Sieger: Eine Makarenko-Flanke unterlief der Torwart zuerst, ehe Förster unbedrängt zum Ausgleich einnicken konnte (35.). Da Costa hätte fünf Minuten später aber die Führung wieder herstellen können, wenn der Schiedsrichter nicht auf Abseits entschieden hätte (40.). Eine Halbzeit, die reich an Höhepunkten war, endete schließlich mit einem Stegmayer-Schuss über das Gehäuse von Schmidt (45.).

Fink lässt sich hinreißen

Den zweiten Durchgang eröffnete da Costa, der ein Zuspiel von Borg abschloss und nur im an diesem Tag gut aufgelegten Ersatztorwart Schmidt seinen Meister fand (49.). Nun erlaubte sich die Partie die ersten Verschnaufpausen, aus denen die Himmelblauen mit mehr Dominanz herauskamen und fortan etwas mehr den vorhandenen Tabellenunterschied aufzeigten. Die Lilien hielten aber mit der von den Anhängern geforderten Härte dagegen und zogen so stets das Publikum auf ihre Seite. Zu wenig Härte anscheinend für FC-Stürmer Fink, der nach einem Tumult von Schiedsrichter Leicher für zu rüdes Einsteigen die Rote Karte gezeigt bekam (65.). Der Top-Torjäger (18 Treffer) wird seinem Team wahrscheinlich für einige Wochen fehlen. Und fortan jagte wieder ein Höhepunkt den nächsten. Nach einer Kombination von Hesse, Stegmayer und Steegmann erzielte Letzterer die erneute Darmstädter Führung, wenn der Assistent nicht schon wieder und zum zweiten Mal auf Abseits entschieden hätte (69.).

So schnell kann es sich drehen: Während die Sachsen eigentlich gut aus der Halbzeit gestartet waren, nahmen die 98er nach dem Platzverweis wieder das Zepter in die Hand und spürten nun, dass hier ein lebenswichtiger Dreier möglich war. Allerdings stellte sich dies als schwieriges Unterfangen heraus, da die tiefstehende "Schädlich-Zehn" jegliche Räume schloss und der Truppe von Dirk Schuster bekanntlich spielerische Ideen fehlen. So sollten Standardsituationen Chancen ermöglichen. Stegmayer brachte eine solche gut in den Strafraum, fand aber keinen passenden Kopf seiner Mitspieler (83.). Die fortan lang geschlagenen Bälle waren im Endeffekt ein zu plumpes Mittel, um den Sachsen noch ernsthaft gefährlich zu werden.

Die 98er bekommen es am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) mit Saarbrücken zu tun und damit mit einer ähnlichen Truppe wie der der Chemnitzer, die zeitgleich Offenbach empfangen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SV Darmstadt 98
Aufstellung:
Zimmermann (4) - 
Hickl (5) , 
Sulu (3,5) , 
Gorka (3,5) , 
Stegmayer (3,5) - 
Baier (3) - 
U. Hesse (3)    
Latza (3,5)        
da Costa (3,5)    
Zimmerman (4)    
Borg (4)

Einwechslungen:
66. Steegmann für da Costa
82. Zielinsky     für U. Hesse
82. Behrens für Latza

Trainer:
Schuster
Chemnitzer FC
Aufstellung:
Pentke    
Stenzel (3,5) , 
Wachsmuth (3,5) , 
Wilke (3,5) , 
le Beau (4,5) - 
Kegel (3,5) , 
Sträßer (3) - 
Pfeffer (3,5)    
Makarenko (4) - 
A. Fink (5)    
Förster (3,5)            

Einwechslungen:
13. St. Schmidt (3) für Pentke
46. Landeka (4)     für Pfeffer
67. Semmer für Förster

Trainer:
Schädlich

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Latza (3., Linksschuss, U. Hesse)
1:1
Förster (35., Kopfball, Makarenko)
Rote Karten
Darmstadt:
-
Chemnitz:
A. Fink
(65., grobes Foulspiel, Hickl)

Gelbe Karten
Darmstadt:
Zimmerman
(4. Gelbe Karte)
,
Zielinsky
(3.)
Chemnitz:
Förster
(5. Gelbe Karte)
,
Landeka
(5.)

Spielinfo

Anstoß:
17.04.2013 19:00 Uhr
Stadion:
Städtisches Stadion am Böllenfalltor, Darmstadt
Zuschauer:
4300
Schiedsrichter:
Christian Leicher (Landshut)   Note 5

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