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VfL Osnabrück

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Karlsruher SC

 
VfL Osnabrück

2:3 (0:2)

Karlsruher SC
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VfL Osnabrück
Karlsruher SC
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.











Osnabrücks Serie beendet - KSC in Überzahl

Calhanoglu stellt die Weichen auf Sieg

Denkbar schlecht ist der VfL Osnabrück ins Jahr 2013 gestartet. Mit 2:3 unterlagen die Lila-Weißen in einem vor allem im ersten Durchgang äußerst turbulenten Gipfeltreffen gegen den Karlsruher SC, kassierten nach zuvor 13 ungeschlagenen Spielen in Folge die erste Niederlage und verpassten es somit, die Konkurrenz im Aufstiegsrennen auf Distanz zu halten. Der KSC feierte den zehnten Ligasieg in Folge.

Calhanoglu bejubelt das 2:0
Sturmlauf: Calhanoglu bejubelt das 2:0.
© picture allianceZoomansicht

Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz musste zum Auftakt in die Rest-Rückrunde auf Keeper Riemann (Hand-OP) verzichten und stellte daher Neuzugang Rickert zwischen die Pfosten. Kein Winterneuzugang schaffte es derweil in die Startelf des KSC - immerhin setzte Coach Markus Kauczinski Schwertfeger auf die Bank.

Extra für das Spitzenspiel hatte man in Osnabrück die Rasenheizung angemacht, sodass die Bedingungen trotz großer Kälte duchaus annehmbar waren. Optimal war die Situation allerdings keineswegs, was sich dann auch in zahlreichen technischen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten zeigte. Immer wieder versprang der Ball, sodass ein flüssiges Spiel zunächst nicht aufkam.

Die Karlsruher hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel, allerdings investierten sie auch mehr nach vorne und sorgten über Calhanoglu (7.) und Blum (14.) für Aufregung. Der VfL, der primär auf eine stabile Deckung aus war, kam dagegen kaum vors gegnerische Tor und sorgte im ersten Durchgang im Grunde nur einmal durch einen zu unpräzisen Fernschuss von Neumann für Furore (15.).

Etwas später erwies Rickert seinem Team dann einen Bärendienst: Der Keeper irrte nach der missglückten Annahme eines Rückpasses außerhalb des Sechzehners herum und holte van der Biezen von den Beinen - Schiedsrichter Guido Winkmann zückte ohne Umschweife Rot (24.). Es sollte noch dicker für den VfL kommen, denn nur fünf Minuten später deutete der Referee auf den Elfmeterpunkt. Was war passiert? Winkmann deutete an, Krük habe, als er zum Kopfball ging, den Ball mit dem Oberarm gespielt. Ein Handelfmeter, den Calhanoglu sicher zur Gästeführung nutzte (29.).

Die zwei kniffligen und sicherlich diskussionswürdigen Entscheidungen des Unparteiischen hatten Wollitz' Blut in Wallung gebracht. Der Trainer ließ kurz darauf seinem Frust freien Lauf und beschwerte sich lautstark. Dafür wurde er auf die Tribüne verbannt (30.) und musste von dort aus erleben, wie Calhanoglu erneut zuschlug - diesmal aus dem Spiel heraus: Van der Biezen drang bis zur rechten Grundline durch und legte gekonnt zum 18-Jährigen zurück - 2:0 (34.). Bitter für den VfL, einige Fans reagierten auf den KSC-Jubel mit dem Werfen von Schneebällen, was zu einer rund zehnminütigen Spielunterbrechung führte. Nach Wiederanpfiff passierte bis zur Halbzeit trotz achtminütiger Nachspielzeit nicht mehr allzu viel. Einzige Ausnahmen: Pisots Lattenknaller (39.) und Mannos satter Fernschuss, der knapp danebenging (45.+4).

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Osnabrück bläst in Unterzahl zur Aufholjagd

Nach dem Seitenwechsel wollten es die Osnabrücker noch einmal wissen und drängten trotz Unterzahl auf den Anschluss. Das Tor machten aber die Karlsruher: Akpoguma nahm aus der Distanz genau Maß und erhöhte auf 3:0 (55.). Eins musste man dem Vfl lassen, er verzagte nicht, spielte nimmermüde nach vorne und verkürzte: Manno schloss ein feines Solo gekonnt zum 1:3 ab (64.). Neue Hoffnung keimte bei den Hausherren auf, bei denen mittlerweile Grimaldi und Glocker als weitere Offensivoptionen gekommen waren.

Kauczinski konnte sich in dieser Phase aber auf seine Defensive verlassen. Der KSC zog sich tiefer in die eigene Hälfte zurück, stellte die Räume weitgehend geschickt zu, ließ kaum noch echte Gefahr aufkommen und setzte zudem über Konter immer wieder gefährliche Nadelstiche (Calhanoglu, 77.). Der eingewechselte Dulleck hätte alles klar machen können, allerdings traf er vom rechten Fünfereck aus nur das rechte Außennetz (81.). Diese vergebene Chance dürfte ihm kurz darauf noch schwerer im Magen gelegen haben, als Pisot per direktem Freistoß die couragierten Lila-Weißen auf 2:3 heranbrachte (84.). Der VfL warf in den Schlussminuten alles nach vorne, konnte das Blatt am Ende aber doch nicht mehr wenden.

Beide Mannschaften sind am kommenden Samstag wieder an der Reihe: Osnabrück reist nach Erfurt, Karlsruhe empfängt die Bielefelder Arminia zum nächsten Topspiel in der 3. Liga - Anpfiff ist jeweils um 14 Uhr.

26.01.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Osnabrück
Aufstellung:
Rickert    
Fischer (4) , 
Pisot (2,5)    
Beermann (2,5)    
Dercho (4,5)    
Staffeldt (4) , 
Neumann (3) - 
Piossek (5)    
Nagy    
Manno (2)    
Zoller (3)

Einwechslungen:
25. Zumbeel (4) für Nagy
58. Grimaldi (3) für Piossek
68. Glockner für Dercho

Trainer:
Wollitz
Karlsruher SC
Aufstellung:
Orlishausen (3) - 
Klingmann (4) , 
Gordon (3) , 
Mauersberger (3) , 
Akpoguma (2,5)        
Varnhagen (3) , 
Peitz (4) - 
Calhanoglu (2)        
D. Blum (3,5)    
Hennings (3,5)    
van der Biezen (3)        

Einwechslungen:
68. G. Krebs für D. Blum
73. Dulleck     für van der Biezen
90. + 1 S. Brandstetter für Hennings

Trainer:
Kauczinski

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Calhanoglu (29., Handelfmeter, Rechtsschuss)
0:2
Calhanoglu (34., Rechtsschuss)
0:3
Akpoguma (54., Rechtsschuss)
1:3
Manno (63., Rechtsschuss)
2:3
Pisot (83., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Rote Karten
Osnabrück:
Rickert
(24., grobes Foulspiel, van der Biezen)
Karlsruhe:
-
Gelbe Karten
Osnabrück:
Beermann
(2. Gelbe Karte)
Karlsruhe:
van der Biezen
(4. Gelbe Karte)
,
Dulleck
(1.)
,
Akpoguma
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Osnabrücks Trainer Wollitz wurde wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (30.). Wegen Werfens von Schneebällen auf Spieler und Offizielle wurde das Spiel für zehn Minuten unterbrochen (35.).

Spielinfo

Anstoß:
26.01.2013 14:00 Uhr
Stadion:
Osnatel-Arena, Osnabrück
Zuschauer:
11400
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 5
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